E‑Bikes immer noch großes Thema

Fahrradmesse Eurobike in Frankfurt mit Schwerpunkt neue Mobilität gestartet

Frankfurt im Zeichen der Eurobike: Heiko Truppel von der Liegeradmanufaktur HP Velotechnik aus Kriftel fährt auf der internationalen Fahrradmesse Eurobike auf dem Frankfurter Messegelände auf dem einspurigen Liegerad Speedmachine. Das S‑Pedelec fährt bis zu 45 km/h schnell und kostet ab 8690 Euro.

Frankfurt im Zeichen der Eurobike: Heiko Truppel von der Liegeradmanufaktur HP Velotechnik aus Kriftel fährt auf der internationalen Fahrradmesse Eurobike auf dem Frankfurter Messegelände auf dem einspurigen Liegerad Speedmachine. Das S‑Pedelec fährt bis zu 45 km/h schnell und kostet ab 8690 Euro.

Die Bandbreite ist riesig: Auf 140.000 Quadratmetern fährt die Eurobike mit Welt- und Europapremieren groß auf. Nach wie vor sind E‑Bikes das große Thema. „Die Elektrifizierung aller Radgattungen bis hin zum Rennrad schreitet voran“, sagt auch Gunnar Fehlau vom Pressedienst Fahrrad.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Cargobikes für jeden Bedarf

Noch vor Jahren stand die Eurobike vorrangig für Neuheiten aus den sportlichen Segmenten; in diesem Jahr liegt der Fokus der Innovationen auf dem urbanen Radfahren für Pendlerinnen und Pendler, Alltag und Freizeit. Von dieser Entwicklung profitiert vor allem das Lastenrad, neudeutsch Cargobike. „Weil die Lasten leicht werden, kann quasi jeder ein bisschen Zuladung mitnehmen“, so Gunnar Fehlau.

Insbesondere im urbanen Raum wird das Cargobike für Familien, für Kleingewerbe und industrielle Anwendungen immer beliebter und prägt das Stadtbild. Auch in Frankfurt nimmt daher die Cargo-Area einen besonderen Raum ein. Das Spektrum reicht von Rädern, die speziell für den Kindertransport konzipiert sind, bis zu Drahteseln für große Lasten wie Europaletten, die den Vergleich mit ihren vierbeinigen Vorgängern nicht scheuen müssen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Trekking-E‑Bikes: Die SUV unter den Zweirädern

Ob Schotterwege oder Asphalt, Trekking-E‑Bikes sollen jeden Untergrund problemlos meistern können. Die Radkategorie wird gern auch als SUV unter den Fahrrädern bezeichnet, Patrick Tepass, Produktmanager bei Tout Terrain, spricht lieber von „Rädern für gemischte Untergründe“. Vorbild für das neue Modell Skåne des Herstellers aus Gundelfingen bei Freiburg ist die gleichnamige Region in Schweden. „Wer schon mal dort war, weiß, wo sich das Fahrrad wohlfühlt“, bemerkt Tepass.

Auf den ersten Blick wirkt Skåne nicht besonders spektakulär, doch das handgefertigte E‑Bike hat es in sich. Es verfügt über eine leichtgängige Pinion-Schaltung mit Riemenantrieb, einen leistungsstarken Heckmotor und einen stabilen Gepäckträger. Nach Angaben des Herstellers reicht der V8-Akku für eine Reichweite von bis zu 120 Kilometer aus. Die Gundelfinger haben ihrem neuen Allrounder, der sich sowohl für den täglichen Gebrauch als auch für längere Ausflüge eignet, erstmals einen Aluminiumrahmen verpasst. Vor allem in Hinblick auf die Formgebung „ist da sehr viel mehr möglich“, so Tepass.

Die Highlights der Eurobike 2022

Neuer Standort, mehr Vielfalt – E‑Bikes, Cargobikes und Karbonrenner glänzen in der Mainmetropole.

In achteinhalb Sekunden von null auf 45

Wer ein schnelles Rad sucht, um zum Beispiel lange Wege zur Arbeit zu bewältigen, wird sich über das neue Modell Speedmachine freuen. Die windschlüpfrige Alternative von HP Velotechnik feiert ihre Weltpremiere auf der Eurobike. Das einspurige Liegerad bietet Unterstützung bis 45 km/h, der tiefe Schwerpunkt des unter dem Sitz verbauten Akkus sorgt für gutes Bikehandling.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Der Hersteller hat schon seit Längerem ein dreirädriges Pedelec im Programm und erweitert das Portfolio nun um den zweirädrigen Flitzer. „Mit der Speedmachine fusionieren wir zwei Spezialformen des Fahrrads: Das Liegerad, das im Prinzip ja schon eine alte Erfindung ist, und das S‑Pedelec als neuere Erfindung“, erläutert Heiko Truppel, Marketingleiter bei HP Velotechnik.

Anhaltender Trend: Digitalität

Mit der Digitalisierung erfindet sich auch das Fahrrad teilweise neu und vernetzt sich immer weiter. Digitale Schnittstellen wie das Fitsystem sind dafür ein gutes Beispiel. „Das Fitsystem ist mit allen Herstellern kompatibel und verbindet sich zu einem Gesamtsystem“, so Angela Bieli, Marketingleiterin beim Zulieferer Biketec. Den Ansatz, Best-in-class-Komponenten zu einem Gesamtsystem zu vereinen, kenne man schon seit Langem aus der Automotive-Industrie.

Die Möglichkeiten sind vielfältig. Zusatzfunktionen wie Reifendrucksensoren lassen sich damit ebenso integrieren wie die Nutzung des Smartphones als Displayersatz. „Sie können dadurch alle elektronischen Komponenten verriegeln lassen oder einen E‑Bike-Tracker mit Diebstahlerkennung und Wiederbeschaffungshilfe aktivieren“, betont Angela Bieli. Auch eine GPS-Funktion zur Bikesuche ähnlich wie bei der iPhone-Suche sei möglich. Für risikofreudige oder sturzgefährdete Radfahrerinnen und Radfahrer bietet die Sturzerkennung einen echten Mehrwert.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Endurofeeling mit Elektroantrieb

Freunde des rasanten Fahrvergnügens werden sich über die Entwicklung einer neuen Plattform für E‑Bikes freuen, die jede Herausforderung sowohl bergauf als auch downhill annehmen. „Wir hatten bisher acht verschiedene Plattformen im Programm und stellen hier jetzt eine neunte für das E‑Endurobike vor“, erklärt Martin Buchta von Messingschlager. Das Besondere an dieser Plattform: Auch Kleinserienhersteller können damit eigene Produkte auf den Markt bringen.

Mit ihrer Vielfalt zeigt die Eurobike auch, dass der Trend zum Fahrrad ungebrochen ist. Die Veranstalter holen die weltgrößte Fahrradmesse nun durch den Standortwechsel noch weiter in die Mitte der Gesellschaft. Die Reaktionen der Besucherinnen und Besucher, Aussteller und Ausstellerinnen geben ihnen recht. Als Sinnbild für das Fahrrad, das mit seiner zunehmenden Bedeutung in Frankfurt auf die nächste Ebene gehoben werde, bezeichnet Patrick Tepass die Eurobike 2022. „Das ist hier wirklich Big-City-Life.“

 

Laden Sie sich jetzt hier kostenfrei unsere neue RND-App für Android und iOS herunter.

Mehr aus E-Mobility

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken