Hilfe bei der Kaufentscheidung

E-Bike-Ratgeber: Das richtige Rad für jeden Pedelectyp

SUV-E-Bikes, hier während einer Prüfung der Stiftung Warentest, sind als Allrounder äußerst beliebt.

SUV-E-Bikes, hier während einer Prüfung der Stiftung Warentest, sind als Allrounder äußerst beliebt.

Der E-Bike-Markt reagiert mit einer wachsenden Zahl an Modellen, Varianten, mit unterschiedlichsten Motoren und Ausstattungen auf die große Nachfrage. Nicht nur Einsteiger verlieren bei dieser Vielfalt schnell den Überblick. Zur ersten Orientierung lohnt ein Blick in die Beschreibungen der Hersteller und Biketester im Internet, die meisten Interessenten suchen aber den Rat des Experten vor Ort.

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„Viele kommen ganz unberührt und fragen, was wir empfehlen würden“, erzählt Heiko Müller, Gründer und Geschäftsführer des E-Bike-Herstellers Riese & Müller. „30 Prozent haben kein großes Vorwissen und wollen sich informieren, 60 Prozent sind ein bisschen vorbereitet.“ Lediglich 10 Prozent hätten konkrete Vorstellungen, berichtet Müller.

Dabei sei im Grunde jeder Fahrradtyp auch ein E-Bike-Typ, sagt der ehemalige Mountainbikeprofi und Chefredakteur des Fachmagazins „WE+Bike“, Tim Böhme. Die E-Bike-Bandbreite reiche dabei von Mountainbikes, SUV-Bikes, Trekkingrädern bis zum Bereich stylischer Cityräder, „denen man das E-Bike gar nicht ansieht.“

Wer auf der Suche nach dem passgenauen E-Bike ist, sollte allerdings nicht in erster Linie auf das Aussehen achten. „Wir fragen den Kunden, wo er fahren möchte, wofür er das Fahrrad nutzen möchte und dann tasten wir uns ran.“

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Welches Bike passt also zu welchem Fahrer? Tim Böhme stellt exemplarisch vier Radtypen vor, die den Großteil der verschiedenen Ansprüche an ein E-Bike abdecken:

Das sportliche All-Mountain-E-Bike

Da ist zunächst das als All Mountain klassifizierte sportliche Rad, das besonders geländegängig ist. „Man kann eigentlich damit alles machen“, so Tim Böhme. E-Mountainbikes sind für sportliche Fahrer konzipiert, die die Herausforderung suchen, im Gelände, in den Bergen und auf steilen Downhills – die aber nicht immer 100 Prozent bis an die Belastungsgrenze gehen möchten oder können.

Stabil und komfortabel: Ducati stellt seine E-Mountainbike MIG-S vor.

Stabil und komfortabel sollten E-Mountainbikes sein. Hier das Modell MIG-S der italienischen Motorradschmiede Ducati.

Das E-Mountainbike ist bei der Steuerung der individuellen Belastung der perfekte Helfer. Belastungsspitzen werden vermieden, der Puls befindet sich immer bei angenehmen 120 bis 140 Herzschlägen pro Minute. Und wer dann doch einmal zwischendurch seine Pumpe auf Hochtouren bringen möchte, kann ja einfach kurz den Motor ausschalten.

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Was außerdem in anspruchsvollerem Gelände hilfreich ist, nicht nur für Fahranfänger: Mit einem E-Mountainbike können bergauf auch kleinere Hindernisse oder Wurzelpassagen gemeistert werden, an denen man mit einem Mountainbike sonst hängenbleiben würde. Auch wer schon einmal versucht hat, in einem Steilhang anzufahren, wird die Unterstützung eines E-Mountainbikes zu schätzen wissen.

Mountainbikemodelle zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie vorn und hinten eine Federung haben und dank hochvolumiger Reifen viel Grip und Komfort bieten. Das Fazit des Experten: „Für alle, die abends eine schöne Feierabendrunde fahren möchten oder auch mal einen Alpencross planen.“

Der Allrounder unter den Elektrorädern: Das SUV

Eine relativ neue Fahrradgattung ist das sogenannte SUV-E-Bike. Es vereint eigentlich die Vorzüge zweier Radtypen: Mit dem Mountainbike haben SUV-E-Bikes die Grobstollenreifen und die Federung gemein. Mit dem City-Bike hingegen teilt es die Beleuchtungsanlage und Schutzbleche.

Diese Kombination macht das SUV-E-Bike zu einem echten All-Terrain-Bike, es kommt mit allen Untergrundverhältnissen klar und vermittelt ein sicheres Fahrgefühl. SUV-E-Bikes sind schwerer als klassische Mountainbikes und haben eine höhere Zuladung, sowie meist ab Werk einen montierten Gepäckträger. Damit kann auch ein größerer Einkauf problemlos transportiert werden.

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Mit einem „Gut“ bei der Stiftung Warentest prämiert: Das SUV-E-Bike „Simplon Kagu Bosch CX 275 TR“.

Mit einem „Gut“ bei der Stiftung Warentest prämiert: Das SUV-E-Bike „Simplon Kagu Bosch CX 275 TR“.

Ein weiteres Plus der SUV-Modelle: Die hohe Akkukapazität. „Damit muss man nur einmal die Woche an den Ladeanschluss“, sagt der Ex-Mountainbikeprofi. „Ideal für jeden, der täglich sein E-Bike nutzt.“ Also: Ein SUV-E-Bike ist ein echter Allrounder!

Das E-Bike für Touren und tägliche Strecken

Wer nicht unbedingt sportlich unterwegs sein möchte, sondern in erster Linie zur Arbeit pendelt, das Rad aber auch mal in der Freizeit nutzen möchte, für den gibt es zuverlässige, praktische und einfach zu handhabende Modelle von diversen Herstellern.

Die meisten E-Bikes in dieser Kategorie verfügen über einen Gepäckträger und Schutzbleche. Der Akku ist oftmals herausnehmbar und erleichtert somit das Aufladen, wenn der Besitzer zum Beispiel in einer Mietwohnung lebt.

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Welcher Motor und welche Akkuleistung ausreichend sind, bestimmen unter anderem die Kilometer, die man täglich pendeln muss. Kleinere Distanzen werden meist im Stadtverkehr zurückgelegt. Das heißt, man wohnt in Stadtnähe und eine Wegstrecke beläuft sich auf nicht mehr als zehn Kilometer. Dafür braucht es keinen extragroßen Akku. Eine Akkukapazität von 300 Wh ist in diesem Fall bei täglichem Aufladen meist ausreichend.

Touring- oder Trekking-E-Bikes sind für längere Strecken geeignet – durchaus auch auf Schotter. Im Bild das Winora Sinus ix12.

Touring- oder Trekking-E-Bikes sind für längere Strecken geeignet – durchaus auch auf Schotter. Im Bild das Winora Sinus ix12.

Müssen täglich Distanzen von über 30 Kilometer hin und zurück bewältigt werden, benötigt man einen Akku mit 400 Wattstunden – er sollte aber täglich geladen werden. Bei Distanzen von über 40 Kilometer für eine Weglänge benötigt man eine ordentliche Akkukapazität. In E-Bikes für Pendler werden dann gerne auch mal zwei Akkus eingebaut, beispielsweise zwei 500-Wh-Akkus.

City-Bike mit Retrocharme

Die vierte E-Bike-Gattung eignet sich für Fahrer und Fahrerinnen, die ein stylisheres Cityrad suchen, das auf den ersten Blick gar nicht unbedingt als E-Bike erkennbar ist. Hier bieten sich Räder aus dem Bereich Urban/Lifestyle an. Diese Fahrräder glänzen mit einem formschönen Retrorahmen, blitzendem Chrom und einem dynamischen Antrieb.

Lifestyle-E-Bikes glänzen mit komfortabler Ergonomie, dazu gehören insbesondere ein bequemer Sattel und eine aufrechte Sitzposition.

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Die schicken Räder sind ein treuer Begleiter im urbanen Alltag. Gleichzeitig sind sie eine weitere ökologische und ökonomische Alternative zum Auto. „Das Retrorad ist aber zu weit mehr fähig, als nur zur Eisdiele zu fahren oder ein bisschen durch die City zu cruisen“, erklärt Böhme. „Es kann genauso für die täglichen Wege genutzt werden.“

Klassischer Vertreter seiner Gattung: Das Fischer E-Bike City Retro ER 1804-S2.

Klassischer Vertreter seiner Gattung: Das Fischer E-Bike City Retro ER 1804-S2.

Accessoires wie zum Beispiel eine bunte Klingel, ein Korb am Lenker oder auffällige Reifen sorgen für viele Hingucker. Der Fokus liegt also deutlich mehr auf der Optik als auf der Leistung. Deshalb kommt ein Urban-E-Bike auch mit einem etwas sanfteren Elektromotor aus.

Händler bieten Teststrecken für Kaufinteressierte an

Nach dem ersten Überblick ist vor dem ersten Fahren: Händler bieten dafür inzwischen auf ihrem Gelände teilweise sogar Teststrecken an und passen das neue E-Bike nach dem Kauf auf die persönliche Ergonomie an. „Das ist schon wirklich umfangreich. City, Cross, Trekking, Gravel, verschiedene Motorhersteller, Displays und Smartsyteme …“, sagt Fahrradhändler Heiko Müller und ermuntert seine Kunden und Kundinnen deshalb, sich vor dem Kauf eingehend mit dem Thema zu beschäftigen. Dann kann der Profi aus der Vielzahl der Modelle und Arten von E-Bikes genau das richtige und passende empfehlen.

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