US-Lehrfilm zum Thema Rassismus ist Klickhit

Schnell hat der Hassprediger die Menge auf seiner Seite, doch ebenso schnell verliert er sie.

Schnell hat der Hassprediger die Menge auf seiner Seite, doch ebenso schnell verliert er sie.

Hannover. Damals wie heute soll der Film vor faschistischer Propaganda warnen – er trägt den vielsagenden Titel „Don’t Be a Sucker“ (auf Deutsch: Sei kein Trottel). In dem Schwarz-Weiß-Film ist ein fiktiver Hassprediger zu sehen, der vor einer Menschengruppe zunächst gegen Schwarze, dann aber auch gegen Ausländer, Katholiken und Freimaurer wettert. „Ich sehe Schwarze, die Jobs haben, die mir und euch gehören“, schreit er unter anderem mit großer Geste in die Menge. Die jubelt – noch.

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Doch mehr und mehr kippt die Stimmung. „Ich bin auch Freimaurer“, sagt ein sichtlich irritierter US-Amerikaner zu seinem Nebenmann. Der wiederum ist auch US-Bürger – allerdings mit ungarischen Wurzeln. Und nicht nur das: Vor dem Zweiten Weltkrieg habe er als Professor in Berlin gelehrt und dort erlebt, wie die Nazis nach und nach die Macht an sich rissen. Er erinnert sich: „Anfangs war ich ein Depp und habe geglaubt, die Nazis sind verrückte Leute, dumme Fanatiker, die ihre Vorurteile als Waffen benutzen.“ Aber dann habe er gemerkt, dass sie Vorurteile als Waffen benutzen, um die Nation zu lähmen ...“, erzählt er dem anderen.

Nach den rassistischen Ausschreitungen von Charlottesville, am Rande derer eine Frau ums Leben kam, ist der Film aktueller denn je. Nicht nur in den USA. Allein auf der Facebook-Seite der "Tagesschau" wurde die Kurzversion des Films mit deutschen Untertiteln binnen eines Tages eine Million Mal aufgerufen und mehr als 20.000-mal geteilt.

Von RND/caro

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