Tiktok kann biometrische Daten von US-Nutzern erfassen

Berlin: Die Logos verschiedener Social-Media-Plattformen, darunter auch Tiktok, sind zu sehen. Vor allem bei der jungen Generation erfreut sich der Social-Media-Dienst großer Beliebtheit.

Berlin: Die Logos verschiedener Social-Media-Plattformen, darunter auch Tiktok, sind zu sehen. Vor allem bei der jungen Generation erfreut sich der Social-Media-Dienst großer Beliebtheit.

Dass eine neue Datenschutzrichtlinie manchmal für Aufsehen bei Nutzerinnen und Nutzern einer Anwendung sorgt, hat jüngst der Messenger Whatsapp unter Beweis gestellt. Nun änderte auch das soziale Netzwerk Tiktok seine Bestimmungen in den USA. „Wir können biometrische Informationen, wie sie in den US-Gesetzen definiert sind, wie zum Beispiel Gesichts- und Stimmabdrücke, von Ihren Benutzerinhalten erfassen“, heißt es in der dazugekommenen Richtlinie. Dort, wo es gesetzlich vorgeschrieben ist, werde sich Tiktok vor einer Erfassung die erforderlichen Genehmigungen holen.

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Beobachterinnen und Beobachter bezeichnen die Formulierung als „vage“ und fragen sich, welche Gesetze gemeint sind, berichtet der Techblog „Techcrunch“. Auf dessen Nachfrage, welche Funktionen auf der Plattform die Sammlung dieser Daten nötig machen, gibt es seitens des Social-Media-Dienstes bislang keine Antwort. Jedoch versicherte er, man werde Nutzerinnen und Nutzer bei Beginn solcher Methoden informieren.

Tiktok sammelt in den USA „Bild- und Audioinformationen“

Im Detail bedeutet die biometrische Datenerfassung laut Tiktok die Identifizierung der dort erscheinenden Objekte und Szenerien, der Existenz und der Position von Gesichts- und Körpermerkmalen innerhalb eines Bildes. Auch die Art des Audios und der Text der Wörter werde analysiert. Ziel sei vor allem, die Daten für das Targeting von Anzeigen, AR-Effekte und automatische Bildunterschriften zu nutzen, aber auch für die Funktionen der Barrierefreiheit.

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USA: Datenschutz bei Tiktok steht schon länger in der Kritik

In den USA hatte der Umgang mit Informationen über Nutzerinnen und Nutzer in der Vergangenheit bereits für Aufsehen gesorgt: Ex-US-Präsident Donald Trump hatte sich dafür eingesetzt, den chinesischen Social-Media-Dienst zu verbieten. Doch Tiktok gelang es, sich zu widersetzen – wenngleich die Plattform erst im Februar diesen Jahres 92 Millionen US-Dollar wegen Datenschutzverstößen zahlen musste. Dabei versprach Tiktok auch mehr Transparenz beim Speichern von Nutzerinformationen.

Anders als in Amerika sammelt der Social-Media-Dienst in Deutschland und Europa weniger Daten. Grund sind die gesetzlichen Bestimmungen. Biometrische Informationen der Userinnen und User werden hierzulande nicht erhoben und finden sich deshalb nicht wie in den US-Passagen in der deutschen Version der Datenschutzerklärung wieder.

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