Lohnt sich der Preis?

Leichter, schneller - besser? Das neue Macbook Air M2 im Test

Strahlt 500 Nits hell: Das 13,6 Zoll große Display des Macbook Air M2.

Strahlt 500 Nits hell: Das 13,6 Zoll große Display des Macbook Air M2.

Berlin. Auch Menschen, die sich eher weniger oder gar nicht mit Notebooks beschäftigen, konnten bislang das Macbook Air von Apple auf den ersten Blick erkennen. Das keilförmige Gehäuse, das an der dünnsten Stelle weniger als einen halben Zentimeter aufträgt, gilt seiner Premiere im Jahr 2008 als Design-Ikone. Doch vor fast anderthalb Jahrzehnten wurde die Leichtigkeit mit schmerzhaften Kompromissen erkauft. Keine LAN-Buchse und nur ein USB-Steckplatz sind nur zwei Beispiele.

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Mit dem neuen Macbook Air M2 verabschiedet sich Apple nun vom Keildesign und steckt neueste Technik in ein superschlankes und flaches Aluminiumgehäuse - und muss dabei auch keine Kompromisse mehr eingehen. Apple hat dabei Gestaltungselemente der neuen Macbook-Pro-Modelle übernommen: mit abgerundeten Kanten und einer Aussparung für die Webcam.

Ausbalanciert und leicht

Das Gerät ist 11,3 Millimeter dick und bringt 1,24 Kilogramm auf die Waage. Das sind zwar nur 50 Gramm weniger als beim keilförmigen Vorgängermodell mit M1-Chip. Im Praxistest erwies sich das M2 aber als deutlich besser ausbalanciert und leichter auf dem Schoß zu halten. Während das Original aus dem Jahr 2008 mit externen Anschlüssen knauserte, findet man nun beim Macbook Air alle essenziellen Buchsen vor: Klinkenbuschse, zwei USB-C-Anschlüsse (Thunderbolt, USB 4) und auch die populäre magnetische Ladeverbindung Magsafe ist wieder da.

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Der praktische, magnetische Magsafe-Ladeanschluss löst sich schnell und verhindert Schäden, etwa wenn man versehentlich übers Ladekabel stolpert.

Der praktische, magnetische Magsafe-Ladeanschluss löst sich schnell und verhindert Schäden, etwa wenn man versehentlich übers Ladekabel stolpert.

Das Display des Macbook Air M2 misst 13,6 Zoll in der Diagonale, im Vergleich zu 13,3 Zoll bei der M1-Variante, weil der Rahmen etwas schlanker geworden ist. An der Oberkante des Displays erscheint nun aber eine schwarze Einbuchtung (Notch), in der sich die Kamera sowie ein Helligkeitssensor befinden. Die fällt einem aber schon nach wenigen Stunden nicht mehr auf.

Helleres Display, schärfere Kamera

Im Vergleich zum M1 bemerkt man beim M2 aber sofort die verbesserte Helligkeit des Displays, was die Arbeit im Freien erleichtert. In der Spitze werden 500 Nits erreicht statt 400 Nits beim M1. Im Gegensatz zu den neuen Macbook-Pro-Modell bietet das M2 allerdings kein HDR und keine dynamische Bildwiederholung mit bis zu 120 Hz („ProMotion“). Das ist der Unterschied zwischen einem sehr guten und einem hervorragenden Bildschirm.

Überfällig war das Upgrade der Webcam. Die Kamera bietet nun eine Auflösung von 1080p und ersetzt die 720p-Kamera des M1. Das Bild fällt zwar schärfer und natürlicher aus. Die Farben erscheinen aber immer noch etwas verwaschen.

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Neuer M2-Chip im Macbook

Auf der Platine im Innern des Macbook Air M2 werkelt nun die zweite Generation der Hauptchips von Apple. Der Unterschied zur Vorgängerarchitektur von Intel ist enorm. So läuft eine Videobearbeitung auf einem M2-Gerät bis zu 15 Mal schneller ab als auf einem Macbook Air mit Intel-Chip. Der Unterschied zum M1 fällt dann aber viel geringer aus. Das Basismodell des Macbook Air M2 ist nun mit acht Grafikkernen ausgestattet, die teureren Modelle besitzen zehn solcher Kerne.

Ob für Musikproduktion oder Videoschnitt: Die Leistungsreserven des Apple Macbook Air M2 sind enorm.

Ob für Musikproduktion oder Videoschnitt: Die Leistungsreserven des Apple Macbook Air M2 sind enorm.

In der Praxis heißt das: Man kann nicht nur 50 oder mehr Tabs ist seinem Browser geöffnet haben, ohne Performanceeinbußen hinnehmen zu müssen. Das M2 ist auch in der Lage, stundenlange 4K-Videos reibungslos zu verarbeiten. Mit einer Dauerbelastung wie dem Export eines aufwendigen 8K-Projekts in Final Cut kann man das MacBook Air M2 aber doch ein wenig in die Knie zwingen. Da das Gerät ohne Lüfter auskommt, drosselt hier das System bei Bedarf die Leistung stark herunter, um eine Überhitzung zu verhindern.

Das Fazit

Mit dem Macbook Air M2 hat Apple einen ausgesprochen gelungenen Laptop auf den Markt gebracht. Das Design wirkt frisch, man vermisst keine Anschlüsse mehr, der Bildschirm überzeugt. Und eine Akkulaufzeit von rund zwölf Stunden reicht selbst für den längsten mobilen Arbeitstag.

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Ins Grübeln kommt man nur beim Blick auf die Preisliste. Das einfachste Modell mit 8 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher (RAM) und 256 GB SSD-Speicher startet bei knapp 1500 Euro, das Ende der Fahnenstange bei Ausstattung und Preisen ist bei rund 3000 Euro erreicht.

Um auch Käuferinnen und Käufer mit kleinerem Budget anzusprechen, hat Apple aber das Vorgängermodell mit M1-Chip im Programm gelassen. Das ist ab knapp 1200 Euro aufwärts zu haben. Für viele Anwenderinnen und Anwender wird das völlig ausreichen, wenn man auf die Verbesserungen bei Display, Webcam und Anschlüssen verzichten kann oder will.

RND/dpa

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