Facebook zensiert Bild von Neptun-Statue

Der Neptunbrunnen (links) mit der Statue des römischen Wassergottes ist das Wahrzeichen Bolognas.

Der Neptunbrunnen (links) mit der Statue des römischen Wassergottes ist das Wahrzeichen Bolognas.

Bologna. Die Schriftstellerin Elisa Barbari hatte das Foto der antiken Neptun-Statue auf ihrer Facebookseite veröffentlicht, um damit für sich und ihre Heimatstadt zu werben, wie sie der britischen Zeitung "The Telegraph" erzählte.

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Daraufhin sei sie vom US-Unternehmen angeschrieben und darüber informiert worden, dass das Bild gegen die Richtlinien des sozialen Netzwerks verstoße und die Verwendung von nackten Körpern nicht erlaubt sei. Barabri reagierte empört. "Unser Neptun ist zu nackt? Verrückt!", schrieb sie auf ihrer Facebookseite.

Facebook bedauert den Fehler

Der Neptunbrunnen steht im Zentrum Bolognas. Er ist das Wahrzeichen der Stadt und wurde zwischen 1563 und 1566 von dem flämisch-italienischen Bildhauer Giovanni die Bologna erschaffen. In der Mitte des Brunnens steht eine 3,35 Meter hohe Statue Neptuns aus Bronze – der römische Wassergott ist nackt. „Wieso wird ein Kunstwerk zensiert?“, kritisiert Barbari im britischen „Telegraph“.

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Auf ihrer Facebook-Seite schrieb Elisa Barbari: „Ja zu Neptun, Nein zu Zensur“.

Auf ihrer Facebook-Seite schrieb Elisa Barbari: „Ja zu Neptun, Nein zu Zensur“.

Ein Facebook-Sprecher bedauerte später die Entscheidung und sprach von einem Fehler, wie der britische "Guardian" schreibt. Das Foto des Neptunbrunnens verstoße nicht gegen die Richtlinien des Unternehmens. Die Mitarbeiter bearbeiteten Millionen Fotos jede Woche. In "einigen Fällen" sperre Facebook Bilder zu Unrecht.

Im September 2016 hatte das Unternehmen das weltberühmte Foto aus dem Vietnam-Krieg zensiert. Die Aufnahme zeigt ein neunjähriges Mädchen, das nackt vor den Napalm-Angriffen der Amerikaner davon rennt. Norwegens größte Zeitung "Aftenposten" wehrte sich – Facebook gab nach.

Von RND/wer

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