Energiekrise

Kretschmer will längere Laufzeiten für Atomkraftwerke

Das DDR-Atomkraftwerk in Rheinsberg (Brandenburg).

Das DDR-Atomkraftwerk in Rheinsberg (Brandenburg).

Berlin. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken auf unbestimmte Zeit gefordert. „So lange die Bundesregierung kein neues Konzept für die Energiewende erarbeitet hat, müssen die Atomkraftwerke weiterlaufen“, sagte Kretschmer dem „Handelsblatt“

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(Montag). Der stellvertretende CDU-Vorsitzende erklärte die Energiewende in dieser Form für gescheitert. „Wir haben einen Punkt erreicht, an dem die Grundlastfähigkeit der Energie an ihre Grenzen gestoßen ist“, sagte Kretschmer der Zeitung. „Die Energiewende mit Gas als Grundlast ist gescheitert.“

Gas- und Strompreise seien eine Bedrohung

Der CDU-Politiker erklärte, bereits der vergangene Winter habe gezeigt, dass die Produktion aus Ökoenergien oftmals nicht ausreiche. Eine witterungsunabhängige Stromproduktion sei daher unabdingbar. Aus Sicht des Ministerpräsidenten ist es keine Alternative, einfach nur mehr Strom aus Wind und Sonne zu erzeugen. Die explodierenden Gas- und Strompreise seien inzwischen „eine Bedrohung“ für den Wirtschaftsstandort. „Wir brauchen eine Grundlastfähigkeit. Dazu

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Braunkohlekraftwerke anzuwerfen ist Wahnsinn“, meinte Kretschmer mit Blick auf deren CO2-Bilanz.

Auch andere Politiker von Union und FDP fordern längere AKW-Laufzeiten, um kurzfristig mögliche Stromengpässe im Winter im Zuge des Ukraine-Kriegs zu überbrücken. Vor allem die in der Ampel mitregierenden Grünen tun sich aber schwer mit dem Thema.

Von RND/dpa

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