Gartenratgeber

Volker Croys Gartentipps: Wie man das Ärgernis Sauerklee im Garten beseitigt

Sauerklee – dieser hier hat durch die Trockenheit ganz schön gelitten – ist für viele ein Ärgernis im Garten.

Sauerklee – dieser hier hat durch die Trockenheit ganz schön gelitten – ist für viele ein Ärgernis im Garten.

Dresden. Der rote Sauerklee ist für viele eine störende Pflanze im Garten. Sie lässt sich schwer bekämpfen und schleudert die Samen bis zu 70 cm weit weg, wenn die Samenschoten aufplatzen. Der Vorteil ist, dass die Pflanze sehr niedrig und anspruchslos wächst. Für Staudenbeete als Mulchpflanzung ist Sauerklee fast optimal. In Gemüsebeeten nur selten eine Konkurrenz.

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Letztens hatte mich eine Kleingärtnerin gefragt, was sie tun könne, denn der Klee dominiere das Staudenbeet und seit zehn Jahren bekomme sie ihn nicht los. Da gibt es mehrere Möglichkeiten: Zum einen: Jäten, jäten, jäten. Und zwar jede Woche einmal. Sind keine anderen Pflanzen in der Nähe, kann der Klee auch abgeflammt oder mit Heißwasser bekämpft werden. Der Bestand wird schnell einbrechen und da der Klee mehrere Generationen im Jahr hat, sind die Samen nicht lang keimfähig. Man muss diese Maßnahme nur zwei bis drei Jahre wöchentlich durchführen, um den Klee loszuwerden. Dünn Mulchen funktioniert nicht gut, da er als Waldpflanze gut im Mulch zurechtkommt, eine dicke Mulchschicht von acht bis zehn Zentimetern kann ihn aber gut unterdrücken.

Eine andere Unterpflanzung, die höher ist ( z.B. Salbei oder Lavendel + Kaskadenthymian) kann den Klee auch gut unterdrücken, denn ohne Licht verhungert er einfach.

Die einfachste Lösung wäre aber zu sagen: „Den mag ich“ und den Klee als Unterpflanzung zu erlauben, also dort, wo er gut gedeiht, einfach wachsen zu lassen. Denn eine Mulchpflanzung, auch aus Sauerklee, reduziert den Wasserverbrauch der Beete und unterdrückt andere Unkräuter. Was besser passt, muss jeder selbst entscheiden.

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Im Gurkengewächshaus auf hohe Luftfeuchtigkeit achten

Die Spinnmilbe „Rote Spinne“ tritt in den Gurkengewächshäusern bei geringer Luftfeuchte auf. Halten Sie Beete und auch Wege feucht, damit die Luftfeuchte nicht zu gering wird (<60 % = Spinnmilben). Entfernen Sie befallene Blätter aus dem Gewächshaus. Der Befall ist an unzähligen kleinen gelben Punkten und an insgesamt vergilbenden Blättern zu erkennen. Ein massiver Befall kann eine Pflanze in drei und einen Gewächshauspflanzenstand in acht Tagen töten, deswegen muss er unbedingt verhindert werden.

Auberginen nicht zu groß werden lassen

Die Früchte von Auberginen zügig ernten, denn die Pflanze setzt wenig neue Früchte an, wenn die alten noch am Strauch hängen. Lieber kleinere und mehr Früchte ernten, als wenige große.

Wintergemüse pflanzen und säen

Wintergemüse wie Winterendivien, Feldsalat, Kopfsalat oder Grünkohl können jetzt noch gepflanzt und gesät werden. Den Salat aber lieber in den Halbschatten pflanzen, denn bei der Hitze und Trockenheit gegenwärtig würde er schnell in die Höhe schießen.

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Gehölze gießen

Wenn eine Pflanze zu wenig Wasser hat und sich nicht mehr versorgen kann, bekommen erst alle Blätter zu wenig Wasser und schlappen. Schließlich werden nach und nach immer mehr Teile aufgegeben. Sie wechseln zu gelb und sterben dann ab. Bei Nadelgehölzen wechseln sie normalerweise gleich zu braun. Braune Bereiche bei einer Thuja deuten auf massiven Wassermangel hin. Auch bei der Linde zeigen solche gelben Bereiche, dass es massiv an Wasser fehlt, aber der Baum wird nicht als ganzer aufgeben.

Die braunen Bereiche an der Thuja deuten auf massiven Wassermangel hin.

Die braunen Bereiche an der Thuja deuten auf massiven Wassermangel hin.

Bei kleinen Gehölzen hilft es, einen Gießring anzulegen, mit Mulch zu füllen und dort einmal die Woche massiv zu wässern oder Tropfwassersäcke aufzustellen und diese zu befüllen. Diese geben das Wasser über einen längeren Zeitraum ab und ermöglichen so ein tiefes Eindringen der Feuchtigkeit in den Boden.

Gelblaubige Gehölze in den Halbschatten pflanzen

Die Blätter gelblaubiger Gehölze sind empfindlicher gegenüber Hitze, Kälte oder Zugluft. Sie sollten solche Pflanzen immer windgeschützt in den Halbschatten setzen, damit sie keine Blattverbrennungen bzw. braune Spitzen bekommen.

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Rotlaubige Pflanzen vertragen meist gut die Hitze und die Sonneneinstrahlung, da sie ganz normal grün sind und nur die rote Deckfarbe haben. Somit sind die Blätter gut versorgt, da sie voll Photosynthese betreiben. Wird es zu warm, werden sie aber von Rot zu rötlichem Dunkelgrün wechseln, da die Pflanzen sich durch das dunkle Rot schneller aufheizen und diese Farbe dann reduzieren.

Zierbaumtipps

Ein schöner Zierbaum ist die Japanische Kaisereiche (Quercus dentata). Sie wächst wie eine schöne knorrige Eiche, wird aber nur etwa halb so groß. Neben den exotisch aussehenden Eicheln sind vor allem die Blätter interessant. Sie werden riesig, oft größer als ein Handteller.

Ein weiterer schöner Baum ist die Eichenblättrige Blutbuche /Fagus silvatica ‚Rohani’) mit ihren roten, geschlitzten Blättern und ihrem eher kleinen (bis 10 m Höhe, normale Buche bis 25 m), dichten Wuchs bereichert sie jeden Garten. Im Vergleich zur Blutpflaume haben die rötlichen Blätter der Eichenblättrigen Blutbuche auch nicht so einen Lila-Stich.

Die Eichenblättrige Blutbuche Fagussilvatica 'Rohani' bereichert mit ihren roten, geschlitzten Blättern und ihrem eher kleinen (bis 10 m Höhe, normale Buche bis 25 m), dichten Wuchs den Garten. Wie alle Buchen bekommt sie Besuch von der Buchengallmücke, die längliche, rote Blattgallen verursacht. Auf dem roten Laub fallen sie aber weniger auf. Auch sollten Sie diese immer als Bereicherung für die Insektenvielfalt im Garten sehen.

Die Eichenblättrige Blutbuche Fagussilvatica 'Rohani' bereichert mit ihren roten, geschlitzten Blättern und ihrem eher kleinen (bis 10 m Höhe, normale Buche bis 25 m), dichten Wuchs den Garten. Wie alle Buchen bekommt sie Besuch von der Buchengallmücke, die längliche, rote Blattgallen verursacht. Auf dem roten Laub fallen sie aber weniger auf. Auch sollten Sie diese immer als Bereicherung für die Insektenvielfalt im Garten sehen.

Wie alle Buchen bekommt sie Besuch von der Buchengallmücke, die längliche, rote Blattgallen verursacht. Auf dem roten Laub fallen sie aber weniger auf. Auch sollten Sie diese immer als Bereicherung für die Insektenvielfalt im Garten sehen.

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Bestäuberinsekten fördern

Die Bestäuberleistung im Garten – wichtig für den Ertrag – erbringen nicht nur Honigbienen und Schmetterlinge, sondern primär Wildbienen, bestimmte Solitärwespen und Schwebfliegen. Deshalb sollte man dafür sorgen, dass diese Insekten im Garten immer etwas zu fressen finden.

Blumen für die Insekten sollten vor allem Nektar und Pollen liefern. Je vielfältiger die anfliegenden Insekten sind, desto besser ist die Blume für den Naturhaushalt. Staatenbildende Insekten wie Hummeln und Honigbienen fressen von fast allen Blüten, auch neue Pflanzen wie Indianernessel werden angeflogen. Am Sonnenhut sitzen oft auch ein paar Wildbienen oder Solitärwespen.

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Gefüllt blühende Rosen wie die farbwechselnde ‚Xenia’ sind ein schöner Hingucker, werden aber durch die Füllung kaum von Insekten besucht und blühen dadurch sehr lang. Ungefüllte Rosen wie die ‚Topolina’ – sie ist mit ihrer gelben Mitte und dem rosa Rand immer ein echter Hingucker – aber wird auch von den Insekten besucht und verblüht entsprechend schneller. Denn wenn die Blüte bestäubt wird, ist ihre Aufgabe erfüllt und sie stirbt ab. Wenn Sie dann aber schnell die verblühten Blüten entfernen, kommen vor allem bei neuen Sorten neue Blüten und die Rose kann den ganzen Sommer blühen. Ungefüllte oder nur halb gefüllte Blüten duften meist mehr als gefüllte und können den Garten allein durch den Duft aufwerten.

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Sedum Telephium-Hybride 'Karfunkelstein' – Dunkle Fetthenne - bietet Insekten im Spätsommer und Herbst Nahrung.

Sedum Telephium-Hybride 'Karfunkelstein' – Dunkle Fetthenne - bietet Insekten im Spätsommer und Herbst Nahrung.

Die große Fetthenne ist eine empfehlenswerte Blüten- und Trockenpflanze für den Herbst. Die Blütenstände ziehen Insekten bis in den Oktober an. Eine schöne Sorte ist die rotlaubige ‚Karfunkelstein’, die auch ein kräftiges Pink als Blütenfarbe hat und wenn sie nicht blüht, das Beet farblich bereichert.

Von Volker Croy

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