Gartenratgeber

Volker Croys Gartentipps: Jetzt ist die optimale Zeit zum Pflanzen

Blätter und Früchte des ’gemeinen Schneeballs’ (Viburnum opulus)

Blätter und Früchte des ’gemeinen Schneeballs’ (Viburnum opulus)

Dresden. Jetzt ist die optimale Zeit, um Bäume, Sträucher und Stauden zu pflanzen.Der heiße, trockene Sommer hat den Boden gut aufgeheizt, jetzt regnet es viel und es ist kühler. Das Anwachsen richtet sich wie das gesamte Pflanzenwachstum nach der Bodentemperatur, der Wasserverbrauch nach der Verdunstung. Bei feuchtem Wetter kann sich die Pflanze auf das Wurzelwachstum konzentrieren, das im warmen Boden gut vorangeht. In einem trockenen Frühjahr wie diesem war es andersherum: Da war der Boden noch kalt vom Winter, aber schon sehr trocken – das Anwurzeln ging schlecht voran. Die Pflanze bekam bei schlechter Wurzelentwicklung Trockenstress.

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Schutz gegen Wühlmäuse nicht vergessen

Achten Sie beim Auspflanzen darauf, die Ballen empfindlicher Pflanzen wie Obstgehölze, Hainbuche und Blumenzwiebeln gegen Wühlmäuse zu schützen. Optimal eignet sich dafür feinmaschiger Draht. Nutzen Sie eine Maschenweite von maximal 13 mm. Die große Schermaus passt bei etwas höheren Maschenweiten zwar noch nicht hindurch, aber Jungtiere der kleineren Feldmaus schon.

Pflanzen nach Herbstfärbung auswählen

Es gibt von verschiedenen grünlaubigen Pflanzen wundervolle Herbstfärbungen. Der Fächerahorn mit seinem kräftigen Rot gehört dazu. Die Blätter bekommen diese wundervolle Herbstfärbung. Wenn Sie jetzt in einer Baumschule umherstreifen und nach pflanzbaren Pflanzen für den Garten schauen, können Sie die Pflanzen auch nach dem Herbstlaub auswählen. Die Bartblume (Caryopteris) ist eine schöne Herbstpflanze und ein Magnet für Bienen und Schmetterlinge. Aber den Rest des Jahres ist sie eher langweilig mit einem gräulich-grünen Laub. Es gibt aber auch neue, panagierte Züchtungen mit Gelbgrün oder auch in weißgrün.

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Der Fächerahorn bietet im Herbst kräftig rotes Laub.

Der Fächerahorn bietet im Herbst kräftig rotes Laub.

Der bunte Eidechsenschwanz (Houttuynia cordata 'Chameleon') ist ein kriechender Bodendecker, der mit einem herrlichen Farbspiel der Blätter aufwartet. Die normalerweise im Sumpf heimische Pflanze, kann auch den Garten bereichern. Hauptsächlich wird sie zur Unkrautunterdrückung eingesetzt, aber sie kann weit mehr. Was nicht allen bekannt ist: Eidechsenschwanz ist eine Gemüsepflanze, die in Asien gegessen wird. Dort kommen sowohl das Rhizom als auch die Blätter gegart auf den Teller. Junge Blätter werden auch roh gegessen und liegen geschmacklich irgendwo zwischen Koriander und Orange. Medizinisch gibt es erste Studien zur anti-viralen Wirkung der Pflanze

Mehr und mehr zum Problem wird der Haselnussbohrer. Um ihn zu bekämpfen, werden in der Regel alle Haselnusssträucher periodisch abgesägt. Hilfreich ist aber auch die Pflanzung unbefallener Haselnüsse. Die Sorte „Hallesche Riesen“ hat so dicke Schalen, dass die Larve des Käfers sich nicht hindurch fressen kann und die Früchte nicht befallen werden.

Wie umgehen mit Drehwurzeln?

Manchmal will eine Pflanze einfach keine Wurzeln in den Boden schieben, selbst nach einem Jahr ist noch kein nennenswerter Bodenkontakt da, und die Pflanze wächst schlecht. Dann ist es sinnvoll, die Wurzelbasis freizulegen und nachzuschauen, woran es liegen kann.

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Solche Knoten im Wurzelwerk von Pflanzen verhindern oft, dass sie richtig anwachsen.

Solche Knoten im Wurzelwerk von Pflanzen verhindern oft, dass sie richtig anwachsen.

Wenn Sie einen Knoten wie im Bild finden, dann ist das eine Drehwurzel. Diese Pflanze war zu lange in einem Topf, weshalb die Wurzel die Wuchsrichtung geändert hat. Dieser Lerneffekt hält auch nach dem Umpflanzen an. Die einzige Abhilfe ist, dieses Geflecht aufzudröseln oder – wenn nicht anders möglich – aufzubrechen, damit die Pflanze wieder neue Wurzeln bildet und diese in den Boden schieben kann.

Deshalb ist es immer wichtig, die Ballen von Bäumen oder Sträuchern, die Sie auspflanzen wollen, aufzubrechen oder falls es nicht geht, aufzuschneiden. Pflanzen mit Drehwurzeln wachsen schlecht, leiden schnell an Trockenheit und haben langfristig eher wenig gute Chancen.

Außer Rasen und Rhododendron nicht mehr viel düngen

Rhododendronblüten im Herbst zu düngen, ist wichtig. Es sollte Rhododendron-Spezialdünger sein, andere Dünger reduzieren meist nur die Frosthärte und erhöhen so die Blütenverluste. Rhododendron nimmt den Dünger jetzt noch auf und investiert ihn in die Blüten, die dadurch im Folgejahr größer werden.

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Auch der Rasen kann jetzt noch gedüngt werden. Vorzugsweise mit einem kaliumreichen Dünger, der die Frosthärte erhöht. Das ermöglicht dem Rasen jetzt nochmal, Reserven für den Winter aufzubauen. Der Dünger verursacht auch beim Rasen zwar eine reduzierte Frosttoleranz der oberirdischen Pflanzenteile, aber da die Halme sowieso abfrieren werden, ist das nicht so schlimm.

Andere Pflanzen sollten Sie jetzt nicht mehr düngen, denn die eben erwähnte reduzierte Frosthärte sorgt für unnötige Verluste von Jungtrieben.

Stammausschlag bei Ziergehölzen

Der Stammausschlag bei Ziergehölzen ist meist die Unterlage bei Kopfveredelten Gehölzen. Diese sind meist nicht so schön und sollten entfernt werden. Es gibt aber auch Ausnahmen. Oft sind zum Beispiel Sorten des Fächerahorn auf grünlaubigen Fächerahorn veredelt. Wenn Sie dort kurze Stammaustriebe zulassen, kann sich das Farbspiel erweitern.

Stammaustrieb ist nicht immer gern gesehen, kann aber das Farbspiel erweitern.

Stammaustrieb ist nicht immer gern gesehen, kann aber das Farbspiel erweitern.

Entscheiden Sie selbst, ob sie Stammaustriebe zulassen. Die Angst, dass der Stammaustrieb dazu führt, dass der gut angewachsene Edeltrieb abgestoßen wird, ist unberechtigt.

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Blüten zurückschneiden, Blätter nicht

Im Garten werden nun die ersten Wintervorbereitungen getroffen. Die Blüten und Fruchtstände werden entfernt, damit die Pflanzen ihre Kraft in die Wurzel stecken und nicht in die Samen. Oft werden sie auch zurückgeschnitten und die Blätter entfernt. Das ist nicht nötig oder sogar kontraproduktiv. Die Pflanzen nutzen ihre eigenen, abgefallenen Blätter als Mulchschicht, um den Boden gegen tief eindringende Fröste zu schützen. Und die Stiele schützen die Blätter vor Verwehung und fangen neues Laub. Wenn Sie es erdulden, sparen Sie Arbeit und den Pflanzen gelingt es besser zu überwintern. Vor allem bei frisch gepflanzten Stauden und empfindlichen Kulturen wie dem großblütigen Sumpfhibiscus ist diese Taktik am besten geeignet.

Buchengallwespe bildet harmlose Zysten an Buchenblättern

Überall an Buchenblätter sind so kleine Zysten zu sehen. Diese sind erstaunlich hart, wie Holz, das aus Blattgewebe wächst. Aufgeschnitten sind die Larven einer Gallwespe zu finden. Diese Zysten sind jedoch insgesamt harmlos und können ignoriert werden.

Kleine Zysten an

Kleine Zysten an

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Von Volker Croy

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