Nebenkostenindex: Die 30 größten Städte im Deutschland-Vergleich

Zwischen den Nebenkosten in Bochum und München gibt es mehr als 500 Euro Differenz.

Zwischen den Nebenkosten in Bochum und München gibt es mehr als 500 Euro Differenz.

Wasserverbrauch, Abwasserentsorgung, Müllabfuhr, Strom und Heizung – all das muss neben der regulären Miete noch eingerechnet werden. Im Vergleich des Vermietungs- und Hausverwaltungsservices Home liegen Deutschlands größte Städte da um einiges auseinander.

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Während in Deutschlands teuerster Stadt München die Nebenkosten mit insgesamt 1849 Euro tatsächlich am niedrigsten liegen, müssen Mieter in Bochum mit durchschnittlich 2385 Euro am meisten berappen. Ein Unterschied von mehr als 500 Euro jährlich.

Die regional doch teils starken Unterschiede dürften viele überraschen, sollten die Kosten für Wasser, Strom, Heizung und Müllabfuhr in Deutschlands Großstädten doch eigentlich recht ähnlich sein.

Deutschlands 30 größte Städte im Nebenkostenvergleich

Platz

Stadt

Ø Nebenkosten

1

Bochum

2385 Euro

2

Aachen

2381 Euro

3

Braunschweig

2362 Euro

4

Essen

2351 Euro

5

Wuppertal

2348 Euro

6

Köln

2345 Euro

7

Bielefeld

2294 Euro

8

Mannheim

2292 Euro

9

Hamburg

2274 Euro

10

Münster

2269 Euro

11

Düsseldorf

2260 Euro

12

Dortmund

2242 Euro

13

Karlsruhe

2221 Euro

14

Duisburg

2218 Euro

15

Kiel

2215 Euro

16

Stuttgart

2200 Euro

17

Chemnitz

2171 Euro

18

Hannover

2157 Euro

19

Dresden

2146 Euro

20

Frankfurt a. M.

2131 Euro

21

Gelsenkirchen

2125 Euro

22

Leipzig

2123 Euro

23

Wiesbaden

2120 Euro

24

Mönchengladbach

2096 Euro

25

Augsburg

2095 Euro

26

Bremen

2077 Euro

27

Bonn

2008 Euro

28

Nürnberg

1952 Euro

29

Berlin

1910 Euro

30

München

1849 Euro

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Die Kosten für Trinkwasser und Entsorgung, Heizung, Strom und Müllabfuhr wurden durch Home anhand von Durchschnittswerten (laut Statistischem Bundesamt) für einen Zwei-Personen-Haushalt und mit dem günstigsten Angebot des örtlichen Anbieters beziehungsweise Stadtversorgers sowie dem Vergleichsportal Verivox berechnet.

Kosten für Müllabfuhr weisen größte Unterschiede auf

Mehr als 400 Euro von der gesamten Differenz von 536 Euro kommen allein durch die regional stark abweichenden Müllgebühren zustande. Laut Nebenkostenindex fallen in Köln jährlich rund 565 Euro für die städtische Müllentsorgung an, dicht gefolgt von Düsseldorf auf Platz zwei mit jährlichen Abgaben von etwa 547 Euro. Platz drei belegt Bochum mit 441 Euro. Am anderen Ende der Liste sind die Abfallgebühren in Nürnberg mit 154 Euro pro Jahr zu finden.

Das kommt vor allem durch unterschiedliche Leistungen zustande. In Nürnberg oder Bonn müssen Mieter zum Beispiel nur für die Entsorgung des Restmülls zahlen – Bio-, Plastik- und Papiermüll wird kostenlos abgeholt.

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Zu ähnlichen Ergebnisse kam auch das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) in einer vom Eigentümerverband Haus & Grund beauftragten Auswertung in 2019. Im Müllgebührenranking hatten sie Deutschlands 100 größte Städte verglichen. Am weitesten auseinander lagen hier Flensburg und Leverkusen. Eine Familie mit zwei Kindern musste in Flensburg laut Untersuchung für einen siebentägigen Vollservice pro Jahr 142,68 Euro zahlen. In Leverkusen hingegen waren es 819,85 Euro für einen siebentägigen Teilservice – also mehr als das Fünffache für weniger Service. Bei den durchschnittlichen Müllgebühren liegen die beiden Städte um 647,48 Euro auseinander (123,31 Euro gegenüber 770,79 Euro).

Verbraucherschützer bemängeln beinahe regelmäßig die stark unterschiedlichen Strukturen sowie mangelnde Vergleichbarkeit und Auswahlmöglichkeit. Mülltrennung, Größe von Tonnen, Abholintervalle, Müllmengen, Abholort und vieles mehr wirken sich auf die Preise aus. Auffällig: In beiden Auswertungen gibt es im Ruhrgebiet eine Ballung an hohen Abfallgebühren.

Köln hat günstiges Wasser, Hamburg teuren Strom

Auch in anderen Bereichen sind Unterschiede erkennbar – wenn auch nicht in den Ausmaßen wie bei der Abfallentsorgung. Beim Wasserverbrauch kommen Kölner (228 Euro jährlich) am günstigsten weg. Tiefer in die Tasche greifen müssen Mieter in Chemnitz (494 Euro pro Jahr), Mönchengladbach (481 Euro) und Essen (458 Euro) auf den Plätzen eins bis drei.

Bei Strom kommt Köln hingegen weniger günstig davon. Hamburg liegt mit 860 Euro jährlich auf dem vordersten Rang, gefolgt von Köln mit 854 Euro. Am günstigsten ist Strom in Hannover (697 Euro jährlich), Bonn (714 Euro) und Wuppertal (840 Euro).

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