Rosen pflanzen, Stauden teilen, Kürbisernte

Der Garten im Oktober: Was jetzt zu tun ist

Ein sonniger und trockener Tag ist ideal, um Kürbis zu ernten.

Ein sonniger und trockener Tag ist ideal, um Kürbis zu ernten.

Der Gedanke an die nächste Saison mag angesichts der kürzeren und kühleren Tage abwegig scheinen. Im Garten steckt dahinter aber mehr als bloße Sehnsucht: Wer derzeit Tulpen- und Narzissenzwiebeln steckt, stellt die Weichen für einen farbenfrohen Frühling. Auch für viele Stauden und Gehölze ist in diesen Wochen ein idealer Zeitpunkt zum Pflanzen. Ebenfalls empfehlenswert: ein herbstlicher Ausflug in eine gut sortierte Staudengärtnerei. Im schräg stehenden Licht der Sonne leuchten die Blütenstände und Halme hoher Ziergräser mit späten Stauden wie der Herbst-Anemone um die Wette. Diese Spätzünder ziehen zwar besser im Frühling in den Garten um – auf den Wunschzettel kommen sie aber schon jetzt: Damit Sie wissen, was Ihnen gefällt und was Sie im März und April pflanzen möchten.

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Stauden teilen

Einige Staudenarten werden alle drei bis vier Jahre durch das Teilen nicht nur vermehrt, sondern zeigen sich in der nächsten Saison dann wieder blühfreudiger. Grundsätzlich ist diese Pflege auch im Frühling möglich. Im Herbst wird das vor allem bei jenen Arten erledigt, die bereits im Sommer geblüht haben: Die Wurzelballen von Wiesen-Storchschnabel, Bart-Iris oder Feder-Nelken lassen sich derzeit gut mit der Grabegabel aufnehmen, teilen und wieder neu pflanzen. Späte Blüher, wie die Astern, werden hingegen erst im Frühjahr geteilt.

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Kürbisse vor dem ersten Frost ernten

Die typischen Herbstfrüchte lassen sich entspannt ernten: Kürbisse sind viele Wochen lang haltbar und müssen nicht schnell verarbeitet oder gar eingekocht werden. Immer vorausgesetzt, sie konnten ausreifen und wurden vor dem ersten Frost nach drinnen geholt. Ob ein Kürbis reif ist, erkennen Sie daran, dass der Stiel trocken und verkorkt ist. Ein sonniger und trockener Tag ist ideal, um die Früchte zu ernten. Schneiden Sie den Kürbis mit einem möglichst langen Stück vom Stiel von der Pflanze ab und lagern Sie die Früchte zunächst für rund zwei Wochen bei Zimmertemperatur. Danach werden die Kürbisse etwas kühler bei rund 15 Grad an einem trockenen Platz, zum Beispiel in einem Holzregal, aufbewahrt. Nicht voll ausgereifte oder verletzte Früchte sind zwar nicht lange haltbar, können aber in der Küche ähnlich wie Zucchini verarbeitet werden. Sie werden ebenfalls vor dem ersten Frost geerntet.

Gartenteich abdecken

Herbstlaub wird oft als Problem gesehen, kann aber für viele Zwecke genutzt werden: Ob als Winterschutz für empfindliche Pflanzen oder kompostiert als wertvoller Humus. Im Teich sind die Blätter allerdings unerwünscht, da sie das Wasser mit Nährstoffen anreichern und damit das Algenwachstum beschleunigen. Wenn Sie bereits Anfang des Monats ein engmaschiges Netz über den Teich spannen, fangen Sie das Laub ab und verhindern, dass es auf die Wasseroberfläche gelangt. Alternativ können Sie auf dem Teich schwimmende Blätter auch mit einem Kescher abschöpfen. Damit möglichst wenig Laub auf den Teichgrund absinkt, erledigen Sie dieses Ritual am besten jeden Tag. Die Mühe lohnt sich, da zersetzende Blätter dem Wasser Sauerstoff entziehen und die Wasserqualität beeinträchtigen würden.

Knoblauch stecken

Nach den Sommermonaten sind die Gemüsebeete ganz oder teilweise abgeerntet. Nutzen Sie den frei gewordenen Platz doch für den Anbau von Knoblauch. Wenn Sie die Zehen im Herbst statt im Frühling stecken, bilden sie noch vor dem Winter erste Wurzeln und Sie können die Knollen früher ernten. Suchen Sie einen sonnigen Platz im Gemüsebeet für die Pflanzen aus. Ein abgeerntetes Kartoffelbeet ist ideal, weil hier die Erde besonders locker und feinkrümelig ist. Da Knoblauch nicht viel Platz braucht, müssen Sie ihm kein ganzes Beet reservieren, sondern können ihn auch zu bestehenden Kulturen wie zum Beispiel Erdbeerpflanzen setzen. Stecken Sie die Zehen rund fünf Zentimeter tief in Reihen und mit einem Abstand von circa 15 Zentimeter zueinander. Wenn Sie so pflanzen, behalten Sie den Überblick, und Sie können den Knoblauch leichter mit anderem Gemüse kombinieren. Im Frühling können Sie in die Nachbarreihen zum Beispiel Salatsetzlinge pflanzen.

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Rosen pflanzen

Der Herbst gilt als ideale Pflanzzeit für Gehölze. Besonders günstig sind ab Oktober die Rosen: Ab diesem Monat verkaufen viele Rosenschulen ihre Sorten nicht nur im Topf, sondern wurzelnackt, also ohne Erde. Diese Rosen sind nicht nur preiswert, sondern wachsen gut an, und sie sind auch per Versand erhältlich. Vor dem Pflanzen werden die Wurzeln der Rosenstöcke mit der Gartenschere leicht eingekürzt für rund eine Stunde in einen Eimer mit Wasser gestellt, damit sie sich vollsaugen können. Wie immer bei Rosen gilt auch im Herbst: Die empfindliche Veredelungsstelle sollte nach der Pflanzung rund fünf Zentimeter unterhalb der Erde liegen. Sie können sich nicht für eine Sorte entscheiden? Dann achten Sie auf Züchtungen, die den Garten auch im Herbst schmücken. Die Sorte Bourgogne trägt besonders schöne, bordeauxrote Hagebutten. American Pillar wiederum überrascht nach der Blüte im Sommer mit leuchtend rotem Herbstlaub.

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