Das brauchen Pflanzen im Sommer

Garten im August: die Stunde der Sonnenanbeter

Damit Zucchini nicht zu Keulen heranwachsen, sollte man sie möglichst regelmäßig pflücken.

Nicht nur Gartenarbeit, auch ein Essen mit Freunden macht im Sommer abends mehr Freude, wenn es am Sitzplatz lau statt heiß ist. Die Tomaten dafür schmecken am besten, wenn sie den ganzen Tag über Sonne getankt haben und ebenfalls erst gegen Abend geerntet werden. Da sie sehr tiefe Wurzeln bilden, müssen Sie Tomaten nur selten gießen – es sei denn, sie wachsen im Topf. Wie bei allen Pflanzen in Gefäßen gehört das Gießen auch in diesem Monat weiterhin zur täglichen Routine. Wenn Sie sich dabei das Bücken oder Strecken sparen möchten, nutzen Sie einen Gießstab, der sich an den Schlauch koppeln lässt. Damit erreichen Sie hohe Blumenampeln ebenso wie auf dem Boden stehende Töpfe und Sie wässern direkt auf die Erde, statt über die Blätter zu brausen.

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Zucchini oft ernten

Nach den ersten Früchten im Juli weicht die Euphorie manchmal Stirnrunzeln und es scheint zu viel des Guten. Besonders berüchtigt sind die zu riesigen Keulen herangewachsenen Zucchini, die zwar essbar, aber oftmals kein Genuss sind. Pflücken Sie Ihre Pflanzen am besten täglich durch und genießen Sie kleine und dafür viele Zucchini. Falls Sie verreisen, entfernen Sie vor einer Reise alle weiblichen Blüten, damit sie während Ihrer Abwesenheit nicht zu riesigen Früchten heranreifen. Für die Biotonne sind die Blüten übrigens zu schade: Mit Frischkäse gefüllt oder pur werden sie in Olivenöl gedünstet mit etwas Salz und Pfeffer zur köstlichen Vorspeise. Wer nicht verreist und Zucchini ernten möchte, verwendet dafür nur die männlichen Blüten, die keinen Fruchtansatz haben.

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Saatgut sammeln

Trockene Sommertage sind ideal für die Ernte der Blumensamen. Jungfer im Grünen (Nigella damascena), Schmuckkörbchen (Cosmos bipinnatus) oder Ringelblumen (Calendula officinalis) versamen sich problemlos selbst und vagabundieren durch den Garten. Die Vermehrung durch Selbstaussaat ist ideal, da die Arten an den für sie günstigen Standorten keimen und dort meist bestens gedeihen.

Trotzdem ist es gut, einen kleinen Vorrat selbst zu ernten. So können Sie im Frühjahr zusätzlich noch einige Blumen gezielt dort säen, wo Sie möchten. Außerdem sind die kleinen Körnchen ein persönliches Mitbringsel für alle Freunde, die selbst gerne gärtnern. Schneiden Sie die Samenstände ab, wenn sie völlig trocken sind, und legen Sie diese kopfüber in kleine Papiertüten. Dort können sie noch ein wenig nachtrocknen. Manchmal lösen sich die Samen von alleine vom Rest der Pflanze oder rieseln aus den Kapseln. Wenn nicht, helfen Sie mit den Fingern ein wenig nach. In kleinen Schraubgläsern bleiben die Samen an einem trockenen, dunklen Ort keimfähig und können bei Bedarf in Samentütchen zum Verschenken portioniert werden.

Dahlien schneiden

Mit ihrer Vielfalt an Farben und Formen gehört die aus Mexiko stammende Sommerblume zu den Hinguckern im Sommergarten. Wenn Sie Abgeblühtes regelmäßig entfernen, bilden Dahlien bis zum Frost unermüdlich neue Knospen. Statt abzuwarten, bis eine Blüte verwelkt ist, können Sie voll aufgeblühte Triebe auch für die Vase schneiden. Vorher ergibt es keinen Sinn, da sich Dahlienknospen in der Vase nicht mehr öffnen. Egal ob verblüht oder in voller Schönheit für die Vase: Schneiden Sie den Stängel direkt über einem Blattpaar an der Pflanze ab. Aus den Blattachseln entwickeln sich neue Triebe.

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Petersilie säen

Von diesem zweijährigen Küchenkraut kann man gar nicht genug haben. Falls die Aussaat im Frühjahr nicht geklappt hat, säen Sie die Petersilie doch mal im August. Oft keimen die Samen im Sommer besser. Wählen Sie einen halbschattigen Standort im Garten aus, geben Sie etwas reifen Kompost auf die Erde und harken Sie ihn als feine Krümel unter. Statt ins Beet können Sie die Petersilie auch in mit Anzuchterde gefüllte Schalen oder Töpfchen säen und später in die dann frei gewordenen Beete auspflanzen. Mit etwas Laub oder Reisig abgedeckt, überwintern die Pflanzen draußen und treiben im Frühling durch.

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