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Semperopernball Dresdner Semperopernball: Impresario Frey entschuldigt sich
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18:16 29.01.2020
Hans-Jochaim Frey Quelle: Archiv
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Dresden

Nach der umstrittenen Preisvergabe eines St. Georgs Ordens an den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi beim diesjährigen Semperopernball in Dresden rudert Ball-Chef Hans-Joachim Frey nun zurück. In einer Stellungnahme teilte der Impressario mit, der Semper Opernball e.V. würde die Kritik und die vorgebrachten Argumente sehr ernst nehmen.

„Uns sind die entstandenen Irritationen bewusst und wir bedauern sie von Herzen. Wir möchten uns für diese Preisverleihung entschuldigen und davon distanzieren. Die Verleihung war ein Fehler“, so Frey. Es stehe außer Zweifel, dass der Semperopernball für kulturelle Vielfalt genauso steht wie für Meinungs- und Pressefreiheit. Die Preisverleihung werde keinerlei Rolle auf dem kommenden Ball spielen. „Sie wird weder in Wort noch im Bild im Programm des Semperopernballs oder im Fernsehen stattfinden“, kündigte der künstlerische Leiter an.

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Selbstverständnis als Kulturbotschafter überdenken

„Wir nehmen die Debatte zum Anlass, über unser Selbstverständnis als Kulturbotschafter und wie man dieses ausgestaltet und lebt nachzudenken und werden dazu auch das Gespräch mit unseren Freunden und Partnern suchen“, erklärt Frey.

Zuvor hatten bereits die beiden geplanten Moderatoren des Balls, Tagesschau-Sprecherin Judith Rakers und Sänger Roland Kaiser, Konsequenzen angekündigt.

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Von DNN