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Wellbrock missfällt Unruhe im Deutschen Schwimm-Verband

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Olympia 2016
14:38 10.04.2021
Missfällt die Unruhe im Verband: Schwimm-Weltmeister Florian Wellbrock.
Missfällt die Unruhe im Verband: Schwimm-Weltmeister Florian Wellbrock. Quelle: Bernd Thissen/dpa
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Es ist schade, dass der Verband im olympischen Jahr jetzt so viel Unruhe schafft – damit meine ich nicht den Missbrauchsskandal, sondern das, was daraus folgte", sagte der Doppel-Weltmeister in einem Interview der "Welt".

"Mein Trainer Bernd Berkhahn hat zusätzliche Arbeit, was man ihm phasenweise auch anmerkt, weil er einfach mehr an seine Grenze kommt als sonst. Dennoch fängt er das meiner Meinung nach super auf, ist am Beckenrand immer für uns da und lässt sich auch nicht kleinkriegen. Aber im Großen und Ganzen muss man sich fragen, ob man das den Sportlern ausgerechnet in einem olympischen Jahr antun muss", führte der 23 Jahre alte Magdeburger aus.

Der DSV hatte in diesem Jahr Leistungssportdirektor Thomas Kurschilgen freigestellt. Der verpflichtete Nachfolger wurde nach seiner Vorstellung einen Tag später doch nicht ins Amt befördert. In einem kritischen Brief an Präsident Marco Troll und den DSV-Vorstand sprechen sich unter anderen Athletensprecherin Sarah Köhler, die die Verlobte von Wellbrock ist, und die beiden Bundestrainer Berkhahn und Hannes Vitense für eine Rehabilitierung von Kurschilgen aus. Sollte dies nicht zeitnah möglich sein, schlagen sie den dreimaligem Olympiasieger Michael Groß als Interimslösung für den Posten vor.

Wellbrock würde mehr Informationen durch den DSV begrüßen. "Wir bekommen tatsächlich recht wenig mit, da würde ich mir ein bisschen mehr Transparenz wünschen und dass Entscheidungen, die getroffen werden, offen und ehrlich mit allen kommuniziert werden, insofern das möglich ist", sagte der gebürtige Bremer.

© dpa-infocom, dpa:210410-99-152032/3

dpa