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Wellbrock gewinnt EM-Bronze - Hausding baut Rekordmarke aus

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Olympia 2016
20:58 13.05.2021
Wellbrock kam im Freiwasser-Rennen über zehn Kilometer zu EM-Bronze.
Wellbrock kam im Freiwasser-Rennen über zehn Kilometer zu EM-Bronze. Quelle: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa
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Budapest

Doppel-Weltmeister Florian Wellbrock hat sich zwei Monate vor den Olympischen Spielen schon mal über eine EM-Medaille freuen können.

Am Tag des nächsten Golds von Wassersprung-Rekordeuropameister Patrick Hausding schlug Wellbrock in Budapest nach langer Führung im Freiwasser-Rennen über zehn Kilometer als Dritter an. Das spannende Finish war ein Vorgeschmack auf den harten Medaillenkampf, auf den sich Wellbrock bei den Sommerspielen in Tokio einstellen muss. Für den Deutschen Schwimm-Verband war es das vierte Edelmetall der Titelkämpfe in Ungarn, dem Hausding und Lars Rüdiger am Abend mit Gold im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett eindrucksvoll das fünfte folgen ließen.

"Mit der Bronzemedaille kann man ganz zufrieden sein", sagte Wellbrock. "Wir wollen hoffen, dass es jetzt positiv weitergeht." Der Titel ging mit klarem Vorsprung an Gregorio Paltrinieri. Der Italiener hatte schon über fünf Kilometer gesiegt und ist auch im Becken einer der härtesten Rivalen von Wellbrock. Wie Paltrinieri gewann auch Olympiasiegerin Sharon van Rouwendaal (Niederlande) nach den fünf auch über die zehn Kilometer.

Nach Platz neun über fünf Kilometer, als Wellbrock noch auf den dann am Donnerstag getragenen Neoprenanzug verzichtet hatte, schwamm der Magdeburger über die olympische Zehn-Kilometer-Strecke lange an der Spitze, auf der Schlussrunde büßte er zwei Plätze ein.

"Ich bin sehr viel vorne geschwommen, weil ich mich hinten nicht so richtig im Pulk zurechtgefunden habe", sagte Wellbrock. "In der letzten Runde wurde es recht spannend, weil der Italiener und der Franzose vorne weg sind." Er darf den starken Auftritt im 17,1 Grad kalten Wasser für Tokio als Mutmacher nehmen. In Japan erwarten die Freiwasser-Asse bei hohen Temperaturen gänzlich andere Bedingungen.

Der 23-jährige Wellbrock ist im Becken und im Freiwasser der große Hoffnungsträger der deutschen Schwimmer. Bei den Wasserspringern will der 32 Jahre alte Routinier Hausding in rund zwei Monaten glanzvoll bei seinen vierten und letzten Spielen von der Olympia-Bühne abtreten. Die Auftritte des nun 17-maligen Europameisters in Ungarn sind in jedem Fall schon mal vielversprechend.

"Olympia ist ein Riesen-Meilenstein", sagte Hausding in Budapest. Am Mittwochabend hatte der Berliner in der nicht-olympischen Konkurrenz vom Ein-Meter-Brett seine insgesamt 35. Medaille bei Europameisterschaften bejubelt. "Meine 16. Goldmedaille - das klingt ein bisschen surreal", sagte Hausding. Einen Tag später legte er mit dem sieben Jahre jüngeren Rüdiger sogar nochmal nach und triumphierte in einer olympischen Diszplin.

Bis zum Wochenende gibt es weitere Chancen für den Serienchampion. "Mit seiner Medaillenhamsterei ist er unersättlich", sagte Bundestrainer Lutz Buschkow.

Um Medaillen geht es für die Synchronschwimmerinnen Marlene Bojer und Michelle Zimmer bei der EM nicht. Das neu zusammengestellte Duett will sich für die Olympia-Qualifikation in einem Monat in Barcelona in Form bringen. Die Technische Kür in Budapest beendete das Duo aus München und Berlin mit 82,6499 Punkten auf Platz zehn. "Wir sind auf einem guten Weg und können uns bis zur Olympia-Qualifikation in vier Wochen weiter steigern", sagte Bojer.

© dpa-infocom, dpa:210513-99-585888/4

dpa