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Trotz Protesten: IOC-Chef Bach besucht Hiroshima

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Olympia 2016
09:21 14.07.2021
Reist doch trotz Proteste nach Hiroshima: IOC-Präsident Thomas Bach.
Reist doch trotz Proteste nach Hiroshima: IOC-Präsident Thomas Bach. Quelle: -/kyodo/dpa
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Tokio

Die Sommerspiele werden am 23. Juli eröffnet.

Hiroshima war zum Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 von einer amerikanischen Atombombe zerstört worden. Eine Bürgergruppe hatte Bach vorgeworfen, Hiroshimas Rolle als Botschafter des Weltfriedens zu missbrauchen und die Regierung zur Absage des Besuchs aufgefordert.

Mehr als 50.000 unterzeichnen Online-Petition

Eine Online-Petition gegen Bachs Besuch wurde bis Mittwoch von mehr als 50.000 Menschen unterzeichnet. Ungeachtet dessen teilten die Olympia-Organisatoren mit, der IOC-Chef werde im Friedenspark auch das Museum, das die Auswirkungen des Atomwaffeneinsatzes dokumentiert, besuchen. Er wird von Japans Organisationschefin Seiko Hashimoto begleitet. Zeitgleich reise der Chef der Koordinierungskommission des IOC, John Coates, nach Nagasaki und werde das dortige Atombombenmuseum und die Friedens-Gedächtnishalle besuchen, hieß es.

Von den damals 350.000 Bewohnern Hiroshimas waren beim Abwurf der amerikanischen Atombombe am 6. August 1945 auf einen Schlag schätzungsweise mehr als 70.000 Menschen ums Leben gekommen; bis Ende Dezember 1945 lag die Zahl schon bei 140.000.

Drei Tage nach Hiroshima zündeten die USA eine zweite Atombombe über Nagasaki im Süden. Bis zum Dezember 1945 starben dort weitere 70.000 Menschen. Kurz danach kapitulierte das japanische Kaiserreich. Hiroshima ist heute eine Großstadt und weltweites Symbol für Krieg - und Frieden.

© dpa-infocom, dpa:210714-99-375819/2

dpa