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Olympia-News "Alle geregelt": Rauhe peilt Tokio 2021 an
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Ronald Rauhe setzt Karriere fort: "Alles geregelt"

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Olympia 2016
12:12 23.07.2020
Will seine Karriere fortsetzen: Ronald Rauhe. Quelle: Soeren Stache/dpa
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Potsdam

Die Fortsetzung der Karriere ist gesichert, die Form stimmt auch noch mit 38 Jahren - nur die Einschulung seines Sohnes Til im kommenden Jahr bereitet Kanu-Olympiasieger Ronald Rauhe Kummer. "Das ist bitter.

Die Einschulung ist am Finaltag der Spiele von Tokio. Da kann ich also nicht dabei sein. Es tut mir jetzt schon leid, ich habe lange daran geknabbert", sagte der unverwüstliche Renn-Kanute aus Potsdam der Deutschen Presse-Agentur.

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Wochenlang hat es gedauert, ehe sich der jeweils 16-malige Welt- und Europameister durchrang, seine lange Laufbahn noch einmal um ein Jahr zu verlängern. Eigentlich wollte er nach den Olympischen Spielen im August 2020 sein Paddel in die Ecke stellen und geriet nach der Verschiebung der Spiele - vor allem wegen der Belastungen für die junge Familie - in Gewissensnöte.

Nach langer Abwägung hat er nun entschieden, seine Erfolgskarriere bis zu den auf 2021 verschobenen Spielen fortzusetzen. Er hofft sehr, dass sie dann trotz aller Probleme wegen des Coronavirus in Tokio über die Bühne gehen: Es wären seine sechsten Olympischen Spiele und ein schöner Schlusspunkt einer Karriere, wie sie wohl nur mit jener der 24 Jahre an der Spitze thronenden Rekord-Olympionikin Birgit Fischer vergleichbar ist.

Das Wichtigste sei in den Wochen nach der Olympia-Absage gewesen zu regeln, dass sich seine Frau Fanny (33) um die Kinder kümmern kann und nicht Vollzeit arbeiten müsse, wenn er in Trainingslagern oder bei Wettkämpfen weilt. Mit Fanny, der Nichte von Birgit Fischer (58) und selbst Olympiasiegerin 2008 im Kajak-Vierer, ist Rauhe seit 2015 verheiratet und hat zwei Söhne.

Auch seine Sponsoren-Verträge waren dieses Jahr ausgelaufen. "Jetzt ist das alles geregelt", sagte Rauhe. Der Vertrag bei der Bundeswehr geht weiter, und auch sein Hauptsponsor habe sein Engagement vorzeitig verlängert, berichtete der Zweier-Olympiasieger von 2004 erleichtert: "Das alles hilft mir, meinen Traum zu erfüllen."

Für den Verband ist die Fortsetzung seiner Karriere von unschätzbarem Wert. "Fast könnte man sagen, er ist die Claudia Pechstein des Kanusports. Ronny ist ein echter Leitwolf, er ist einfach nicht aus dem Team wegzudenken", sagte Thomas Konietzko, der Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes, der dpa.

Vor allem das Leistungsniveau des muskelbepackten Sprintspezialisten fasziniert den Präsidenten. Drei der vier diesjährigen Leistungsüberprüfungen der deutschen Kajak-Elite hat der 38-Jährige für sich entschieden. "Ich war selbst überrascht, wie gut ich drauf bin", sagte Rauhe schmunzelnd. Denn eigentlich wisse er, "dass die Zeit nicht für mich arbeitet".

Seinen ersten Wettkampf nach der Corona-Pause Anfang August wird er bei den Einer-Meisterschaften in Duisburg bestreiten. "Aber fast noch wichtiger ist für mich die Überprüfung im Vierer einen Tag zuvor." Denn im Großboot wollen die Deutschen im kommenden Jahr ganz oben auf dem Olympia-Treppchen stehen. Das wäre dann ein wahrlich goldiges Karriere-Ende für Ronny Rauhe.

© dpa-infocom, dpa:200722-99-889725/4

dpa