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Olympia 2021: Speerwerfer Vetter nimmt IOC in die Pflicht

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Olympia 2016
11:30 14.10.2020
Nimmt das IOC in die Pflicht: Johannes Vetter. Quelle: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa
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Dresden

"Die Leute vom IOC werden kein schlechtes Gehalt beziehen und sollen sich für uns Sportler und die Spiele einsetzen - im Sinn des Sports, der weltweiten Gesellschaft", sagte der 27-Jährige von der LG Offenburg im Interview der "Sächsischen Zeitung".

"Wir haben in diesem Jahr in der Leichtathletik und anderen Sportarten gesehen, wie sportliche Events unter Corona aussehen können. Jetzt hat das IOC viel Zeit, Konzepte zu entwickeln", meinte der Weltmeister von 2017. Er wäre "sehr enttäuscht, wenn die Olympischen Spiele nicht stattfinden können und würde mich schon sehr wundern, wenn man das nicht auf die Beine stellen kann".

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Vetter hat in dieser Saison neun Siege in Serie erzielt und den Weltrekord des Tschechen Jan Zelezny mit einem Wurf auf 97,76 Meter nur um 72 Zentimeter verfehlt. Für Olympia gilt er damit als großer Favorit. "Mein Ziel ist es nicht, Weltrekord zu werfen, sondern Olympia-Gold in Tokio zu holen. Das hat Priorität. Den Weltrekord würde ich natürlich gern mitnehmen, klar. Doch das kann man schwer planen", sagte der gebürtige Dresdner.

Seine Siegesserie im Corona-Jahr 2020 begründete Vetter nicht nur mit einer sportlichen, sondern auch mit einer gesellschaftlichen Motivation. "Ich wollte den Leuten zeigen, dass es trotz der besonderen Situation, in der wir derzeit leben, möglich ist, das Beste daraus zu machen und Spitzenleistungen zu erbringen", meinte der deutsche Rekordhalter.

© dpa-infocom, dpa:201014-99-939328/2

dpa