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Nach Corona-Fällen: Judo-Bund verschärft Schutzmaßnahmen

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Olympia 2016
19:59 16.04.2021
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Berlin

Alle deutschen Judoka sollen nur noch an nationalen Lehrgängen teilnehmen, wie der Verband am Freitag mitteilte. An den Bundesstützpunkten wird zudem verpflichtend täglich getestet. Zuletzt hatte der DJB sein Team für den Grand Slam in Georgiens Hauptstadt Tiflis nach Corona-Fällen in einem Vorbereitungs-Trainingslager zurückgezogen. Auch einige deutschen Athleten waren anschließend positiv getestet worden.

"Die Gesundheit unserer Judoka steht für uns an oberster Stelle. Hier können wir keine Kompromisse machen", sagte DJB-Präsident Daniel Keller laut Mitteilung. Sportdirektor Harmut Paulat begründete die Entscheidung damit, dass die Durchsetzung von Hygienekonzepten bei Trainingslagern im Ausland nicht nachvollzogen werden könne. "Wir können keine ausreichende Sicherheit für unsere Athletinnen und Athleten bei Lehrgängen im Ausland garantieren", sagte er. Die deutschen Judoka sollten daher ab sofort nur noch an Wettkämpfen teilnehmen, "die für die Olympischen Spiele notwendig sind".

Sowohl Trainer und Trainerinnen als auch Judoka sollen ab sofort an den Bundesstützpunkten getestet werden. "Wir können zwar keine Infektionen im Alltag komplett ausschließen, müssen aber unbedingt verhindern, dass sich ganze Trainingsgruppen anstecken", sagte Vorstandssprecher Frank Doetsch. DJB-Präsident Keller forderte das Bundesinnenministerium auf, die Kosten dieser Tests zu übernehmen. Die Mittel müssten so eingesetzt werden, "dass die Gesundheit der Sportlerinnen und Sportler geschützt wird und eine reibungslose Vorbereitung auf die Olympischen Spiele möglich ist", sagte er.

© dpa-infocom, dpa:210416-99-235634/2

dpa