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Mehrheit der Japaner für Olympia-Absage wegen Pandemie

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Olympia 2016
13:03 16.05.2021
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Tokio

25,2 Prozent der Japaner waren demnach dafür, die Spiele ohne Publikum abzuhalten. 12,6 Prozent meinten, das Event solle mit einer begrenzten Anzahl an Zuschauern stattfinden.

In früheren Umfragen war die kritische Mehrheit ähnlich groß - oder sogar noch deutlicher. 72 Prozent der Japaner hatten sich Mitte April laut Kyodo News für die Absage oder Verschiebung der Olympischen Spiele und Paralympics ausgesprochen. Erst am Freitag wurde der Gouverneurin von Tokio, Yuriko Koike, eine Petition mit mehr als 350 000 Unterschriften überreicht: Der Schutz des Lebens der Menschen vor dem Coronavirus und nicht Olympia müsse oberste Priorität haben, wird darin gefordert. Ein für den 17. und 18. Mai geplanter Japan-Besuch von IOC-Chef Thomas Bach ist kürzlich wegen des Corona-Notstands verschoben worden.

Die Olympischen Spiele waren wegen der Corona-Krise bereits um ein Jahr verlegt worden, der Start ist nun für den 23. Juli geplant. Im Juni wollen Japans Olympia-Organisatoren und das Internationale Olympische Komitee (IOC) über die Anzahl zugelassener Zuschauer an den jeweiligen Austragungsorten entscheiden.

Unterdessen werden in Japan, das gegen eine vierte Corona-Welle kämpft, die Rufe nach einer Absage der Spiele lauter. In Tokio gilt seit Ende April der Corona-Notstand, der wegen der sich schnell ausbreitenden neuen Varianten des Virus am Sonntag auf neun weitere Präfekturen ausgeweitet wurde. Die Japaner klagen außerdem über ein langsames Fortschreiten der Impfkampagne. Seit Mitte Februar wurde erst knapp ein Prozent der etwa 125 Millionen zählenden Bevölkerung vollständig geimpft.

© dpa-infocom, dpa:210516-99-617861/2

dpa