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Olympia-News IOC über Tokios OK-Chef: Aussagen über Frauen "unangebracht"
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IOC über Tokios OK-Chef: Aussagen über Frauen "unangebracht"

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Olympia 2016
14:24 09.02.2021
Steht in Japan schwer in der Kritik: Olympia-Chef Yoshiro Mori.
Steht in Japan schwer in der Kritik: Olympia-Chef Yoshiro Mori. Quelle: Takashi Aoyama/POOL Getty Images/dpa
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Tokio

Mori hatte den Berichten zufolge bei einer Online-Vorstandssitzung des Organisationskomitees der Sommerspiele erklärt, Frauen hätten einen starken Sinn für Rivalität. "Wenn eine von ihnen ihre Hand hebt, denken sie wahrscheinlich, dass sie auch etwas sagen müssen. Und dann sagt jeder etwas", wurde Mori zitiert.

Nach einem Sturm der Entrüstung in Japan hatte der frühere Ministerpräsident um Entschuldigung gebeten und sogar einen Rücktritt nicht ausgeschlossen, sollte der Druck zu groß werden. Das Organisationskomitee hatte die Aussagen des 83 Jahre alten Mori ebenfalls als unangemessen bewertet und sein Bekenntnis zur Gleichstellung der Geschlechter unterstrichen. Wegen der anhaltenden Kritik an Mori berief das OK für den 12. Februar eine Sondersitzung ein, wie der Sender NHK berichtete.

Das IOC versicherte, Inklusion, Solidarität und Maßnahmen gegen Diskriminierung weiter vorantreiben zu wollen. Die Ringe-Organisation verwies darauf, dass die Tokio-Spiele mit einem Anteil von 49 Prozent weiblicher Athleten die ersten seien, bei denen die Gleichstellung der Geschlechter erreicht werde. Zudem habe das IOC eine Reihe weiterer Gleichstellungsmaßnahmen für Olympia und die eigene Organisation angestoßen und umgesetzt.

© dpa-infocom, dpa:210209-99-363269/4

dpa