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Olympia-News DOSB-Chef Hörmann begrüßt Fristverlängerung für Finanzhilfen
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Hörmann begrüßt "praxisbezogene Regelungen" im Lockdown

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Olympia 2016
20:27 04.11.2020
Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Quelle: Christoph Soeder/dpa
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Berlin

DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat die um elf Tage bis zum 22. November verlängerte Antragsfrist von Corona-Finanzhilfen für den Profisport begrüßt.

"Das stellt eine wertvolle und praxisbezogene Reaktion auf die derzeitige Antragssituation dar, die wir sehr begrüßen", sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes der Deutschen Presse-Agentur.

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Nach Angaben des Bundesinnenministeriums hatte Ressortchef Horst Seehofer entschieden, die Frist zu verlängern. Dies erfolge "als Reaktion auf die geänderten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie", hieß es in einer Mitteilung. Zudem werde die Frist für die notwendige Registrierung von bevollmächtigten Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern, vereidigten Buchprüfern oder Rechtsanwälten bis zum 13. November (ursprünglich 31. Oktober) ausgeweitet.

"Ich möchte Insolvenzen der Sportvereine verhindern. Dadurch erhalten wir nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch die Vereine als wichtigen Teil unseres Zusammenlebens vor Ort", betonte Seehofer. "Für viele Vereine sind die Corona-Hilfen eine wichtige Stütze, um während der Pandemie überleben zu können. Durch die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel bleibt auch dem deutschen Leistungssport die notwendige Basis erhalten", sagte der CSU-Politiker.

DOSB-Chef Alfons Hörmann hofft nun, dass durch die Maßnahmen Vereine vor dem drohenden Aus gerettet werden. "Somit werden hoffentlich zahlreiche Vereine in diesem spezifischen Segment des professionellen und semiprofessionellen Sports in ihren täglich zunehmenden existentiellen Problemen unterstützt", betonte Hörmann. "Das stellt gerade in einer Zeit der täglich zunehmenden Bedrängnis einen weiteren wichtigen Schritt für Sportdeutschland dar."

Anfang Juli hatte der Bundestag ein Hilfspaket verabschiedet, um die Folgen der Corona-Krise für den Profisport abzumildern. 200 Millionen Euro wurden vom Bund bereitgestellt, davon wurde aber erst gut ein Drittel beantragt. Die Frist für Anträge sollte ursprünglich zum 11. November auslaufen.

Für Deutschlands Spitzenathleten hat die Corona-Pandemie empfindliche finanzielle Folgen. Mit einem Umsatzverlust von rund sechs Millionen Euro in diesem Jahr trifft es die aktuell 466 Mitglieder der Olympia- und Paralympics-Kader laut einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Deutschen Sporthochschule Köln am härtesten. Ihre monatlichen Einnahmen werden um 25 Prozent auf 1287 Euro zurückgehen. Insgesamt sind die Bruttoeinnahmen im Schnitt bei Nachwuchs- und Topathleten im Vergleich zu 2019 um 335 Euro pro Monat (minus 17 Prozent) gesunken, heißt es in der von der Deutschen Sporthilfe und dem Bundesinstituts für Sportwissenschaften in Auftrag gegebenen Befragung.

© dpa-infocom, dpa:201103-99-198569/4

dpa