Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Wahlprogramme | Interviews | Analysen Was die Dresdner Parteien zum Thema Kulturhauptstadtbewerbung sagen
Thema Specials Kommunalwahlen 2019 in Dresden Wahlprogramme | Interviews | Analysen Was die Dresdner Parteien zum Thema Kulturhauptstadtbewerbung sagen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:32 20.05.2019
Symbolfoto
Symbolfoto Quelle: Stadtverwaltung
Anzeige
Dresden

Wie stehen die Dresdner Parteien zur Kulturhauptstadtbewerbung der Stadt und wie sollen Kreativwirtschaft und Kultureinrichtungen mit überregionaler Bedeutung wie Philharmonie, Operette, TJG oder Hellerau von der Stadt gefördert werden? Die Antworten:

CDU

Wir unterstützen nach wie vor die Bewerbung. Sie ist eine Chance, unser reiches kulturelles Erbe in Europa bekannter zu machen und gleichzeitig eine Antwort zu geben, wie wir die Krise des Kontinents, die sich auch in unserer Stadt widerspiegelt, überwinden können.

Wir setzen uns dafür ein, die Kulturförderung auf dem bisherigen hohen Stand fortzuführen, wobei Kultureinrichtungen mit überregionaler Bedeutung eine besondere Beachtung erfahren. Für Künstler/-innen, die sich in der Kreativwirtschaft selbstständig machen wollen, werden wir Starthilfen (z.B. Atelierausstattungen) ermöglichen.

SPD

Dresden ist eine Kulturhauptstadt und wir sind zuversichtlich, dass Dresden mit einem guten Konzept auch Europäische Kulturhauptstadt 2025 werden kann. Über 300 städtisch geförderte kleine und große Projekte und eine Kultur, die in alle Stadtteile geht und alle mitnimmt, sind unsere Basis.

In Dresden haben die Philharmonie und die städtische Bibliothek im Kulturpalast und auch die Staatsoperette und das TJG mit dem Kulturkraftwerk Mitte eine attraktive Heimstätte bekommen. Nach diesem Kraftakt ist es nun an der Zeit, dass alle Kulturschaffenden sich in Dresden wohlfühlen und entfalten können.

Die Linke

Das einzige deutsche Operettentheater, das größte Kinder- und Jugendtheater Deutschlands, das Tanztheater in Hellerau und unsere Dresdner Philharmonie sind etwas Besonderes. Wir sind stolz darauf, moderne Spielstätten dafür geschaffen zu haben. Diese und alle anderen Kultureinrichtungen müssen auskömmlich finanziert werden.

DIE LINKE besteht dabei darauf, dass die Eintrittspreise für alle erschwinglich bleiben. Auch für die Stadtteilkultur und die faire Bezahlung der vielen Künstlerinnen und Künstler muss mehr getan werden. Das wäre der beste Weg zu einer erfolgreichen Kulturhauptstadtbewerbung.

Bündnis 90/Die Grünen

Wir möchten, dass Dresden Kulturhauptstadt wird. Allein schon der Bewerbungsprozess kann dazu beitragen, unser Zusammenleben besser zu gestalten. Dass sich unsere städtischen Kultureinrichtungen so strahlkräftig entwickeln konnten, dafür haben wir als GRÜNE erfolgreich gekämpft, nicht zuletzt dadurch, dass mit unseren Stimmen sowohl der Kulturpalast umgebaut als auch das Kraftwerk entwickelt werden konnte.

Freie Szene und Kreativwirtschaft sind aber ebenso eine Bereicherung für diese Stadt. Diese müssen stärker unterstützt werden: durch (Spiel-)Räume, aber vor allem auch durch eine faire Bezahlung!

FDP

Wir unterstützen die Bewerbung Dresdens als Europäische Kulturhauptstadt 2025 unter Einbeziehung der Stadtgesellschaft in die Bewerbungsvorbereitung und bei der Durchführung der Aktion. Dazu wollen wir die Haushaltsmittel für den Geschäftsbereich Kultur ab dem Doppelhaushalt 2021/22 um 10 Prozentpunkte aufstocken.

Junge, zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler sollen durch die Zurverfügungstellung von Ausstellungsflächen in Form von Projekträumen beziehungsweise als „Offspace“ besonders gefördert werden. Darüber hinaus streben wir die Gewährung eines „Gründerzuschlages“ für junge Künstlerinnen und Galerien aus städtischen Mitteln an.

Bündnis Freie Bürger

Wir FREIEN BÜRGER bekennen uns zur Kulturhauptstadtbewerbung. Ein wichtiger Baustein dazu ist der interkulturelle Dialog. Denn ein wohlwollender Umgang miteinander ist die Grundlage jeder kulturvollen Ausstrahlung. Neben den Theatern und anderen Kultureinrichtungen mit überregionaler Bedeutung liegen uns Kleinprojekte besonders am Herzen.

Einwohner und kleine Initiativen müssen verstärkt ermutigt und unterstützt werden, sich nachbarschaftlich und kulturell zu engagieren. Kritische Ausgabenkontrolle gehört dazu. Was nicht heißt, dass wir um den Preis der Qualität der Angebote „sparen“ wollen.

AfD

Wir sehen die Potentiale der Bewerbung um die Kulturhauptstadt 2025 und halten an dieser fest. Das Alleinstellungsmerkmal und die Stärke der Dresdener Kultureinrichtungen liegt in der klassischen Kultur. Wir wollen auf diese Stärke aufbauen und bekennen uns daher klar zur Dresdner Philharmonie, zur Stadtbibliothek, der Staatsoperette sowie dem Staatsschauspiel.

Die städtischen Fördermittel für politisch motivierte Kunst werden wir einstellen. Die umfangreiche Förderung für das Festspielhaus Hellerau in seiner jetzigen Konzeption halten wir für nicht gerechtfertigt. Das Ensemble hat keinerlei Publikumsrelevanz erreicht und sollte daher aufgelöst werden.

Freie Wähler

Wir befürworten die Kulturhauptstadtbewerbung unter Einbeziehung aller Positionen aus Kunst, Kultur und Politik, die sich differenziert und genreübergreifend mit der seit 2015 gespaltenen Stadtgesellschaft auseinandersetzen. Dresden sehen wir in dem Zusammenhang als sächsischen Fokus der zeitpolitischen und gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts – prädestiniert als Kulturhauptstadt 2025!

In diesem Zusammenhang bevorzugen wir eine projektgebundene Förderung auch immer unter Berücksichtigung dieser inhaltlichen Koordinaten. Das in der Stadt Dresden bestehende diskursive Potenzial betrachten wir als aussichtsreiche Sonderstellung gegenüber unseren Mitbewerbern.

Von DNN