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11:11 21.05.2019
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Symbolfoto Quelle: dpa
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Dresden

Welche Schwerpunkte wollen die Dresdner Parteien für Kinder und Jugendliche setzen, soll die Stadt die bessere Personalausstattung einzelner Kitas wie sie in der Bildungsstrategie beschlossen worden ist, auf weitere oder alle Kindereinrichtungen ausdehnen? Das sind die Antworten:

CDU

Unser Schwerpunkt liegt weiter in der Entwicklung einer vielfältigen Bildungslandschaft. Der Neubau und die Sanierung von Schulen und Kitas für eine wohnortnahe und lernfördernde Umgebung haben bei uns die erste Priorität. Die bessere, an spezifischen Bedarfen vor Ort orientierte Personalausstattung aller Kitas ist unser Ziel.

In der Kinder- und Jugendarbeit wollen wir Angebote, welche die Eigenständigkeit und Entwicklung fördern, präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Armut, den Ausbau familiengerechter Angebote sowie unterstützende Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausbauen.

SPD

Unsere oberste Priorität ist es, den Sanierungsstau bei den Kitas in fünf Jahren und bei den Schulen in zehn Jahren abzuarbeiten. Dafür werden wir auch zukünftig bis zu 200 Millionen Euro pro Jahr in die Bildung investieren. Wir werden Kitas und Schulen mit besonderen Herausforderungen auch künftig mit zusätzlichem Personal ausstatten, um allen Kindern Chancengleichheit zu bieten und den Schulabgang ohne Abschluss zu reduzieren.

Die Jugendhilfe wollen wir auf dem hohen Förderniveau halten und zusätzliche Aufenthaltsorte für Jugendliche wie bspw. Bikeparks oder Graffiti-Flächen einrichten.

Die Linke

DIE LINKE will viel Geld für Kinder und Jugendliche ausgeben. Dazu gehören neue und sanierte Schulen und Kitas, Jugendtreffs, Kinderferienlager und Spielplätze. DIE LINKE hält daran fest, die Personalausstattung der Kitas nach dem Bedarf der Kinder zu bemessen. Einige wenige Kitas mit besonders guter Ausstattung sind nicht die Lösung.

Es gibt in fast jeder Kita Kinder, die mehr Zuwendung benötigen. Diese Kinder sind das Maß, nach dem sich zusätzliche Personalkapazität richten muss. Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass JEDE Kita gut ausgestattet ist und die Kinder gut betreut werden.

Bündnis 90/Die Grünen

Ein Schwerpunkt ist für uns die bedarfsgerechte Finanzierung von Schulen, Kitas und Jugendtreffs. Das bedeutet eine deutliche Personalaufstockung dort, wo es nötig ist. Denn auch heute noch hängt der Bildungserfolg vom jeweiligen Elternhaus ab und das wollen wir durchbrechen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung Freier Schulen und alternativer Schulkonzepte, und damit auch der Universitätsschule. Inklusion und die Integration von Migrant*innen in unser Bildungssystem sind zentrale Anliegen grüner Politik in Dresden. Sichere Wege zur Schule – dafür werden wir uns weiter einsetzen.

FDP

Ausreichend Personal für frühkindliche Bildungsangebote ist dringend erforderlich, um bei allen Kindern die spätere Schulfähigkeit zu gewährleisten und gegebenenfalls frühzeitige individuelle Fördermaßnahmen zu veranlassen. Wir sind der Meinung, dass mit dem gegenwärtigen Ganztagsangebot ein guter Grundstein gelegt worden ist.

Diese Entwicklung wollen wir weiter vorantreiben und unterstützen, indem die Nachmittagsangebote der einzelnen Schulen synchronisiert und auf ein stadtweit gleich hohes Niveau angehoben werden sollen. Dabei wollen wir unter der Devise „Fördern und Fordern“ verstärkt auf die Bedürfnisse und Neigungen unserer Kinder eingehen.

Bündnis Freie Bürger

Bei Kindern und Jugendlichen sollen grundsätzlich bildungsorientierte Angebote stärker gefördert werden, auch politische Bildung. Internationalen Jugendaustausch stärker beachten, insbesondere zu den Nachbarstaaten. Bestehende Städtepartnerschaften dafür besser nutzen. Bildungsstrategie fortsetzen, wo möglich an den Schwerpunktkitas und -horten ausbauen!

Der Grundgedanke, mit kommunalen Mitteln den Personalschlüssel flexibel an ganz konkrete Bedarfe einzelner Einrichtungen anzupassen, ist richtig. Das Land muss weiter aufgefordert werden, genau diesen Ansatz in die Landesförderung aufzunehmen.

AfD

Dresden belegt bundesweit eine Spitzenposition bei der Höhe der KiTa-Beiträge. Wir sehen keine Notwendigkeit, Eltern mit höheren KiTa-Beiträgen zu belasten als unbedingt nötig, und setzen uns deshalb für eine Senkung auf die sachsenweit vorgegebene Untergrenze ein.

Gerade bei kleinen Kindern ist die Betreuung im häuslichen Bereich entwicklungspsychologisch vorteilhaft. Wir unterstützen deshalb die Tagesmütter und -väter. Wir setzen uns für ein kostenloses Schülerticket im Nahverkehr und den weiteren Ausbau der Schulen, einschließlich der Verbesserung der Ausstattung ein.

Freie Wähler

Den Personalschlüssel für Kitas halten wir für stark verbesserungsbedürftig, sofern es sich um Erzieherstellen handelt. Mit Blick auf die dünne Bewerberlage ist Dresden – wie andere Kommunen – auch Opfer der verfehlten Ausbildungsplanung der CDU-SPD-FDP auf Landesebene in den letzten Jahren.

Das betrifft Erzieher, Lehrer, Polizei, Verwaltungs- und Arztpersonal gleichermaßen. Die Funktionstüchtigkeit der öffentlichen Daseinsvorsorge wurde aufs Spiel gesetzt und der Stadtrat war zu kleinlaut.

Von DNN