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14:46 16.05.2019
Mit Bier könnte man nach Ansicht von Günther & Hindrich deutlich mehr Wähler an die Urnen locken. Quelle: Hermine Winzer
Dresden

„Macht doch alles eh keinen Sinn. Ändert sich doch sowieso nischt“, finden die sächsischen Youtuber Günther & Hindrich. Ihnen ist die Wahl egal – der Frage, ob sie damit allein sind, gehen die beiden in drei witzigen Spots nach, mit denen die Stadt Dresden vor allem junge Nichtwähler an die Urne locken will.

Die Videos sind Teil der Kampagne „Prost Wahlzeit“, die im Hinblick auf die bevorstehenden Wahlen für Stadtrat, Stadtbezirksbeiräte und Europaparlament am 26. Mai eine höhere Wahlbeteiligung erreichen will. Immerhin fanden bei der Stadtratswahl 2014 nur 53 Prozent der Wahlberechtigten den Weg ins Wahllokal. „Wir hoffen, mit Günther & Hindrich vor allem eine jugendliche Zielgruppe zu erreichen“, fasst Kai Schulz, Leiter des Amtes für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Dresden, zusammen.

In ihrem Wohnmobil unterhielten sich Günther & Hindrich mit Dresdnern über Mitbestimmung und Wählengehen. Quelle: Hermine Winzer

Mit Humor und einer großen Ernsthaftigkeit für ihr Gegenüber begaben sich die bierbegeisterten Kunstfiguren im flotten Joggingdress ins direkte Gespräch mit den Dresdnern über die anstehenden Wahlen. Dazu luden sie am vergangenen Montag in ihren prominent in der Innenstadt geparkten Camper und produzierten ohne vorgeschriebenes Drehbuch etwa fünf Stunden Filmmaterial, aus dem die finalen drei Clips zusammengestellt wurden.

Unter den rund 20 befragten Personen ist auch Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP), der aber nur in einer kurzen Sequenz zu sehen ist – „Der OB hat ja eine Glatze, da müsste man dann wieder mit Mattpuder drübergehen, sonst glänzt das zu sehr auf dem Kopf“, erklärt Günther das nur kurze Gastspiel.

Um Nichtwähler zu motivieren, müsse man zudem nach Auffassung des Duos eigentlich „nur mal Bier an die Wahlurnen stellen“. Dass dieser Tipp nicht ganz ernst gemeint ist, wird dann aber doch deutlich in den drei Videos, die zudem von einer City-Light-Kampagne flankiert werden. Günther & Hindrich hören den Menschen zu, provozieren sie durch ihre humoristischen Kommentare zur Reflexion ihres Wahlverhaltens und verzichten dabei gänzlich auf die Moralkeule.

„Der Dresdner an sich ist kritisch, mitunter noch etwas gebeutelt von den Konsequenzen der Wende und hat mitunter eine ziemliche Wut im Bauch“, erklärt Hindrich “die Suche mancher nach einer ’Alternative’, die eigentlich keine ist“. Insgesamt haben die beiden Spaßvögel die Dresdner als sehr aufgeklärt erlebt und sind guter Hoffnung.

Einer der Clips ist bereits seit Mittwoch auf dem Facebook- und Youtube-Kanal der Stadt Dresden zu sehen, am Freitag folgt der zweite Streich und am Dienstag der dritte Teil.

Von Hermine Winzer

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