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Wahlprogramme | Interviews | Analysen Dresden glaubt an eine bürgerliche Mehrheit
Thema Specials Kommunalwahlen 2019 in Dresden Wahlprogramme | Interviews | Analysen Dresden glaubt an eine bürgerliche Mehrheit
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07:38 26.03.2019
Das Dresdner Rathaus. Ob hier nach der Kommunalwahl erneut ein rot-grün-rotes Bündnis entsteht? Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Nur elf Prozent der Dresdner glauben, dass es nach der Stadtratswahl am 26. Mai für ein rot-grün-rotes Bündnis reicht. 67 Prozent gehen dagegen davon aus, dass es eine bürgerliche Mehrheit geben wird. 22 Prozent gaben keine Antwort auf die Frage. Das ist das Ergebnis des aktuellen DNN-Barometers, für das das Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden 511 repräsentativ ausgewählte Dresdnerinnen und Dresdner befragt hat.

Hat der Bürger Einfluss auf das, was vor Ort in Dresden geschieht?

67 Prozent der Befragten erklärten, dass sie wissen, dass im Mai ein neuer Stadtrat gewählt wird. 33 Prozent hatten dagegen noch nichts davon gehört, dass eine Kommunalwahl vor der Tür steht. Immerhin spricht sich der Wahltermin allmählich herum: Im Oktober 2018 wussten nur 50 Prozent von den anstehenden Wahlen, während die andere Hälfte die Schultern hob.

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65 Prozent der Befragten erklärten, dass sie „sicher“ am 26. Mai zur Wahl gehen werden. „Wahrscheinlich“ kreuzten 21 Prozent an, „unwahrscheinlich“ 7 Prozent und „Gehe bestimmt nicht zur Wahl“ 5 Prozent. Für nicht wahlberechtigt erklärten sich 2 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage. Im Oktober 2018 kündigten noch 75 Prozent der Befragten an, „sicher“ zur Wahl zu gehen. Im April 2014 lag der Wert bei 68 Prozent, im Mai 2009 bei 57 Prozent und im März 2009 bei 48 Prozent.

Quelle: IfK TU Dresden/DNN

35 Prozent der Befragten sind der Auffassung, dass der Stadtrat in den vergangenen Jahren eine gute Arbeit geleistet hat. Im Oktober 2018 waren es noch 50 Prozent. 31 Prozent sind aktuell der Meinung, dass der Stadtrat keine gute Arbeit geleistet hat, vor knapp einem halben Jahr waren es 28 Prozent. Dafür gaben jetzt 33 Prozent keine Antwort auf die Frage – im Oktober waren es noch 21 Prozent.

Hat der Bürger Einfluss auf das, was vor Ort in Dresden geschieht? 35 Prozent gehen von Bürgerbeteiligung und Mitbestimmung aus, auch im April 2014 lag der Wert bei 35 Prozent. Damals meinten aber 49 Prozent, der Bürger sei machtlos, jetzt sind es nur noch 42 Prozent. Dafür ist das Lager der Unentschiedenen mit 18 Prozent größer geworden, 2014 waren es 13 Prozent.

Etwas widersprüchlich sind die Ergebnisse auf die Fragen, ob sich die Dresdner für Kommunalpolitik interessieren und ob sie etwas vom Machtwechsel im Rathaus gehört haben. 65 Prozent erklärten, sie würden sich für die Dresdner Kommunalpolitik interessieren und 35 Prozent bekannten, dass sie kein Interesse an den Vorgängen im Stadtrat haben. Dass das rot-grün-rote Bündnis im Stadtrat Ende November die Mehrheit verloren hat, wussten aber nur 48 Prozent, während 52 Prozent noch nichts von den Auflösungserscheinungen in der vormaligen Stadtratsmehrheit gehört hatten.

Von Thomas Baumann-Hartwig