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Stadtratswahl 2019 in Dresden - Die Ergebnisse „Desaster“: Der CDU-Kreisvorsitzende beschreibt den Wahlsonntag mit einem Wort
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16:45 29.05.2019
Christian Hartmann will sich nicht mehr an schlechten Kompromissen beteiligen. Quelle: dpa
Dresden

Klare Worte drei Tage nach der Wahl: „Der Wahlsonntag war ein Desaster für die CDU! Wir haben viele Wähler verloren. Wir müssen versuchen, diese durch ’Klingeln putzen’ und harte, sehr harte Arbeit vor Ort und im Rat zurückzugewinnen“, erklärte der CDU-Kreisvorsitzende Christian Hartmann am Mittwoch. Die CDU habe im Dresdner Stadtrat keine Führungsrolle mehr. Diese Position würden jetzt die Grünen besetzen, so Hartmann.

Die Dresdner CDU und alle ihre Mitglieder seien in der Pflicht, in den nächsten Jahren wieder Idee zu entwickeln und diese offensiv nach außen zu verkaufen. „Wir müssen in den nächsten fünf Jahren im Dresdner Stadtrat klarer Positionen beziehen. Wir dürfen uns nicht mehr an schlechten Kompromissen beteiligen“, forderte Hartmann.

„Die Verkehrspolitik war eines der Kernthemen des Wahlkampes, das in Dresden sachlich ausgestritten werden muss. Deshalb kann es für mich auch kein Bündnis oder eine dauerhafte Kooperation mit anderen Parteien geben, sondern es muss immer um die Sache, um das Wohl Dresdens und seiner Einwohner gehen„, kündigte Stadtratsfraktionsvorsitzender Jan Donhauser an. Mit vermutlich 13 Stadträten werde die neue Fraktion diese ehrenamtliche Arbeit für alle Dresdner angehen.

Die hohe Wahlbeteiligung habe das Interesse der Menschen an politischen Prozessen gezeigt, erklärte Hartmann. Die CDU dürfe nicht mehr länger nur zuschauen, sondern müsse diese Chance endlich beherzter nutzen. Die Dresdner Union stehe dabei auch mit Blick auf den nächsten Wahltag am 1. September, wenn ein neuer Sächsischer Landtag gewählt wird, zu ihrem Profil als liberale, konservative und christlich-soziale Partei der Mitte im urbanen Raum.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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