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Wirtschaftspreis So geht’s aufwärts“ IT-Dienstleister IBH Dresden – Am digitalen Puls der Städte
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07:58 18.09.2018
Ein Mitarbeiter des IT-Unternehmens IBH führt im Rechenzentrum in Dresden Wartungsarbeiten durch. Quelle: Stephan Krolop
Dresden

Das informationstechnologische (IT) Unternehmen „IBH IT-Service GmbH“ aus Dresden bietet neben seinen anderen digitalen Diensten in Zukunft auch schlüsselfertige Komplett-Rechenzentren an. Das hat Geschäftsführerin Sandra Horn angekündigt. Bisher hatte die IBH solche Computerzentren für seine Kunden bereits konzipiert und betrieben, aber noch nicht errichtet. Der Schritt zum Komplettanbieter ist insofern eine neue Wachstumsstufe für die Firma aus dem Gewerbegebiet Coschütz-Gittersee.

Informationstechnologische Meilensteine im Freistaat

Vielen Dresdnern mag das Unternehmen, das seine Dienstleistungen primär Geschäftskunden offeriert, womöglich dem Namen nach gar nicht so sehr bekannt sein. In der Praxis aber nutzen beispielsweise auch viele Passagiere von Bussen und Bahnen die Technik und das Know-how der IBH, ohne es zu ahnen. Denn das Unternehmen stellt für öffentliche WLAN-Zugangspunkte in und um Dresden die Internetzugänge und Infrastruktur zur Verfügung. Dazu gehört unter anderem das wachsende Netz aus öffentlichen Hotspots an den Haltestellen der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB). Am Hauptbahnhof, am Pirnaischen Platz, am Albertplatz und an weiteren Großhaltestellen sind die ersten WLAN-Zugangspunkte bereits installiert. Weitere sollen folgen.

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Dass gerade die IBH den Zuschlag für solche Aufträge bekommt, hängt einerseits mit ihrem besonderen Status als Internet-Provider mit all den damit verbundenen Haftungsprivilegien zusammen. Es hat aber vor allem auch viel mit Erfahrung und Vertrauen zu tun, die über die Jahre hinweg gewachsen sind. Den Aufstieg der Informationstechnologien (IT) in Sachsen hat das Unternehmen nämlich von Anfang an mit begleitet:

Gründer Thomas Horn hat die alleinige IBH-Geschäftsführung dieses Jahr an seine Tochter Sandra Horn übergeben. Am Hauptsitz in Dresden und in der neuen Niederlassung in Berlin arbeiten heute 44 Mitarbeiter. Quelle: Fotostudio Riethausen

Firmengründer Thomas Horn leitete zu DDR-Zeiten als Professor das Informatik-Rechenzentrum an der TU Dresden. Nach der Wende nutzte er diese Erfahrungen und machte sich selbstständig. Er gründete 1991 mit zwei ehemaligen Studenten das „Ingenieurbüro Horn“ (IBH) und schulte Behörden- und Unternehmens-Mitarbeiter in der Computernutzung. 1994 war die IBH der erste regionale Internet-Provider (Internet-Anbieter) in Sachsen. Auch in den Folgejahren, als das Unternehmen erst ins Technologiezentrum Dresden und schließlich 2016 in einen eigenen Stammsitz ins Gewerbegebiet Coschütz-Gittersee umzog, setzte es immer wieder informationstechnologische Meilensteine im Freistaat, sei als Rechenzentrums-Betreiber oder als Anbieter für regionale Rechnerwolken (Cloud-Dienste). „Diese Leistung meines Vaters war enorm“, betont Gründertochter Sandra Horn, die seit diesem Jahr das Unternehmen allein leitet. „Heutzutage wäre ein derartiger Backbone* in Dresden nur schwer aus dem Boden zu stemmen. “

Sechs Millionen Euro Umsatz

Gewachsen sind auch die Geschäftsfelder: Was als kleines Beratungs-Büro begann, ist inzwischen ein professionalisiertes Unternehmen, das Rechenzentren für Kunden plant, konfiguriert und betreibt, für Behörden und Firmen Cloud-Dienste und Internetzugänge bereitstellt und dergleichen mehr. Mittlerweile macht die IBH rund sechs Millionen Euro Jahresumsatz und beschäftigt 44 Mitarbeiter in Dresden und der neuen Niederlassung in Berlin.

Und gerade die Belegschaft gilt als besonderer Schatz des Unternehmens – auch wenn nicht alle den Führungswechsel vom Seniorchef zur Tochter folgen wollten. „Mein Vater war eher wie ein Leithund, der alles in sich vereinte“, sagt Sandra Horn, die 2018 die alleinige Geschäftsführung übernommen hat. „Das hat noch mit 20 Leuten ganz gut funktioniert. Aber wir sind gewachsen. Für mich ist es wichtig, dass die Aufgaben auf breiten Schultern verteilt werden und die Mitarbeiter Verantwortung übernehmen können.“

Kurzporträt IBH

Name: IBH IT-Services GmbH

Hauptsitz: Dresden

Gründung: 1991 als „Ingenieurbüro Prof. Dr. Thomas Horn“ (IBH)

Geschäftszweck: Informationstechnologische Dienstleistungen (u. a. Rechenzentrum-Betrieb, Cloud-Service, Internet Provider, Informationssicherheit)

Belegschaft: 44 Mitarbeiter

Umsatz: sechs Millionen Euro (2017)

Mehr Infos im Netz: ibh.de

Diese besondere Ressource „Mensch“ will besonders gehegt werden, weiß Sandra Horn. So gibt es am Hauptstandort in Dresden ein Eltern-Kind-Büro, in dem die Mitarbeiter arbeiten und die Kinder spielen können. Auch regelmäßige Belegschaftsausflüge gehören zur Unternehmenskultur. „Einen respektvollen Umgang und Wertschätzung untereinander halte ich für ganz wichtig“, betont die 38-jährige Chefin. „Jeder Mitarbeiter soll wissen: Alle sind wichtig!“

* Wichtiger Internet-Zugangsknoten

Von Heiko Weckbrodt

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