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Dresdner helfen Dresdnern Kuscheln für die Gesundheit von Frühchen am Uniklinikum Dresden
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21:34 24.11.2019
Stephanie und Christian Pätzel mit ihrer Tochter Hannah. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Im rosa Kleid mit glitzernden Einhörnern tobt Hannah durch das Untersuchungszimmer im Uniklinikum. Während sie bei der Nachsorgeuntersuchung bunte Plastikbecher aufeinander setzt und durch die Gegend rollt, können ihre Eltern kaum glauben, wie gut es ihrer Tochter heute geht. Denn Hannah kam als Frühchen auf die Welt – genauer gesagt 13 Wochen zu früh.

Für Frühchen ist die Bindung besonders wichtig

Bei ihrer Geburt im August 2017 wog sie nur 725 Gramm. „Nicht einmal so viel wie drei Päckchen Butter“, sagt ihre Mutter Stephanie Pätzel. Der Moment, als sie ihre Tochter nach der Geburt in den Arm nahm, erfüllte sie sowohl mit Glück als auch mit großer Sorge. Schließlich startete ihre Hannah viel zu früh ins Leben. „Wir wurden allerdings von Anfang an toll betreut im Uniklinikum. Ich bekam meine Tochter gleich eine halbe Stunde nach der Geburt auf die Brust gelegt. Da konnten wir das erste mal zusammen kuscheln“, berichtet Stephanie Pätzel.

Zum Schluss des elfwöchigen Klinikaufenthalts kuschelten Mutter und Tochter bis zu vier Stunden am Tag. „Es war faszinierend zu sehen, wie schnell sich Hannahs Werte dadurch verbesserten“, erzählt ihre Mutter, „beispielsweise beruhigten sich die Herztöne sofort mit dem Körperkontakt.“

Während die kleine Hannah im Brutkasten auf der Frühchenstation blieb, konnte ihre Mutter im Elternhaus des Uniklinikums ganz in der Nähe bleiben. „Eine Bindung zu Hannah aufzubauen war unglaublich wichtig. Und ich denke, ohne diese hätte sie sich nicht so gut entwickelt“, sagt ihre Mutter. Heute wiegt Hannah fast kräftige elf Kilo und ist auf dem Stand eines normalen zweijährigen Kindes, wie ihr Vater Christian Pätzel berichtet.

Wie wichtig eine enge Eltern-Kind-Bindung für die Entwicklung von Frühchen ist, bestätigt auch Mario Rüdiger, Professor und Leiter des Fachbereichs Neonatologie und der pädiatrischen Intensivmedizin. Deshalb gibt es am Uniklinikum verschiedene Angebote für Frühchenfamilien.

Bequeme Stühle für entspannte Stunden

„Beispielsweise bieten wir den Eltern eine psychosoziale Betreuung an. In dieser können sie die Besonderheiten ihres Kindes kennenlernen, seine Signale verstehen lernen. Denn Frühchen machen anders auf sich aufmerksam als ältere Kinder. Wenn sie Stress haben zum Beispiel, strecken sie die Hände aus. Zudem denken Eltern von Frühchen häufig, sie könnten ihrem Baby nicht helfen, nichts für ihr Kind tun. Dem sollen die verschiedenen Maßnahmen entgegenwirken“, erklärt Professor Rüdiger.

DNN-Aktion „Dresdner helfen Dresdnern“

Wer Dresdnern in schwierigen Situationen helfen möchte, kann sich noch bis Weihnachten an der Spendenaktion „Dresdner helfen Dresdnern“ beteiligen. Das gespendete Geld geht an den Verein Aufwind, der benachteiligte Kinder un­terstützt, die Dresdner Kinderhilfe und die Diakonie Stadtmission.

Das Formular zur Überweisung und Informationen zur Namensnennung oder anonymen Spende sowie Hinweise zum Datenschutz gibt es im Internet unter dnn.de/dresdnerhelfen. Die DNN bedanken sich bei allen Spendern.

Damit die gemeinsamen Stunden von Frühchen und Eltern möglichst entspannt ablaufen, will die Dresdner Kinderhilfe der Uniklinik zehn sogenannte Stillstühle finanzieren. Diese sind im Gegensatz zu den herkömmlichen Sitzmöglichkeiten auf Station zurückklappbar, bequemer und haben Vorrichtungen für etwaige Kabel von medizinischen Geräten. „Ich konnte Hannah zwar nicht von Anfang an stillen. Aber solche Stühle würden die Kuschelstunden deutlich angenehmer machen für Kind und Eltern“, sagt Hannahs Mutter.

Für ihre zweijährige Tochter ist das allerdings kein Thema mehr, denn sie kann schon eine ganze Weile daheim mit ihren Eltern kuscheln.

Von Laura Catoni

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