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13:21 27.10.2019
Sylvia Albert (r.) berät Menschen, die große Schwierigkeiten mit ihrer Wohnsituation haben oder schon auf der Straße leben. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

In der Beratungsstelle der Diakonie-Wohnungsnotfallhilfe herrscht am Montagvormittag reges Treiben. Der Aufenthaltsraum ist gut gefüllt, die Besucher trinken Kaffee, essen Schnittchen und tauschen sich aus. Andere holen sich etwas neues zum Anziehen aus der Kleiderkammer oder lassen sich beraten.

Mietschulden, Räumungsdrohung, Obdachlosigkeit

Die meisten Menschen, die hier ein- und ausgehen, haben Schwierigkeiten mit ihrer Wohnsituation. Die Mietschulden steigen immer weiter, eine Räumung der eigenen vier Wände wird angedroht oder ist schon passiert oder die Stromschulden steigen immer weiter. Mit solchen Fällen hat Sylvia Albert täglich zu tun. Die Sozialarbeiterin berät gemeinsam mit ihren Kollegen Menschen, die keinen Ausweg mehr wissen, schon auf der Straße sitzen oder kurz davor sind. 2018 suchten insgesamt 1040 Menschen Hilfe bei der Wohnungsnotfallhilfe der Diakonie. 525 davon waren bereits wohnungslos. Bedeutet: Sie haben keinen eigenen Mietvertrag mehr, sind bei Bekannten untergekommen, wohnen in einem Übergangsheim oder auf der Straße. „Wir vermuten, dass die Dunkelziffer viel höher ist. Von einigen wissen wir nicht, wo sie übernachten“, sagt Sylvia Albert.

Immer mehr Menschen in Wohnungsnot

Betroffen sind Menschen fast jeder Altersgruppe. Die meisten sind jedoch zwischen 31 und 40 Jahre alt. „Die Fallzahlen bei uns sind hoch und reißen seit Jahren nicht ab – im Gegenteil. Es werden immer mehr“, berichtet die Sozialarbeiterin. Sie vermutet das mangelnde Wohnungsangebot als einen Grund dafür, aber auch die komplizierte Bürokratie und fehlende soziale Kontakte, an die sich Betroffene wenden könnten.

Die Gründe für drohende Wohnungslosigkeit können ganz unterschiedlich sein: Manchmal sind es Schicksalsschläge. Zum Beispiel ist da ein alter Mann, dessen Frau gestorben ist und den nun alles überfordert. Plötzlich ist die Wohnung zu groß für ihn und allein nicht mehr bezahlbar. Alles wächst ihm über den Kopf, er schafft es nicht mal mehr zu putzen. Dann ist die Wohnung so verdreckt, dass der Vermieter einer Weitervermietung nur zustimmt, wenn der Zustand der Wohnung in Ordnung gebracht wird.

Die Spendenaktion „Dresdner helfen Dresdnern“ hat begonnen. Quelle: DNN

DNN-Aktion „Dresdner helfen Dresdnern“ unterstützt

In diesem Fall helfen die Spendengelder der DNN-Aktion „Dresdner helfen Dresdnern“. „Wir konnten von dem Spendengeld eine Reinigungsfirma engagieren und die Wohnung auf Vordermann bringen“, berichtet Albert. Damit der saubere Zustand erhalten bleibt, wurde die Anerkennung eines Pflegegrades beantragt und vom Pflegegeld eine Haushaltshilfe eingestellt. Pro Fall werden maximal 550 Euro aus dem Spendentopf bewilligt. So konnte im letzten Jahr 25 Menschen und Familien geholfen werden. All das sind Fälle, in denen kein Rechtsanspruch besteht und die benötigten Dinge nicht anderweitig beantragt werden können – wenn beispielsweise eine Waschmaschine gebraucht wird, weil die alte kaputt ist und kein Geld für eine neue da ist oder das Geld für die Wohnungskaution fehlt.

Voraussetzung dafür ist, dass die Menschen bei einer anerkannten Beratungsstelle, zum Beispiel bei der Diakonie, in Beratung sind. Montags, mittwochs und freitags finden Notfallsprechstunden bei der Wohnungsnotfallhilfe statt. Gemeinsam mit den Sozialarbeitern soll die Wohnsituation nachhaltig stabilisiert werden, damit Mietschulden und andere Probleme mit dem Dach über dem Kopf künftig der Vergangenheit angehören.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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