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Dresdens Sportler des Jahres Sechs Dresdner Teams, die Grund zum Feiern hatten
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14:55 02.02.2018
Die Handballer vom HC Elbflorenz (hier vorn Henning Quade, dahinter Tim-Philip Jurgeleit) feierten Ende April den Aufstieg in die 2. Bundesliga.
Die Handballer vom HC Elbflorenz (hier vorn Henning Quade, dahinter Tim-Philip Jurgeleit) feierten Ende April den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Quelle: soccerfoto
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Dresden

Die Sportakrobaten des Dresdner SC Sebastian Grohmann, Erik Leppuner, Vincent Kühne und Tom Mädler sind ein verschworenes Team und haben 2017 bei der EM in Polen einen hervorragenden sechsten Platz im Mehrkampf, einen fünften Rang in der Dynamik-Übung und einen sechsten Platz in der Balance erkämpft. In dieser Zusammensetzung war es für die Vierergruppe der bislang größte Erfolg. „Sie haben bestätigt, dass sie auf dem Top-Niveau mithalten können“, sagte Trainerin Petra Vitera. Bis zur diesjährigen WM in Antwerpen arbeitet das Quartett daran, die Schwierigkeiten noch weiter aufzustocken. Grohmann, Leppuner und Mädler hatten bereits 2016 noch im Juniorenbereich für einen historischen Erfolg gesorgt. Gemeinsam mit Florian Vitera holten sie damals bei der WM in China das erste Edelmetall für die DSC-Sportakrobatik. Nachdem Vitera ausgeschieden war, ersetzte ihn Vincent Kühne.

Die DSC-Sportakrobaten waren bei der EM in Polen vorn dabei. Quelle: DSC

„Die Jungs harmonieren wirklich sehr gut. Sie haben alle sehr zeitig verstanden, dass sich in unserem Sport einer auf den anderen verlassen muss. Alle Vier sind mit großer Leidenschaft dabei, die Harmonie in der Vierergruppe stimmt und ich kann mich nicht erinnern, dass es zwischen ihnen mal richtig gekracht hätte“, so Petra Vitera. Kühne, mit 21 Jahren der Älteste, sei derjenige, der die anderen antreibt und mitreißt, wie die Trainerin berichtet. Um sich auf seinen Sport konzentrieren zu können, hat der ehemalige Absolvent des Sportgymnasiums den Studienbeginn sogar auf Oktober hinausgeschoben. Grohmann (20) und Leppuner (19) sind ebenfalls Sportgymnasiasten, Mädler (16) lernt an der Sportoberschule. Grohmann war früher übrigens Schwimmer und Kühne wechselte von den Leichtathleten zur Sportakrobatik.

Die Turn-Riege des Dresdner SC hat im vergangenen Jahr mit dem Aufstieg in die 1. Bundesliga für Furore gesorgt. Schon den ersten von insgesamt drei Wettkämpfen der 2. Bundesliga gewann das Team mit Marlene Bindig, Julia Vietor, Maria Sonntag, Susi Beck, Lucienne Fragel, Lisa Marie Schulz und Jule Mehnert im Mai in Waging am See überraschend vor Ulm. Vor dem zweiten Wettkampf im Oktober in Heidenheim musste die Riege dann zwei arge Dämpfer hinnehmen. Lucienne Fragel brach sich beide Ellenbogen und fiel komplett aus. Die deutsche Bodenmeisterin von 2015, Marlene Bindig, startete im September ihr Studium in Italien und konnte nur noch ganz wenig trainieren. Deshalb verstärkte die junge Chemnitzerin Lea Marie Quaas die DSC-Riege, die bei diesem Wettkampf Rang vier erreichte.

DSC-Turnerinnen rückten im vorigen Jahr in die 1. Bundesliga auf. Quelle: DSC

Dann aber kam das große Finale im November in der heimischen Margon-Arena. Vor dem begeisterten Publikum kitzelten die Schützlinge von Tom Kroker noch einmal alles aus sich heraus und siegten zum zweiten Mal vor dem SSV Ulm, der in der Gesamtwertung dennoch knapp vor den Dresdner Mädels landete. Mannschaftskapitän Julia Vietor sicherte sich als beste DSC-Athletin im Einzel einen sehr guten vierten Rang. Marlene Bindig begeisterte bei ihrem letzten Wettkampf noch einmal mit ihrer Bodenübung und bekam dafür den Tageshöchstwert, der auch in der ersten Liga nur von einer Turnerin erreicht wurde. Der tollen Vorstellung der DSC-Riege folgte nur wenige Tage später noch die großartige Belohnung. Weil sich Chemnitz-Altendorf aus der 1. Bundesliga zurückzog, durften die Dresdnerinnen nachrücken.

Die DSC-Volleyballerinnen erreichten das Halbfinale der Meisterrunde. Quelle: M. Rietschel

Die DSC-Volleyballerinnen konnten in der vergangenen Saison zwar ihren Meistertitel nicht verteidigen, dennoch holte sich der „Dauerbrenner“ der Bundesliga erneut eine Medaille. Nach drei Vizemeisterschaften und drei Titeln in Serie erkämpften sich die Schützlinge von Trainer Alexander Waibl diesmal Bronze. Auch wenn das Halbfinal-Aus gegen Stuttgart schmerzte, hat die Mannschaft nach vielen Rückschlägen noch das Beste aus der Saison herausgeholt. Dabei hatte man nach dem Double-Gewinn 2016 viele Leistungsträgerinnen ziehen lassen müssen. Der neuformierte Kader musste sich erst finden und kämpfte schon zu Beginn mit Verletzungspech. Eva Hodanova zog sich zu Beginn einen Kreuzbandriss zu und fiel ganz aus, in der entscheidenden Play-off-Phase fehlten dann mit Erin Johnson, Brittney Cooper und Jocelynn Birks gleich drei wichtige Spielerinnen. „Deshalb konnten die Mädels wirklich stolz auf das Erreichte sein“, erklärte Waibl, der im Sommer die richtigen Konsequenzen zog und für diese Saison wieder eine schlagkräftige Mannschaft formiert hat. Mit dem Erreichen des Pokalfinales kann sich sein Team bereits den ersten Erfolg der neuen Spielzeit auf die Fahnen heften.

Die Dynamo-Profis beendeten die 2. Liga im Mai 2017 als Fünfte. Quelle: Frank Dehlis

Die Dynamo-Fußballer können sich die Saison 2016/17 einrahmen. Der Aufsteiger war die Überraschungsmannschaft im Bundesliga-Unterhaus und konnte am Ende mit 50 Punkten und einem starken fünften Platz auf die erfolgreichste Saison zurückblicken, die die SGD jemals in der 2. Bundesliga spielte. Zwischenzeitlich hatten die Kicker des Kultclubs sogar am Durchmarsch in die Beletage des deutschen Fußballs geschnuppert, aber das klappte dann doch noch nicht ganz. Dennoch, das Team von Trainer Uwe Neuhaus begeisterte die Fans mit tollem Offensiv-Fußball, stellte mit 53 Toren hinter dem Zweitliga-Meister VfB Stuttgart die zweitbeste Offensive des Unterhauses. Nach dem Abgang von Torjäger Stefan Kutschke, dem Verkauf der exzellenten Dribbler Akaki Gogia und Marvin Stefaniak sowie dem Verlust der erfahrenen Verteidiger Nils Teixeira und Giuliano Modica hatte die SGD aber Mühe, sich in der neuen Saison zu finden. Im Herbst rutschte sie bis auf den 16. Platz ab und kämpft auch aktuell weiter gegen den Abstieg.

Für die Handballer des HC Elbflorenz gingen im vergangenen Jahr gleich zwei Träume in Erfüllung. Das Team von Trainer Christian Pöhler schaffte den ersehnten Aufstieg in die 2. Bundesliga und mit der neuen Ballsport-Arena, die Vereinspräsident und Mäzen Uwe Saegeling als Investor errichten ließ, konnten die Handballer eine neue Heimstätte in Besitz nehmen. Der erst 2006 gegründete Verein schlug damit ein neues Kapitel in seiner noch jungen Vereinsgeschichte und zugleich in der Historie des Dresdner Handballsports insgesamt auf. Nachdem die HCE-Männer schon zweimal zuvor den Aufstieg knapp verpasst hatten, begann auch diesmal die Saison unter dem neuen Trainer Christian Pöhler nicht nach Plan. Drei Niederlagen in Folge sorgten im Umfeld für lange Gesichter. Doch dann rollten die Männer von Elbflorenz das Feld von hinten auf, starteten eine sensationelle Aufholjagd und machten am 29. April mit dem 17. Sieg in Folge (gegen den LVB Leipzig) den Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt. Der damalige Torhüter Henrik Ruud Tovas erklärte im April: „Wir sind in diesem Jahr immer einen Schritt schneller gelaufen, haben noch mehr trainiert und als Mannschaft zusammengestanden. Das hat sich ausgezahlt. Unser Trainer hat uns 45 Wochen genervt, hat immer mehr von uns gefordert, das Potenzial aus jedem herausgekitzelt. Er ist wirklich nervig gut.“ Inzwischen kämpfen die Pöhler-Schützlinge darum, auch ihre Premieren-Saison in der Bundesliga erfolgreich abzuschließen.

Das Cricket-Team wurde in Berlin Deutscher Meister in der T20-Formel. Quelle: Verein

Das Cricket-Team des RC Dresden hat 2017 zum zweiten Mal in Folge in Berlin die Deutsche Cricket-Meisterschaft in der Formel T 20, das heißt über 20 Overs, gewonnen. Zuerst setzten sich die Elbestädter im Halbfinale gegen die Mannschaft aus Bremen durch und anschließend wurde im Finale auch Karlsruhe mit 134 zu 89 Runs bezwungen. Dieser großartige Erfolg rundete eine sehr erfolgreiche Saison für den Dresdner Cricket-Sport ab. Vor dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft hatten die Sachsen bereits die tschechische Vizemeisterschaft in der Formel T 40 und den Sachsen-Cup in der Formel T 20 errungen. In den vergangenen Jahren ist die Zahl derer, die dem aus England stammenden Spiel frönen, auch hierzulande deutlich größer geworden. Der Fünf-Sparten-Verein Rugby Cricket Dresden e.V., zu dem auch noch die Sektionen Australian und Gaelic Football sowie Hurling gehören, verzeichnete vor allem seit der Flüchtlingswelle im Herbst 2015 viel Zulauf. Asylbewerber aus Afghanistan, Pakistan oder Syrien fanden sich beim Training und bei den Spielen des RC Dresden im Ostragehege ein. Cricket-Trainer Vignaesh Sankaran kommt wie einige andere aus dem Team aus Indien. Der Verein, schon seit 2012 Integrationsstützpunkt des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), wurde sogar 2016 vom Deutschen Cricket-Bund als Verein des Jahres geehrt.

Hier geht´s zur Online-Abstimmung: www.ssb-dresden.de/sportlerumfrage

Mitmachen lohnt!

Machen Sie wieder mit, liebe Leser, und küren Sie Ihre Favoriten für die Sportlerwahl per Internet oder per Post, indem Sie den in der DNN abgedruckten Coupon ausfüllen und an den Stadtsportbund Dresden, Bodenbacher Straße 154 in 01277 Dresden, schicken. Stimmkarten sind demnächst auch in einigen Filialen der Ostsächsischen Sparkasse erhältlich. Je Kategorie kreuzen Sie bitte nur einen Sportler an. Gewertet werden bei der Auszählung der per Post eingesendeten Stimmkarten nur Originale, keine kopierten Exemplare.

Ihre Stimmabgabe wird mit ein wenig Glück belohnt, denn wir verlosen wieder einige attraktive Preise unter allen Teilnehmern der Umfrage. Die großen Dresdner Sportvereine unterstützen die Sportlerwahl u.a, wieder mit Eintrittskarten. So stiften die DSC-Volleyballerinnen vier Tickets für ein Heimspiel und einen höherwertigen Preis, die Dresden Monarchs 3 x 2 Eintrittskarten. Auch Handball-Drittligist HC Elbflorenz lobt Tickets aus, Dynamo Dresden will ebenfalls wieder ein attraktives Angebot machen. Vom Stadtsportbund Dresden e.V. gibt es wieder zwei Eintrittskarten für den Gala-Abend des Dresdner Sports am 8. April im Internationalen Kongresszentrum am Elbufer sowie zwei Frauenkirchen-Uhren. Die DNN stellen weitere Kleinpreise bereit.

Von Astrid Hofmann