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Dresdens Sportler des Jahres Dresdner Sportlerwahl: Sechs Talente, die für Aufsehen sorgten
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13:07 28.01.2018
Johanna Holfeld gewann bei der JWM 2017 Bronze im Bouldern. Quelle: Archiv
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Dresden

Schwimmerin Alexandra Arlt vom Dresdner SC hat im vergangenen Jahr Historisches geschafft. Die 16-Jährige qualifizierte sich als erste Dresdner Schwimmerin nach der Wende für eine Junioren-WM. Und in Indianapolis (USA) krönte das Talent die Saison mit einer tollen Vorstellung. Eigentlich war sie nur für die 4-x-100-m-Freistilstaffel nominiert, doch aufgrund ihrer hervorragenden Leistungen in der Vorbereitung in Louisville durfte sie schon zum Auftakt in der Mixed-Staffel ran. Im Vorlauf über 4 x 100  m Freistil schlug sie nach 55,94 s an und verbesserte damit ihre Bestzeit deutlich, erzielte zudem die beste Zeit des deutschen Quartetts. Im Finale setzte der Schützling von Peter Bräunlich und Ben Günther noch einen drauf und war mit 55,81 s erneut die Beste im deutschen Team, mit dem sie am Ende einen sehr guten sechsten Platz erkämpfte. Und der Lohn war ein weiterer Einsatz in der 4-x-100-m-Lagenstaffel.

Alexandra Arlt schaffte als erste Dresdner Schwimmerin nach der Wende die Qualifikation für eine Junioren-Weltmeisterschaft. Quelle: Dietrich Flechtner

„Sie ist überall Bestzeiten geschwommen, hat Top-Leistungen gebracht“, freute sich Peter Bräunlich. Ihre JWM-Einsätze hatte sich die Dresdnerin, die bis zur 3. Klasse auch geturnt hat, zuvor bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften mit zweimal Gold und einmal Bronze verdient. Sie verfüge über eine exzellente Technik und habe zuletzt auch an ihrem Start gearbeitet, lobt Bräunlich. Mit ihren Leistungen in Indianapolis erkämpfte sich Alexandra Arlt auch die Aufnahme in die Juniorennationalmannschaft.

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Lea Johanna Dastich qualifizierte sich für die Europameisterschaft. Quelle: dpa

Eiskunstläuferin Lea Johanna Dastich vom Dresdner EC hat ein erfolgreiches und auch aufregendes Jahr 2017 hinter sich. Die 16-Jährige erkämpfte sich im März bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Taipeh mit persönlicher Bestleistung einen starken achten Platz. Nachdem sie im Vorjahr in Debrecen Rang zwölf belegt hatte, konnte sich der Schützling von Olympiasiegerin Anett Pötzsch noch einmal steigern und in die Top-ten laufen. Zuvor hatte sich das Talent schon im Februar mit einem dritten Platz bei den Internationalen Bavarian Open in Oberstdorf mit einer starken Vorstellung den dritten Platz gesichert. Im Sommer folgte die Sportgymnasiastin ihrer Trainerin nach Mannheim. Trotz Eingewöhnung ins neue Umfeld einschließlich Schule setzte Lea Dastich ihre Entwicklung nahtlos fort, qualifizierte sich erstmals sogar für Europameisterschaft der Damen 2018 in Moskau, wo sie kürzlich Rang 16 belegte. Und sie holte sich bei den Deutschen Meisterschaften nach Silber im Dezember 2016 diesmal die Bronzemedaille. Im März steht für den Pötzsch-Schützling erneut die Junioren-WM in Sofia auf dem Plan.

Ruderin Katja Fuhrmann vom Laubegaster Ruderverein hat im vergangenen Jahr ihren bislang größten Erfolg gefeiert. Die 18-Jährige gewann mit der für Ingolstadt startenden Marie-Sophie Zeidler bei der U19-Weltmeisterschaft in Trakai (Litauen) Bronze im Zweier ohne. Zuvor hatte das Duo bereits Gold bei der Deutschen Meisterschaft und Bronze bei der U19-EM in Krefeld geholt. Für die Schwester des ehemaligen Junioren-Weltmeisters Kai Fuhrmann war der dritte Platz in Litauen die Bestätigung, dass sie auf dem richtigen Weg ist. „Katja hat sich im vergangenen Jahr positiv entwickelt, nicht nur im Ruderboot, sondern auch menschlich“, sagt Trainer Egbert Scheibe, der sie am Stützpunkt in Cotta betreut. Sie verfüge über gute körperliche Voraussetzungen, wie der Trainer betont, und auch ihr Ehrgeiz würde sich immer weiter entwickeln. „Sie arbeitet jetzt sehr zielgerichtet, um sich in diesem Jahr im U23-Bereich zu etablieren“, so Scheibe.

Ruderin Katja Fuhrmann fuhr im Zweier bei der U19-WM zu Bronze. Quelle: rudern.de

Dabei soll die Abiturientin des Sportgymnasiums in dieser Saison wieder mit ihrer ehemaligen Partnerin Katja Rübling (DRV) ein Team bilden. Mit ihr hatte Fuhrmann bereits 2016 JEM-Bronze erkämpft. Die demnächst 20-jährige Rübling wechselte dann allerdings in den U23-Kader und ging zudem in die USA. „Sie kommt Ende Mai zurück, dann wollen wir sehen, dass sich beide schnell zusammenfinden“, hofft Egbert Scheibe.

Klettersportlerin Johanna Holfeld vom Sächsischen Bergsteigerbund hat im September in Innsbruck einen weiteren Erfolg in ihrer noch jungen Laufbahn gefeiert. Sie gewann bei der Junioren-Weltmeisterschaft die Bronzemedaille im Bouldern. Die sächsische Nachwuchshoffnung war damit die einzige deutsche Teilnehmerin, die es in der Tiroler Hauptstadt aufs Podest schaffte. Zuvor hatte sich die 18-Jährige bei den Europäischen Jugendcups schon einige Siege und gute Platzierungen erkämpft. Im November wurde sie deutsche Vizemeisterin im Leadklettern. Schon seit 2015 gehört Johanna zum deutschen Nationalkader, hat schon deutsche Meistertitel errungen und gilt inzwischen auch als eine Kandidatin für die Olympischen Spiele 2020, wo Sportklettern erstmals vertreten ist. Das Ausnahmetalent kam einst durch ihre Eltern zum Klettern, die sie schon als Kind regelmäßig mitnahmen. So richtig angefangen habe sie aber erst mit zehn Jahren, nachdem sie mit einer Klettergruppe in Südfrankreich war, weiß das Kletterass zu berichten. „Bouldern und Klettern macht mir einfach viel Spaß, weil die Bewegungen dabei so abwechslungsreich sind und ich es liebe, Neues auszuprobieren. Außerdem entdeckt man dabei immer wieder wunderschöne Orte“, erklärt Holfeld ihre Leidenschaft für diesen Sport.

Kanute Jakob Kurschat holte 2017 im K2 den Junioren-Weltmeistertitel. Quelle: imago

Kanurennsportler Jakob Kurschat vom WSV „Am Blauen Wunder“ feierte im Sommer 2017 seinen bislang wichtigsten Erfolg. Der Schützling von Stützpunkttrainer Jens Kühn, bei dem er seit rund vier Jahren trainiert, holte sich gemeinsam mit Jakob Thordsen aus Hannover bei der Junioren-Weltmeisterschaft im rumänischen Pitesti Gold im K2 über 1000  m. „Das war eine überragende Leistung, sie haben dort alle Läufe glänzend bestritten und sich verdient den Titel erkämpft“, schwärmt Jens Kühn, der auch sonst nur Positives über seinen Schützling zu berichten weiß: „Jakob ist unheimlich fleißig und ehrgeizig. Er schöpft jedes Training maximal aus, ihn muss man eher mal bremsen.“ Inzwischen heizt der 18-Jährige im Training Olympiasieger Tom Liebscher kräftig ein. „Er ist ein wichtiger Trainingspartner für Tom geworden“, bestätigt Kühn. Dabei hatte sich Kurschat, dessen Eltern auch hobbymäßig gepaddelt sind, anfangs in Loschwitz beim Fußball ausprobiert. Doch das sei nicht der richtige Sport für ihn gewesen, bekennt der Junioren-Weltmeister, der 2007 zum Kanurennsport fand und heute betont: „Das Paddeln macht mir richtig Spaß. Selbst im Urlaub kann ich nur schwer darauf verzichten.“ Bei den Deutschen Meisterschaften, die stets nach den großen Höhepunkten stattfinden, sicherte sich Jakob Kurschat 2017 übrigens dreimal Gold (K1 über 1000 m und 5000 m und K4 über 1000 m). In diesem Jahr will er sich für die Höhepunkte im U23-Bereich qualifizieren.

Michelle Rütze ist Junioren-Weltmeisterin im Flossenschwimmen. Quelle: Archiv/Steffen Manig

Flossenschwimmerin Michèle Rütze vom Tauchsportclub Dresden-Nord darf sich seit August vergangenen Jahres Junioren-Weltmeisterin nennen. Die 17-Jährige tauchte beim der JWM im russischen Tomsk über 50 m zu Gold, schlug dabei sogar die haushohe Favoritin Ekaterina Mikailushkina aus Russland. Damit krönte das Dresdner Talent die bisherige Laufbahn. Schon im Jahr zuvor war Michèle Vierte bei der JWM geworden. Seit 2015 gehört sie – als einzige Athletin der SG Dresden (Tauchclub Nord und Mitte bilden eine SG) – zur Jugend-Nationalmannschaft, holte mit der Staffel 2015 schon JEM-Silber und 2017 bei der EM der Großen Staffel-Bronze. Unter den Fittichen von Trainer Reiner Dietze hat sich die ehrgeizige Sportlerin immer weiter verbessert. „Anfangs gab es eine Flossenschwimmerin aus Plauen, die war in Sachsen schneller als ich. Das hat mich motiviert, ich wollte nicht immer nur Zweite sein“, verrät sie ihre Motivation. Schon seit 2011 ist der Tauchsport ihre große Liebe, seit 2012 bestreitet sie Wettkämpfe in dieser nichtolympischen Sportart. Obwohl sie in Klotzsche ein normales Gymnasium besucht, trainiert sie sechsmal pro Woche – dreimal in der Schwimmhalle, dreimal geht sie ins Fitness-Studio. Zwei Wünsche hat sie: „Etwas mehr Aufmerksamkeit für unseren Sport wäre schön und ich möchte irgendwann einmal einen Weltrekord schwimmen“, so die Junioren-Weltmeisterin.

Hier geht´s zur Online-Abstimmung: www.ssb-dresden.de/sportlerumfrage

Mitmachen lohnt!

Machen Sie wieder mit, liebe Leser, und küren Sie Ihre Favoriten für die Sportlerwahl per Internet oder per Post, indem Sie den in der DNN abgedruckten Coupon ausfüllen und an den Stadtsportbund Dresden, Bodenbacher Straße 154 in 01277 Dresden, schicken. Stimmkarten sind demnächst auch in einigen Filialen der Ostsächsischen Sparkasse erhältlich. Je Kategorie kreuzen Sie bitte nur einen Sportler an. Gewertet werden bei der Auszählung der per Post eingesendeten Stimmkarten nur Originale, keine kopierten Exemplare.

Ihre Stimmabgabe wird mit ein wenig Glück belohnt, denn wir verlosen wieder einige attraktive Preise unter allen Teilnehmern der Umfrage. Die großen Dresdner Sportvereine unterstützen die Sportlerwahl u.a, wieder mit Eintrittskarten. So stiften die DSC-Volleyballerinnen vier Tickets für ein Heimspiel und einen höherwertigen Preis, die Dresden Monarchs 3 x 2 Eintrittskarten. Auch Handball-Drittligist HC Elbflorenz lobt Tickets aus, Dynamo Dresden will ebenfalls wieder ein attraktives Angebot machen. Vom Stadtsportbund Dresden e.V. gibt es wieder zwei Eintrittskarten für den Gala-Abend des Dresdner Sports am 8. April im Internationalen Kongresszentrum am Elbufer sowie zwei Frauenkirchen-Uhren. Die DNN stellen weitere Kleinpreise bereit.

Von Astrid Hofmann