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DNN-Wandervorschläge DNN-Wandervorschlag: Über den Wilisch zum Finckenfang in Maxen
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14:54 29.05.2020
Das zweiflügelige Schlösschen im Stiftsgut
Das zweiflügelige Schlösschen im Stiftsgut Quelle: Foto: Frank Wehrmeister
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Kreischa

Heute starten wir unterhalb der Kirche in Kreischa zu einer zirka 14 Kilometer langen Tour. Wir laufen auf der Lungkwitzer Straße und biegen an der Apotheke ab. Vom Kirchhof führt der Pfarrweg ins Waldgebiet des Wilisch. Der „Gelbe Strich“ biegt hier links auf einen Damm und in den Wald ab. Es geht nun sehr steil bergan. Die Route entspricht dem Kurweg „A“.

Gelber Strich für Gipfelstürmer

Auf dem breiten Hermsdorfer Weg wandern wir rechts bis zum Waldrand und dort links an der alten Wilischbaude vorbei zum Gipfel des 476 Meter hohen Wilisch. Hier wurde bis vor etwa 100 Jahren Basalt gebrochen, so dass die Kuppe leider zur Hälfte abgetragen ist. Von der Abbruchkante bietet sich eine herrliche Aussicht. Eine Säule der sächsischen Landesvermessung von 1781 ist dort auch zu finden.

Nach kurzem Abstieg erreichen wir eine Kreuzung mit mehreren Wegweisern. Wir wandern rechts herum weiter hinab und gehen auf dem nächsten breiten Waldweg kurz in Richtung Hirschbach. Zwei Routen führen von einer Kreuzung zum Gasthaus „Teufelsmühle“ – entweder der „Grüne Strich“ gleich links oder der „Gelbe Strich“ durch das Wilischbachtal. Von der Wandertafel nahe der Teufelsmühle gehen wir dann links. Über Stufen und eine Schleife im Wald umgehen wir eine steile Abbruchkante des Lockwitzbaches, die den bequemen Weg im Tal unpassierbar macht.

Schließlich überqueren wir mit der Straßenbrücke den Flusslauf und wandern über einen Hügel zur Waldwiese und weiter bis zur Hausdorfer Straße. Nach deren Überquerung finden wir den Einstieg in die urige Kroatenschlucht.

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Am oberen Ende wird der Blick frei zum Finckenfang bei Maxen. Der Name geht auf ein historisches Ereignis zurück: Im Siebenjährigen Krieg wurde hier am 20. November 1759 in einer Schlacht zwischen Österreichern und Preußen der preußische General Friedrich von Finck mit 15 000 Mann festgesetzt. Auf der Bergkuppe befand sich früher eine Gaststätte mit Aussichtsturm. Links über das Weideland sind es nur wenige Meter bis zum Aussichtspunkt in 395 Metern Höhe.

Das Schloss des sächsischen Adels

Wir folgen dem „Gelben Strich“. Er biegt vor Maxen rechts von der Straße ab und erreicht das Dorf nahe der Kirche. Links geht es aufwärts bis zum Gasthof, zum Heimatmuseum und geradeaus. Der Kurweg F führt schließlich hinab zur Wittgensdorfer Straße. Rechter Hand finden wir dort den Zugang zum Waldgebiet am Eichberg. Wir laufen mit dem „f1-Zeichen“ auf einem eher schmalen Weg am steilen, üppig bewachsenen Hang entlang.

Auf halber Strecke gen Kreischa steigen wir nach Lungkwitz ab. Leider fehlt hier ein Hinweisschild. Das restaurierte Ensemble von Schloss und Stiftsgut ist sehenswert. Am bewaldeten Hang am Ufer des Lockwitzbaches sind zudem die fünf Soldatenhöhlen zu entdecken. Diese sind wohl natürlich entstanden und könnten schon unseren Vorfahren als Unterkunft gedient haben, ehe in Kriegszeiten tatsächlich Soldaten Unterschlupf fanden. Der Weg am Lockwitzbach mündet in die Fichtestraße, die zum Ausgangsort führt.

Hinweise: In der Gegend gibt es ein sehr gut beschildertes Kurwegenetz; Wanderkarte Sachsen, Blatt 37, Dippoldiswalde, Kreischa, Dohna (Vertrieb durch Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen, Olbrichtplatz 3, 01099 Dresden, Tel. 0351/8283-0) oder Wanderkarte Weißeritztäler/Tharandter Wald von Sachsen Kartographie GmbH; VVO-Hotline: 0351/852 65 55

Von Frank Wehrmeister