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125 Jahre DNN Dresden und die Welt im Jahr 2001
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08:22 13.02.2019
OB-Wahl 2001 in Dresden. Noch-Oberbürgermeister Herbert Wagner (CDU, r.) gratuliert seinem Nachfolger Ingolf Roßberg. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

9. Januar: Prozessauftakt im Mordfall Adolph. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 35-jährige Angeklagten Manfred R. vor, am 5.Februar 1997 den Oberlandeskirchenrat Roland Adolph und dessen Frau Petra im Karauschenwald bei Moritzburg erschossen zu haben.

Umringt von den zahlreich versammelten Vertretern der Presse betrat Manfred R. das Dresdner Landgericht. Er soll sich für den Doppelmord an Oberlandeskirchenrat Adolph und dessen Frau Petra im Februar 1997 verantworten. Quelle: Norbert Millauer, ddp

30. Januar: Ministerpräsident Kurt Biedenkopf entlässt seinen Finanzminister Georg Milbradt nach zehn Jahren Amtszeit wegen unüberbrückbarer Meinungsverschiedenheiten über die Ministerpräsidenten-Nachfolge. Als neuer Finanzminister wird der bisherige Chef der Staatskanzlei, Thomas de Maizière in sein Amt eingeführt.

Biedenkopf selbst gerät zunehmend in die Kritik: wegen der Paunsdorf-Affäre, zu geringer Mietzahlungen für seine Villa in der Schevenstraße und wegen Rabattverhandlungen bei Ikea.

24. Juni: Ingolf Roßberg ist neuer Oberbürgermeister von Dresden. Roßberg, der für die Initiative „OB für Dresden“ antritt, erhält zwar im ersten Wahlgang am 10. Juni die meisten Stimmen, verfehlt jedoch mit 47 Prozent die absolute Mehrheit. Im zweiten Wahlgang gewinnt Roßberg und löst Herbert Wagner als OB ab.

3. Mai: Der supraleitende Elektronenstrahlbeschleuniger ELBE wird im Forschungszentrum Rossendorf in Betrieb genommen

29. Juni: Auf dem Theaterplatz gibt Sting vor historischer Kulisse ein Konzert. Am selben Tag gastieren die „Ärzte“ bei den Filmnächten am Elbufer.

15. August: Im Elbepark eröffnet „Ikea“ sein Möbelparadies und rund 35 000 Besucher stürmen das Geschäft. Dresden ist bundesweit das 26. Einrichtungshaus der Schweden.

16. September: Georg Milbradt, von Kurt Biedenkopf als Finanzminister entlassen, wird auf dem CDU-Landesparteitag mit 58 Prozent der Stimmen zum neuen CDU-Landeschef gewählt.

9. November: 63 Jahre nach der Zerstörung des von Gottfried Semper geschaffenen alten jüdischen Gotteshauses wird der 21,5 Millionen Mark teure Neubau der Synagoge am Hasenberg feierlich eingeweiht. 400 Gäste sind gekommen, darunter der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland Paul Spiegel, die Tochter des letzten Rabbiners von 1938 Margit David und der international gefeierte Schauspieler und Regisseur Maximilian Schell.

15. November: Der Stadtrat beschließt die Schließung von 21 der 141 Dresdner Schulen. Begründung: Es seien einfach zu wenig Kinder da, um diese Bildungsstätten zu erhalten. Vor der Tür stehen Hunderte um gegen die Schließung zu protestieren.

19. November: Wasser auf der Leubener Operettenbühne: Während einer Aufführung von „Hoffmanns Erzählungen“ springt nach einem pyrotechnischen Effekt plötzlich die Feuerlöschanlage an. „Mit einem Riesenplatsch wie beim schlimmsten Gewitter“, so eine Sängerin, ergießen sich 13.000 Liter Wasser auf die Bühne.

11. Dezember: Im Beisein von Bundeskanzler Gerhard Schröder eröffnet VW seine Gläserne Manufaktur. Das Werk entstand in drei Jahren für 365 Millionen Mark und soll täglich 150 Luxuskarossen ausstoßen – als Glanzstück den Phaeton. Eine Güterstraßenbahn übernimmt den Materialtransport.

16. Dezember: „Wetten, dass?“ in den Messehallen. Auf der Gästeliste stehen unter anderem Paul McCartney, Elton John, Robbie Williams und Destiny’s Child. Thomas Gottschalk verliert die Stadtwette: Mehr als 10 000 Dresdner strömen trotz grimmiger Kälte zum Theaterplatz, um mit Kerzen das Logo der Frauenkirchenstiftung nachzubilden.

Im Januar 2001 muss die Eislöwen-GmbH einen Insolvenzantrag stellen, im Dezember ist Dynamo Dresden bankrott und geht bei den Fans betteln. 2001 fahren die letzten Ikarus-Busse im Linienverkehr durch Dresden, wird das Wandbild „Der Weg der roten Fahne“ an der Westseite des Kulturpalastes zum Kulturdenkmal erklärt und sucht die „heiße Hilde“, Dresden im August mit 34 Grad Hitze heim

Deutschland Europa und die Welt

2. Januar: Die Bundeswehr beginnt mit der Grundausbildung von Frauen an der Waffe.

15. Januar: Die englischsprachige Wikipedia wird gegründet – zwei Monate später die Deutschsprachige.

20. Januar: George W. Bush wird zum neuen Präsidenten der USA vereidigt.

12. März: Taliban-Milizen zerstören die Buddha-Statuen von Bamiyan in Afghanistan. Sie sind mit 53 und 35 Metern die größten Buddha-Statuen der Welt.

23. März: Nach 15 Jahren in der Umlaufbahn wird die Raumstation Mir gezielt zum Absturz gebracht und verglüht über dem Pazifik

23. Mai: Dem Franzosen Marco Siffredi gelingt als erstem Menschen eine Snowboard-Abfahrt vom Mount Everest.

16. Juni: Berlins Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen wird durch ein Misstrauensvotum im Zusammenhang mit dem Berliner Bankenskandal gestürzt. Sein Nachfolger wird Klaus Wowereit.

20.–22. Juli: In Genua findet der G8-Wirtschaftsgipfel statt. Er erlangt Bekanntheit aufgrund der Brutalität von Teilen der italienischen Polizei aber auch von Demonstranten.

11. September: Terroranschläge auf das World Trade Center (WTC) und das Pentagon in den USA. Die Täter,Mitglieder des islamistischen Terrornetzwerks al-Qaida, entführen vier Verkehrsflugzeuge, lenken zwei davon in die Türme des WTC, die dadurch einstürzen, und eins in das Pentagon in Arlington. Das vierte Flugzeug wird nach Kämpfen mit Passagieren von den Entführern zum Absturz gebracht. Bei den Anschlägen sterben fast 3 000 Menschen.

Die Aufnahme vom 11. September 2001, die von einem Mitarbeiter des New York City Police Department (NYPD) aus der Luft aufgenommen wurde, zeigt Wolken aus Staub und Rauch, die über den eingestürzten Türmen des World Trade Centers und über Manhattan stehen. Quelle: dpa

7. Oktober: Als Reaktion auf die Anschläge vom 11. September beginnen die USA mit der „Operation Enduring Freedom“, dem Krieg gegen den Terrorismus.

24. Oktober: Brandkatastrophe im Gotthardpass-Tunnel, dabei sterben elf Menschen.

22. November: Harry Potter und der Stein der Weisen“ startet in den deutschen Kinos

27. November: Bayern München gewinnt den Weltpokal 2001 gegen die Boca Juniors durch ein 1:0 n. V.

22. Dezember: Der Deutsche Bundestag stimmt der Entsendung deutscher Streitkräfte nach Afghanistan zu, dem erste außereuropäischen Kampfeinsatz für Bundeswehrangehörige.

Gestorben sind 2001 unter anderem die Politikerin Regine Hildebrandt, Ex-Beatle George Harrison, der Regisseur Stanley Kramer, die Schriftsteller Jorge Amado, Douglas Adams, Stefan Heym und Rudi Strahl, der Flugzeugkonstrukteur Alexei Tupolew, die Schauspieler Joan Sims, Marga Legal, Jack Lemmon, Anthony Quinn und Gerd E. Schäfer, der Chansonnier Gilbert Bécaud, der Violinist Isaac Stern und die Pilotin und Sex-Shop-Gründerin Beate Uhse.

Von Monika Löffler

1893 – und zwar am 8. September – erschien in Dresden zum ersten Mal die Tageszeitung „Neueste Nachrichten“. Nur wenig später wurde sie in „Dresdner Neueste Nachrichten“ umbenannt. Anlässlich des Jubiläums blicken wir auf die Geschichte Dresdens, Deutschlands und der Welt zurück. Heute: das Jahr 2000.

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