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125 Jahre DNN Dresden und die Welt im Jahr 1903
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11:23 09.02.2018
Bei den verheerenden Luftangriffen im Februar 1945 wurde der Turm der Lukaskirche zerstört. Ein Förderverein bemüht sich derzeit um die Turmsanierung und sammelt Gelder für eine neue Haube.  Quelle: Dietrich Flechtner/Archiv
Dresden

 Ab 1. Januar gehören Cotta, Kaditz, Löbtau, Mickten, Naußlitz, Plauen, Trachau, Übigau und Wölfnitz zu Dresden. Der damalige Oberbürgermeister Otto Beutler treibt vehement den Ausbau Dresdens zur Großstadt voran. Die ehemaligen Vororte werden eingemeindet.

Die Lukaskirche wird an die Gemeinde übergeben. Das Gotteshaus in der Südvorstadt entstand zwischen 1899 und 1903 nach den Plänen des Leipziger Architekten Georg Weidenbach. Bei den Angriffen 1945 wird die Kirchturmspitze zerstört. Ein Förderverein bemüht sich um den Wiederaufbau.

Die Kirche wird jahrzehntelang für nationale und internationale Musikaufnahmen genutzt. Von 1964 bis 1972 wird die Kirche zum Tonstudio umgebaut. Hier dirigieren Herbert von Karajan und Karl Böhm, singen Theo Adam, Peter Schreier sowie Herman van Veen. Seit 1972 wird die Kirche wieder von der Lukaskirchgemeinde für Gottesdienste genutzt.

125 Jahre DNN

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Am 24. März rollt die Haidebahn zum ersten Mal von der Albertstadt nach Klotzsche zum Gasthof „Deutsche Eiche“. Die Bahn – eine Art Oberleitungsomnibus – wurde durch den Dresdner Unternehmer Carl Stoll erbaut. Die dreiachsigen Wagen verfügen über 16 Sitz- und sechs Perronplätze. Am 19. März 1904 stellte die Bahn den Betrieb wieder ein.

Im März wird im Stadtkrankenhaus Johannstadt die von Ottomar Reichelt entworfene Königliche Frauenklinik in Betrieb genommen.

Am 15. Mai wird in Dresden die Geografin und Mathematikerin Maria Reiche geboren. Ihr Lebenswerk ist die Erforschung der Nazca-Linien in Peru. Bis ins hohe Alter untersucht sie die rätselhaften Zeichnungen im Wüstenboden. Weltberühmt wird sie für die Luftaufnahmen vom Hubschrauber aus. Dafür lässt sie sich außerhalb der Kanzel auf den Kufen eines Helikopters festbinden. Am 6. Juni 1998 stirbt sie 95-jährig in Lima. Maria Reiche wird in Nazca begraben, wo sie über 25 Jahre in einer Hütte ohne Wasser und Strom gelebt hatte und sich heute ein Museum befindet.

Vom 13. bis 20. September tagt der SPD-Reichsparteitag in Dresden, der Hauptstadt des „Roten Königreichs“. 263 Delegierte versammeln sich in den Trianonsälen am Schützenplatz, darunter August Bebel, Karl Kautsky, Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und Eduard Bernstein. Und man hat Grund zu feiern: Bei der Reichstagswahl hat die SPD ihren Stimmenanteil auf 31,7 Prozent steigern können. In Sachsen erreicht sie sogar 58,8 Prozent.

Deutschland, Europa und die Welt

1. Januar: In den Behörden von Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz wird die geänderte deutsche Rechtschreibung eingeführt. Es werden damit Ergebnisse der II. Orthographischen Konferenz umgesetzt.

23. Februar: Die USA pachten von Kuba für 99 Jahre die Bucht von Guantánamo als Marinestützpunkt. Die jährliche Pacht beträgt 2000 US-Dollar.

1. März: Die Polizeidirektion Dresden führt in Deutschland die Daktyloskopie – das Fingerabdruckverfahren – zur Verbrechensaufklärung ein.

24. Mai: Der ADAC wird gegründet.

31. Mai: Eröffnung des Konzert- und Ballhauses Neue Welt in Zwickau

11. Juni: Der serbische König Alexander I. und seine Gattin Draga werden von serbischen Offizieren im Königspalast ermordet. Am 24. Juni wird Peter I. neuer König von Serbien.

1. Juli: Beginn der ersten Tour de France in Paris; sie führt über 2482 Kilometer durch ganz Frankreich.

25. Juli: Die Ford Motor Company beginnt mit dem Vertrieb ihres ersten Autos, des „Models A“.

29. Juli: Blutige Niederwerfung von Streiks und Unruhen in Kiew, Odessa, Tiflis und Baku durch russisches Militär

22. August: Die Streiks der Crimmitschauer Textilarbeiter beginnen; teilweise streiken mehr als 9300 Arbeiter

30. September: Das Trajekt WarnemündeGedser, die erste Eisenbahnfährverbindung der Welt, wird in Anwesenheit von König Christian IX. von Dänemark und Großherzog Friedrich Franz IV. von Mecklenburg-Schwerin eröffnet.

1. Oktober: Reinhold Burger erhält in Deutschland ein Patent auf die von ihm erforschte Isolierkanne. Nach dessen späterem Verkauf werden ab dem Jahr 1920 Thermoskannen als Produkt serienweise hergestellt.

18. November: In Washington wird der Hay-Bunau-Varilla-Vertrag zwischen den USA und Panama geschlossen, der den USA die Panamakanalzone samt Hoheitsrechten verschafft.

Edwin S. Porter dreht den ersten Western der Filmgeschichte: Der große Eisenbahnraub hat eine Länge von zwölf Minuten. Die Uraufführung erfolgt am 1. Dezember.

13. Dezember: Der italienische Immigrant Italo Marcioni erhält das US-Patent für die von ihm erfundene Maschine zur Herstellung von Eistüten aus Waffelteig.

17. Dezember: Die Brüder Wright heben mit dem Wright Flyer zum ersten gesteuerten Motorflug ab.

Das Unternehmen Harley-Davidson wird 1903 in Milwaukee, Wisconsin, USA, von William S. „Bill“ Harley (1880–1943) und Arthur Davidson gegründet.

Geboren werden 1903 unter anderem die Schriftsteller Georges Simenon und Anaïs Nin, die Schauspieler Grethe Weiser, Theo Lingen, Johannes Heesters und Fernandel, der Regisseur Vincente Minnelli, Sänger Bing Crosby und der sowjetische Komponist Aram Chatschaturjan.

Gestorben sind 1903 unter anderem Papst Leo XIII., die Maler Paul Gauguin und Carl Schuch und die US-amerikanische Westernheldin Calamity Jane.

Von DNN

1893 – und zwar am 8. September – erschien in Dresden zum ersten Mal die Tageszeitung „Neueste Nachrichten“. Nur wenig später wurde sie in „Dresdner Neueste Nachrichten“ umbenannt. Das Jubiläum nehmen wir zum Anlass zurückzuschauen in die Geschichte Dresdens, Deutschlands und der Welt. Heute widmen wir uns dem Jahr 1902.

05.02.2018

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28.01.2018