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Coronavirus #supportyourlocalartists – Spendenaktion für Dresdens Kultur- und Kreativwirtschaft
Thema Specials Coronavirus #supportyourlocalartists – Spendenaktion für Dresdens Kultur- und Kreativwirtschaft
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11:14 18.03.2020
Die Semperoper als kommunale Einrichtung wird die Corona-Schließung finanziell überleben. Freie Künstler und Kleinunternehmen der Kulturbranche eher nicht. Quelle: Robert Michael/dpa
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Dresden

Zahlreiche Künstler, Solo-Selbstständige, Freiberufler sowie kleinere Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft und Spielstätten sind von der Ausbreitung des Corona-Virus wirtschaftlich betroffen. Gründe hierfür sind neben der Absage von Messen, Veranstaltungen und Märkten sowie einer eingeschränkten Reisefähigkeit auch eine massive Unsicherheit und Planungsunsicherheit – nicht zuletzt wegen der Schließung von Schulen und Kitas.

„Wir gestalten DresdenBranchenverband der Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft“ ruft deshalb zu einer Spendenaktion auf, um Betroffene im Raum Dresden zügig zu unterstützen. Unter www.betterplace.me/supportyourlocalartists und dem Motto #supportyourlocalartists könne ab sofort gespendet werden. Ein erstes Ziel seien 100.000 Euro für die Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft.

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Erste Hilfe, bis die Politik in Gang kommt

Die Spenden sollten laut Mitteilung denjenigen Künstlern und Freiberuflern, aber auch kleineren privatwirtschaftlichen Institutionen zugute kommen, die durch den Corona-Virus bereits jetzt schon massive Umsatzeinbußen und Auftragsverluste erlitten hätten, erklärt WGD-Vorstand Anika Jankowski. Gemeint seien hier Musiker und Musikerinnen, Tänzer und Tänzerinnen, Schauspieler und Schauspielerinnen sowie Autoren und Autorinnen, deren Konzerte, Lesungen und Inszenierungen abgesagt wurden, aber auch Kreative „hinter den Kulissen“ des Kulturbetriebs und Honorarlehrkräfte an den Kunsthochschulen, „die unbezahlt nach Hause geschickt werden”.

„Die Situation für die Betroffenen ist prekär, wenn von heute auf morgen die Aufträge und damit Zahlungen wegbrechen. Lebensunterhalte müssen gesichert und fortlaufende Kosten müssen gedeckt werden”, ergänzt Nils Burchartz, ebenfalls Vorstandsmitglied von „Wir gestalten Dresden“. Für Kleinunternehmer, die kaum Rücklagen haben, und kleine Unternehmen könne dies das Aus bedeuten, oder für Spielstätten und Klubs, die durch die fehlenden Einnahmen ihre Kosten nicht mehr decken können. Darum sei es umso wichtiger, in solchen Situationen schnell zu reagieren. Das Spendenkonto ermögliche es, „frühzeitig erste Hilfsmaßnahmen zu treffen, bis die Politik wirksame Instrumente auf den Weg gebracht hat”, so Burchartz.

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Neben der Spendenaktion habe der Verband Maßnahmen und Forderungen an die Politik formuliert, heißt es. Eine erste Hilfe wären die „Stundung von Steuer(nach)- und -vorauszahlungen, (mindestens anteilige) Honorarfortzahlungen“ an Freiberufler und Honorarkräfte an den städtischen Kulturinstitutionen und Eigenbetrieben (z.B. Schütz-Konservatorium), Unterstützung für die freien Clubs und Theater, damit Angestellte weiterhin bezahlt werden könnten, sowie eine „verstärkte Berücksichtigung hiesiger Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft bei anstehenden Auftragsvergaben“. Hinzu kämen zinsvergünstigte Kredite und unkomplizierte und schnelle Bürgschaften.

„Wir gestalten Dresden“ appelliert außerdem an die Auftraggeber, „Projekte und Aufträge nicht vorschnell abzusagen, sondern die Projektplanung den Umständen anzupassen“.

Zur Unterstützung des Spendenaufrufs plane „Wir gestalten Dresden“ außerdem, Beiträge von Dresdner Künstlern in Form eines Songs, einer Performance, einer Kurzlesung, eines Porträts etc. zu produzieren und zu veröffentlichen – unter #supportyourlocalartists.

Infos unter www.wgd.ist/support.

Wir gestalten DresdenBranchenverband der Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft, Kraftwerk Mitte 7, 01067 Dresden

E-Mail: kontakt@wir-gestalten-dresden.de, Tel. 0351/479 698 34, 0176 62512577

Von DNN