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Coronavirus Nächste Woche zündet Frühlingsturbo: Hilft das gegen Corona-Epidemie?
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18:48 02.03.2020
Hilft warmes Frühlingswetter gegen die Corona-Epidemie? Nächste Woche sollen die Temperaturen steigen. Quelle: Olaf Majer/AP
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Leipzig

Noch köchelt der meteorologische Frühling auf Sparflamme: „Erstmal müssen wir durch eine nasskalte Wetterwoche durch“, sagt Dominik Jung vom Portal wetter.net. In Sachsen kann es in höheren Lagen sogar noch einmal weiß werden. In höheren Lagen ab 500 bis 600 Meter kann es Schneeflocken geben, besonders im Erzgebirge. „Weiter unten aber eher selten, da ist also kein Wintereinbruch in Sicht. Allerdings ist nachts durchaus leichter Frost und Straßenglätte drin“, so Jung.

Temperaturen nehmen Kurs auf 20-Grad-Marke

Danach aber scheint der Frühlingsturbo allmählich zu zünden. „Insgesamt wird es spürbar wärmer mit Werten um oder über 15 Grad, auch in Sachsen“, prognostiziert der Wetterexperte. Vor allem zum nächsten Märzwochenende am 14./15. März sieht es deutlich wärmer aus: Dann könnte es verbreitet sogar für Höchstwerte um 15 bis 20 Grad reichen. „Eine dauerhafte Erwärmung muss das natürlich noch nicht sein, wir sind ja auch erst im März. Dennoch: Es sieht nach Frühjahrserwachen aus“, sagt Dominik Jung.

Corona: Entspannt sich im Frühling die Lage?

Wenn es so kommt, dann könnte das Wetter tatsächlich eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung des Corona-Virus annehmen. In Fachkreise wird es als sehr wahrscheinlich angesehen, dass sich die Lage im Frühjahr etwas entspannend könnte. Meteorologe Jung begründet die Hoffnung so: „Jedes Jahr im Frühjahr, wenn es wärmer wird, gehen die Zahlen der Grippepatienten deutlich zurück. Das Wetter wird schöner, mehr Menschen gehen raus, sitzen nicht mehr in schlecht belüfteten Räumen und die UV-Strahlen geben dem Körper und der Gesundheit eine neue Stärkung. Das könnte nun auch im Fall des Corona-Virus so sein: Die Epidemie dürfte aufgrund des Frühjahres etwas entspannter werden.“

Wetter.net-Meteorologe Dominik Jung zeigt es an: Der März soll bei uns deutlich zu warm ausfallen. Quelle: wetter.net

Frühlingsprognose: März um 3 Grad zu warm

Da kommt die aktuellen Frühlingsprognose aus den USA gerade richtig. Der US-Wetterdienst NOAA, der schon den sehr milden Rekordwinter 2019/2020 korrekt bereits mehrere Monate vorher angekündigt hatte, prognostiziert nun auch einen eher sehr warmen und trockenen Frühling. So reichen die Abweichungen in Deutschland für die März-Prognose um satte drei Grad nach oben. Im April und Mai soll es ebenfalls wärmer als im langjährigen Durchschnitt werden.

Neues Problem: Trockenheit

Damit aber könnte es ein neues Problem geben: Die wiederkehrende Trockenheit. Denn neben den hohen Temperaturen deutet sich laut NOAA-Prognose auch ein viel zu trockenes Frühjahr an. Der sehr feuchte Mildwinter hat die Lage nach dem Dürre-Sommer 2019 zwar etwas entspannt. „Ganz oben ist der Erdboden sehr nass und gut feucht, aber weiter unten braucht es noch etwas, bis da die ganze Dürre total weg ist. So schnell geht es dort eben nicht. Da ist gerade im Osten die Trockenheit nach wie vor ein Thema“, so Jung. Und die Lage könnte sich schnell wieder verschärfen: „Wenn das Frühjahr wirklich so trocken wird, wie es NOAA erwartet, wäre das eher nicht so gut.“

Experte: Winter als Jahreszeit kommt unter die Räder

Grundsätzlich sieht der Meteorologe nach dem zweitwärmsten Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen einen Wandel der Jahreszeiten. „Ich stelle fest, dass der Winter unter die Räder zu kommen scheint. Auf einen langen Herbst scheint gleich der Frühling zu folgen. Der Winter wird dazwischen immer mehr zerrieben. Dass die Wärme immer früher kommt, konnten wir auch schon in den vergangenen Jahren beobachten, das Frühjahr war häufig schon sehr warm. Dieser Trend scheint sich fortzusetzen!“

Von Olaf Majer

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