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Coronavirus Warum Lokaljournalismus gerade jetzt so wichtig ist – und nicht alles kostenlos sein kann
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11:09 21.03.2020
Symbolfoto Quelle: Christoph Soeder/dpa
Dresden

Das Coronavirus hat unseren Alltag verändert – und Sie, liebe Leserinnen und Leser, haben viele Fragen, was das konkret bedeutet. Welche Geschäfte vor Ort sind noch geöffnet? Wen rufe ich im Verdachtsfall an? Wie verhalten sich Kliniken und Pflegeheime? Wie kann ich meinem Nachbarn helfen, ohne mich selbst zu gefährden? Die Liste möglicher Fragen ist jetzt schon lang und sie wird durch die sich fast tagtäglich ändernde Lage immer länger. Die Menschen wollen Transparenz und Orientierung, wenn es um die Themen vor der eigenen Haustür geht. Die Regionalzeitung ist aus Sicht der Deutschen eine der glaubwürdigsten Nachrichtenquellen. Den sich daraus für uns ergebenen Auftrag wollen und müssen wir auch in Krisenzeiten unvermindert wahrnehmen – gerade digital. Unsere Verantwortung gilt der Region, in der wir leben. Denn Sie verlassen sich auf uns – auf unsere professionelle Recherche und verlässliche Informationen. Danke für das Vertrauen!

Derzeit sind die Redakteurinnen und Redakteure der DNN beinahe pausenlos im Einsatz, um Sie auf dem Laufenden zu halten. Wir erfahren in diesen Tagen großen Zuspruch von den Menschen in unserer gemeinsamen Heimat – und müssen uns dennoch zugleich vermehrt mit starken Vorwürfen auseinandersetzen, wir würden die Krisensituation ausnutzen, um uns zu bereichern. In der Kritik steht unser digitales Plus-Modell: Unter DNN+ gibt es Hintergründe, Analyse, Liveticker und Videos für unsere Abonnenten. Hierfür tragen wir die Informationen zusammen, gewichten sie, ordnen sie ein, stellen Zusammenhänge her. Das ist journalistische Arbeit - und die muss bezahlt werden. Genau das rechtfertigt ein Plus-Modell, wie wir es unseren Abonnenten vorbehalten. Ohne ein wirtschaftliches Fundament können wir diese Arbeit künftig nicht mehr leisten. Die in dieser Krise existenziell wichtigen Informationen werden von Behörden und den öffentlichen Einrichtungen frei veröffentlicht – zudem zahlen alle Bürger einen Rundfunkbeitrag für die Arbeit der öffentlich-rechtlichen Medien. Auch hier sind die journalistischen Inhalte also nicht kostenlos. Wir können unser Geschäftsmodell auch in Krisenzeiten nicht einfach über Bord werfen. Die Produkte im Supermarkt oder in der Apotheke müssen ebenso bezahlt werden – auch in der Corona-Krise.

Wir wissen, dass unsere Marke hier vor Ort als verlässliche Informationsquelle ein hohes Vertrauen, eine große Bekanntheit genießt und sind uns unserer Verantwortung bewusst – deshalb können Sie die Grundinformationen zum Coronavirus auch ohne Abonnement lesen. Hier finden Sie eine Liste der Artikel, die auch ohne Plus-Abonnement verfügbar sind:

Unser RedaktionsnetzwerkDeutschland (RND), zu dem auch dieser Titel gehört, informiert zudem rund um die Uhr auf RND.de kostenlos über alle nationalen und weltweiten Entwicklungen.

Übrigens: Es kostet 2,49 Euro pro Woche, sich über die eigene Heimat umfassend journalistisch zu informieren – so viel wie viele von Ihnen nebenbei für einen Kaffee zum Mitnehmen bezahlen. Und der erste Monat ist sogar kostenlos, das Plus-Abo ist monatlich kündbar, wenn es doch nicht gefallen sollte. Das ist unser Angebot für die journalistische Bündelung und Einordnung der Informationen, die Aufbereitung von Hintergründen und Zusammenhängen. Wir finden das fair.

Wenn es uns in Deutschland nicht gelingt, auf Sicht nennenswerte Einnahmen aus unseren digitalen Angeboten zu generieren, wird es in absehbarer Zeit keine Lokalzeitungen mehr geben können, denn die gedruckte Zeitungsauflage schrumpft überall immer weiter. Jetzt stellen Sie sich einmal vor, in einer Phase wie der gegenwärtigen gäbe es keine anderen Informationsquellen als die sozialen Netzwerke und Verlautbarungen offizieller Stellen, die Sie sich selbst zusammensuchen und bewerten müssten? Gerade in der Krise zeigt sich, dass Journalismus, insbesondere Lokaljournalismus, systemrelevant ist und einen enormen gesellschaftlichen Wert hat. Helfen Sie mit, dass das so bleibt – wir sind gerne für Sie da.

Bleiben Sie gesund,

Herzlichst

Ihr

Dirk Birgel

 

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