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Coronavirus Uniklinik Dresden will künftig per SMS über negative Corona-Tests informieren
Thema Specials Coronavirus Uniklinik Dresden will künftig per SMS über negative Corona-Tests informieren
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08:15 02.04.2020
Das Uniklinikum Dresden informiert künftig per SMS über Arzttermine, damit Risikopatienten nicht im Wartezimmer Platz nehmen müssen. Quelle: Uniklinikum Dresden
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Dresden

Das Dresdner Uniklinikum bedient sich eines fast ausgestorbenen Nachrichtendienstes: Mittels SMS sollen Patienten künftig über die Situation im Wartezimmer informiert werden. Sogar negative Corona-Testergebnisse aus der Infektions-Fachambulanz sollen damit übermittelt werden. Nachdem ein Team von Ärzten und Informatikern die Funktion mit dem hauseigenen Kliniksystem entwickelt haben, wurde sie zuerst in den Bereichen mit chronisch kranken Patienten eingesetzt. Denn diese müssen trotz Pandemie regelmäßige Termine wahrnehmen und sind gleichzeitig besonders gefährdet.

Zustimmung ist Grundvoraussetzung

Der SMS-Dienst informiert so zum Beispiel die Patienten mit Krebserkrankungen oder schweren Lungenerkrankungen in der Ambulanz per SMS, wann der Arzttermin stattfindet. Das sorgt dafür, dass sie sich nicht in das volle Wartezimmer setzen müssen, sondern erstmal wieder gehen können. Voraussetzung ist, dass sie bei der Anmeldung ihre Mobilfunknummer in die Patientenakte eintragen lassen und dem SMS-Service zustimmen. Die Zustimmung kann jederzeit widerrufen werden.

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„Mit dem neuen SMS-Dienst und der damit verbundenen Umstellung auf das ,dynamische Wartezimmer’ gelingt es uns, die Zahl der Patienten in den Wartebereichen zu reduzieren und damit einen Beitrag dazu zu leisten, die besonders für unsere Patienten hochgefährlichen Infektionsketten zu unterbinden“, sagt Professor Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Uniklinikums. Die neue Lösung sei ein weiterer Schritt in Richtung digitales Uniklinikum.

Die Mitarbeitenden können die SMS am PC versenden. Quelle: Uniklinikum Dresden

Erleichterung der Terminplanung

In der Praxis soll das Ganze dann so aussehen: Die Patienten vertreiben sich die Zeit in den klinikeigenen Parks und bekommen von den Arzthelferinnen oder Ambulanzschwestern rechtzeitig eine SMS, dass sie zum Arzttermin zurückkommen können.

Um den SMS-Service nutzen zu können, müssen die Patienten am Empfang ihre Handynummer und eine Einwilligung abgeben. Quelle: Uniklinikum Dresden

Die Nachrichten werden über das Klinikinformationssystem des Uniklinikums vom PC aus versendet, was für die Ambulanzteams arbeitserleichternd sein soll. Das SMS-System soll es auch ermöglichen, längerfristig vergebene Termine zu verschieben und einfacher zu koordinieren. Das System steht und fällt mir der Einwilligung des Patienten.

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Von lml