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Coronavirus Superrechner in Dresden brüten über Corona-Therapie
Thema Specials Coronavirus Superrechner in Dresden brüten über Corona-Therapie
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09:57 29.04.2020
Das Rechenzentrum des Helmholz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) birgt Superrechner, die jetzt am kalifornischen Projekt mitarbeiten Quelle: D. Mueller
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Dresden/Görlitz

Forscher aus Dresden und Görlitz haben Rechenzeit an ihren Supercomputer an kalifornische Forscher gespendet, damit sie schneller Therapien gegen das Corona-Virus finden. Das hat das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf mitgeteilt.

Entschlüsselungsprojekt für Corona-Proteine

Das HZDR selbst verborgt für das Protein-Entschlüsselungsprojekt „Folding@home“ Kapazitäten seines Supercomputers „Hemera“ sowie der Computertechnik-Plattform „Helmholtz Federated IT Services“. Das HZDR-Tochter-Institut „Center for Advanced Systems Understanding“ (Casus) in Görlitz wiederum steuert seinen Dresdner Hochleistungsrechner bei, der mit 100 Grafikkarten ausgestattet ist und bis zu eine Billiarde Fließkomma-Rechenoperationen pro Sekunde (Peta-Flops) schafft. Gerade solche Rechner eignen sich besonders gut für die Simulation komplexer biologischer Vorgänge, wie sie bei der Covid-19-Analyse im Fokus stehen.

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Leistungsstärker als alle Supercomputer der Welt zusammen

„Das Folding-Projekt ist mit rund 500 Petaflops mittlerweile leistungsstärker als alle Supercomputer der Welt zusammen, und die Unterstützer werden täglich mehr“, erklärte Casus-Gründungsbeauftragter Dr. Michael Bussmann. „Wir freuen uns, in dieser uns möglichen Form einen Beitrag zur COVID-19-Forschung leisten zu können.“

„Folding@home“ simuliert immer neue Varianten, wie sich Proteine falten können, bis die Strukturen der gesuchten Eiweißverbindungen entschlüsselt sind. Im Mittelpunkt stehen dabei bewegliche und durch Mikroskopie nicht sichtbare Teile der Proteine, die wesentlich ihre Fähigkeiten beeinflussen.

Bitte um weltweite Mithilfe

Normalerweise suchen die kalifornischen Forscher mit solchen Simulationen nach Heilmitteln gegen Alzheimer, Krebs und Parkinson. Derzeit aber versuchen sie, die Proteine des Corona-Virus zu entschlüsseln und ein Mittel zu finden, das eine Infektion der Atemwege durch das Corona-Virus verhindert. Sie bitten daher Institute, Unternehmen wie auch Privatleute, ihnen dafür ungenutzte Rechenkapazitäten zur Verfügung zu stellen. Dafür müssen die Spender eine spezielle Vernetzungs-Software auf ihren Computern installieren.

Wer auch Rechenzeit für das Protein-Faltprojekt spenden will, findet hier die Software dazu hier: https://foldingathome.org/start-folding/

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Von Heiko Weckbrodt