Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Coronavirus Köpping: Können in Corona-Krise auf keinen Fall Entwarnung geben
Thema Specials Coronavirus Köpping: Können in Corona-Krise auf keinen Fall Entwarnung geben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:43 27.03.2020
Zur Eindämmung des Coronavirus verbietet Sachsen alle Ansammlungen ab drei Personen in der Öffentlichkeit. F Quelle: Robert Michael/dpa-Zentralbild/d
Anzeige
Dresden

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten in Sachsen ist weiter gestiegen – mit einer größeren Geschwindigkeit als in den vergangenen Tagen. Nach Angaben von Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) wurde bis Freitag bei 1505 Menschen im Freistaat das Virus nachgewiesen, 230 mehr als am Vortag. Neun Menschen seien mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben.

Man könne auf keinen Fall Entwarnung geben, sagte Köpping. Zwischen den Zahlen des Robert-Koch-Institutes und denen den örtlichen Behörden kommt es immer mal wieder zu Differenzen, weil die Daten zu verschiedenen Zeiten erhoben werden.

Anzeige

Parkplätze in Sachsens Naherholungsgebieten gesperrt

Unterdessen werden in den Ausflugs- und Wandergebieten Sächsische Schweiz, Tharandter Wald und Dippoldiswalder Heide die Parkplätze gesperrt. Vor allem am Wochenende sind dort verstärkte Kontrollen zur Einhaltung der verfügten Ausgangsbeschränkungen und Verstöße gegen Parkverbote geplant, wie das Landratsamt des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Pirna am Freitag mitteilte.

„Der Aufenthalt im Freien sollte nur im wohnlichen Umfeld erfolgen.“ Die Behörde wies eindringlich darauf hin, dass bei Zuwiderhandlungen eine Strafanzeige droht. „Wohnortnähe“ meine den unmittelbaren Bereich am gemeldeten Hauptwohnsitz. Vor allem die Sächsische Schweiz ist ein beliebtes Wander- und Klettergebiet.

Bereits am Donnerstag hatte Sachsens Innenminister Roland Wöller erklärt, dass das Wandern in der Sächsischen Schweiz für Dresdner derzeit untersagt ist.

Sachsen will Notabitur vermeiden – Kultusminister zuversichtlich

Trotz der Corona-Krise will Sachsen ein Notabitur für seine Gymnasiasten vermeiden. Kultusminister Christian Piwarz (CDU) erinnerte am Freitag daran, dass es ein Notabitur letztmals 1945 – zum Ende des Zweiten Weltkrieges – in Deutschland gegeben haben. Es wäre völlig verkehrt, bereits jetzt darüber nachzudenken und Entscheidungen zu treffen, dass man ein Abitur ohne Prüfungen durchführt.

Piwarz ist zuversichtlich, dass die Prüfungen nach Ostern beginnen – wenn die Schulen nach dem Fest wieder planmäßig öffnen. Sollte das nicht möglich sein, würden andere Szenarien greifen: „Zum jetzigen Zeitpunkt halten wir an unseren Planungen fest.“

Bauern schicken eindringlichen Appell an Regierung

Sachsens Bauern haben einen eindringlichen Appell an die Landesregierung formuliert und angesichts der Einschränkungen durch die Corona-Krise um Hilfe gebeten. Im Kern geht es darum, wie in den Jahren zuvor genügend ausländische Beschäftigte für die Stammbelegschaft oder als Saisonarbeiter zu bekommen. „Ohne sie wird es nicht gehen, auch wenn wir von Angeboten aus anderen Bereichen überwältigt sind“, sagte Manfred Lehmann, Geschäftsführer des Landesbauernbandes, am Freitag auf Anfrage.

Dem Verband schweben Anreize und Regelungen vor, die auch für medizinisches Personal oder Pflegekräfte aus Polen oder Tschechien gelten. Sachsen Agrarminister Wolfram Günther (Grüne) hatte bereits Unterstützung angekündigt.

Alle Infos zu Corona in Dresden und der Region

Chef der Uniklinik Dresden: „Wir sind für italienische Corona-Patienten gerüstet“

Stadtrat Dresden beschließt Soforthilfe für Selbstständige und Freiberufler

Bäcker, Fleischer, Fahrrad- und Kfz-Werkstätten: „Wir haben geöffnet!“

239 Dresdnerinnen und Dresdner infiziert – 17 in stationärer Behandlung

So können Sie Geschäften, Gastronomie und Freiberuflern in der Region Dresden jetzt helfen

Corona in Dresden: Diese Artikel sollten Sie gelesen haben

Coronavirus in Sachsen: Das ist die aktuelle Zahl der Infizierten

Von dpa