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Coronavirus Kinder in Sachsen dürfen ab 18. Mai in Kitas und Grundschulen zurück
Thema Specials Coronavirus Kinder in Sachsen dürfen ab 18. Mai in Kitas und Grundschulen zurück
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13:31 08.05.2020
Viertklässler sind bereits wieder in der Schule. Ab 18. Mai sollen alle anderen Grundschüler folgen. Quelle: Sebastian Kahnert/dpal
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Dresden

Weitere Lockerung in der Corona-Krise: Sachsens Kitas und Grundschulen sollen vom 18. Mai an im eingeschränkten Regelbetrieb für alle Kinder öffnen. Das kündigte die Landesregierung am Freitag an. Auch alle Grundschüler können dann an ihre Schulen zurückkehren. Alle Eltern haben demnach einen Anspruch auf die Betreuung ihrer Kinder in Kindergärten, Kinderkrippen und Horten, hieß es. Mädchen und Jungen an weiterführenden Schulen sollen vom 18. Mai an zumindest teilweise wieder an den Schulen unterrichtet werden - in einem Wechsel von Präsenz- und Lernzeiten zu Hause.

„Für nicht wenige ist die Schmerzgrenze erreicht“

„Gerade für Eltern kleinerer Kinder, war die Zeit der Schließung von Kitas und Schulen enorm belastend. Für nicht wenige ist die Schmerzgrenze erreicht“, erklärte Kultusminister Christian Piwarz (CDU). Allerdings gebe es strenge Regeln für die Wiedereröffnung von Kitas, Grundschulen und der Unterstufe von Förderschulen. So müssten Klassen und Kindergartengruppen strikt voneinander getrennt werden – in fest zugewiesenen Räumen und mit festem Betreuungspersonal.

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Ein entsprechendes Konzept wurde vom Ministerium gemeinsam mit Infektiologen, Kinderärzten und Spitzenverbänden erarbeitet. Die Koalition aus CDU, SPD und Grünen will die neuen Regelungen am nächsten Dienstag (12. Mai) im Kabinett beschließen.

„Ein Zusammentreffen von Kindern unterschiedlicher Gruppen und Klassen muss sowohl in den Gebäuden als auch auf den Freiflächen strikt vermieden werden“, so Piwarz. Sachsen geht damit einen anderen Weg als andere Bundesländer, die in den Kitas auf Abstand und kleine Gruppen setzen. Piwarz machte aber auch deutlich, dass sich das Konzept in der Praxis bewähren müsse. Sei das nicht der Fall, müsse es geändert werden. Zudem seien auch erneute Schließungen von Kitas und Schulen nicht ausgeschlossen, wenn die Infektionszahlen einen Schwellenwert überschreiten.

Jeder Tag wird dokumentiert

Prinzipiell gilt: Nur gesunde Kinder dürfen in die Einrichtungen, Eltern sollten beim Bringen und Abholen einen Mundschutz tragen, auch Erziehern und Lehrern wird das Tragen einer Mund-Nasenbedeckung empfohlen. Kinder müssen keine Maske tragen. Es gelten zudem verstärkte Hygiene-Regeln. Damit Infektionsketten zurückverfolgt werden können, müssen jeden Tag die dokumentiert werden.

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Piwarz verteidigte die Wiedereröffnung: „Wenn wir auf der einen Seite dem wirtschaftlichen und beruflichen Leben ein deutliches Stück mehr Normalität ermöglichen, dann müssen wir auf der anderen Seite auch Betreuungs- und Lernmöglichkeiten für die Kinder schaffen.“ Sachsen hat sich auf eine ganze Reihe von Lockerungen der Corona-Regeln verständigt: So dürfen unter anderem Hotels und Gaststätten bald wieder öffnen, ebenso Musikschulen und Fitnessstudios.

Seit dem 18. März blieben Schulen und Kitas im Freistaat geschlossen, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. In den vergangenen Wochen hatte es lediglich eine Notbetreuung gegeben, am 20. April durften zunächst die Abschlussklassen an die Schulen zurückkehren, später dann auch die Vorabschlussklassen sowie die 4. Klassenstufe.

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Von dpa