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Coronavirus Dresdner Stadtschülerrat warnt vor zu hohem Leistungsdruck
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10:12 27.04.2020
Die ersten Schüler kommen in Sachsen für Prüfungsvorbereitungen in die Schulen zurück. Quelle: dpa/Robert Michael
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Dresden

Der Dresdner Stadtschülerrat warnt vor einem zu hohen Leistungsdruck bei den Abschlussklassen. Das geht aus einer Pressemitteilung vom 26. April hervor. Zwar seien durch die Wiedereröffnung der Schulen und die Durchführung der Prüfungen die diesjährigen Abschlüsse gesichert, der Fokus müsse sich nun jedoch auf die Abschlussklassen des kommenden Jahres legen.

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Die Schüler, die ab dem 4. Mai wieder zur Schule gehen dürfen, haben elf Wochen Zeit bis zu den Sommerferien. „In dieser Zeit werden Klausuren, Klassenarbeiten, Tests und sonstige Leistungserhebungen für die Evaluierung der Zeugnisnoten fällig, welche eigentlich über 20 Wochen im 2. Halbjahr 19/20 verteilt gewesen wären“, sagt der Stadtschülersprecher Jack Müller. Seiner Meinung nach führe das zu „einem unverhältnismäßig hohen Leistungsdruck.“

Im Extremfall bis zu fünf Tests pro Woche

Der Stadtschülerrat halte es für „zwingend notwendig“, die 11. Klassen der allgemeinbildenden Gymnasien sowie die 12. Klassen der berufsbildenden Gymnasien ab 4. Mai wieder in die Klassenräume zu schicken. Außerdem sollen in den Leistungskursen der 11. und 12. Klassen nur noch eine statt zwei Klausuren im verbleibenden Schuljahr geschrieben werden. In den Grundkursen soll die Obergrenze von einer sonstigen Note festgelegt werden. “Sollten diese Maßnahmen nicht ergriffen werden, müssten Schülerinnen und Schüler je nach Kurswahl und Schule bis zu 48 Leistungserhebungen in elf Wochen erbringen. Das wären vier bis fünf pro Woche”, gibt Müller zu denken.

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Das gleiche empfiehlt der Schülerrat den Oberschulen. Auch hier sollen die 9. Klassen bis zu den Sommerferien in den Hauptfächern weniger Klassenarbeiten schreiben müssen und in den Nebenfächern nur noch je eine sonstige Note benötigen. Auch für die Klassen 5 bis 10 solle es in allen Schularten Leistungsreduzierungen geben. Nur so lasse sich laut Müller der Notendruck auf einem realistischen Level halten.

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Von DNN