Dresden: Coronazahlen Donnerstag 07.01.2021 mit Inzidenz Intensivbetten und Todesfällen
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Coronavirus Corona in Dresden: Stadt meldet 418 weitere Fälle
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Dresden: Coronazahlen Donnerstag 07.01.2021 mit Inzidenz Intensivbetten und Todesfällen

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12:58 07.01.2021
Seit Beginn der Pandemie erkrankten 17 191 Menschen in Dresden am Coronavirus. Quelle: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
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Dresden

Zwar sinkt die Inzidenz, doch die Corona-Lage in der Landeshauptstadt ist nach wie vor ernst. 418 weitere Neuinfektionen meldet das Gesundheitsamt am Donnerstag. Zudem steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 um sieben.

7-Tage-Inzidenz weiter gesunken

Den zweiten Tag in Folge bleibt die 7-Tage-Inzidenz in Dresden unter 200. Durch Meldeverzögerungen und seltenere Testungen über die Feiertage ist die Zahl jedoch weniger belastbar als in den Wochen zuvor. Am Donnerstag beträgt der Wert laut Berechnungen des Gesundheitsamtes 183,6. Allgemein gilt, dass eine Kontaktnachverfolgung und somit eine Kontrolle der Ansteckungen nur bis zu einer 7-Tage-Inzidenz von 50 ausreichend möglich ist.

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Das RKI hat am Donnerstag einen Wert von 122,8 für Dresden errechnet. Die Abweichung vom Ergebnis der Stadt kommt so zustande, dass das Bundesbehörde die Inzidenz mit den Fallzahlen berechnet, die bis 0 Uhr gemeldet wurden. Die Stadt hingegen rechnet mit den aktuellsten Fallzahlen. Der Bundesdurchschnitt der 7-Tage-Inzidenz liegt laut RKI aktuell bei 121,8.

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418 weitere Covid-Fälle in Dresden

Trotz des Rückgangs der Inzidenz ist die Zahl der Neuinfektionen nach wie vor hoch. 418 weitere Coronafälle meldet das Gesundheitsamt am Donnerstag. Damit steigt die Gesamtfallzahl seit Beginn der Pandemie in Dresden auf 17 191. Der Großteil der Betroffenen hat die Atemwegserkrankung jedoch überwunden. Die Stadt schätzt aktuell 13 834 Genesene. Als genesen gelten Personen, die zehn Tage nach einem positiven Test keine ärztliche Hilfe mehr in Anspruch nehmen mussten. Zieht man die Zahl der Genesenen und die Zahl der Verstorbenen von der Gesamtzahl der Infektionen ab, kommt man am Donnerstag auf 3072 bekannte aktive Fälle in Dresden.

285 Todesfälle seit Beginn der Pandemie

Nachdem die Zahl der Todesfälle die letzten Tage beinahe stagnierte, meldet die Stadt am Donnerstag wieder sieben Verstorbene im Zusammenhang mit Covid-19. Seit Beginn der Pandemie endete eine Coronainfektion bei 285 Menschen laut Gesundheitsamt tödlich. Die Behörde betont, dass es sich bei allen Verstorbenen um Menschen handele, die den neuartigen Erreger in sich trugen und bei denen Covid-19 die entscheidende Todesursache war. Die Sterblichkeit liegt nach eigenen Berechnungen bei etwa 1,7 Prozent.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt Aufschluss über die Alters- und Geschlechterverteilung der Verstorbenen. Bislang (Stand 7. Januar, 0 Uhr) erfasste das Institut in seinen Daten 278 Covid-Tote aus Dresden, von denen der Großteil (etwa 74 Prozent) 80 Jahre und älter war. Hier zählt das RKI 93 männliche und 112 weibliche Opfer. Des Weiteren verstarben 49 Männer und 22 Frauen zwischen 60 und 79 Jahren. Jünger waren bislang nur zwei Infizierte, die in die Gruppe der 35- bis 59-Jährigen fallen. Hier berichtet das RKI von einem weiblichen und einem männlichen Todesopfer.

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Noch 17 freie Intensivbetten in Dresden

56 weitere Klinikaufnahmen zählt die Stadt am Donnerstag im Zusammenhang mit Corona. Die Lage in Dresdens Krankenhäusern bleibt angespannt, doch es gibt noch freie Kapazitäten. Auf den Normalstationen sind derzeit 277 Betten mit Corona-Kranken belegt. 91 sind noch frei, was einer Auslastung von 75 Prozent entspricht.

Was schwere Krankheitsverläufe angeht, berichtet die Stadt am Donnerstag von 92 Covid-Intensivpatienten. 19 Intensivbetten sind derzeit noch verfügbar, was einer Auslastung von 83 Prozent entspricht. Die Stadt bezieht sich bei ihren Angaben auf die Zahlen der Zentralen Krankenhausleitstelle Dresden/Ostsachsen, welche die Verteilung der Corona-Patienten koordiniert. Bei den stationär behandelten Patienten kann es sich um Menschen handeln, die in Dresden wohnhaft sind oder aus dem Dresdner Umland kommen.

Mehr Frauen als Männer in Dresden infiziert

Über die Alters- und Geschlechterverteilung der Infizierten geben die Zahlen des Robert-Koch-Instituts Auskunft, das die Fallzahlen von den kreisfreien Städten und Landkreisen erhält. Das RKI zählt bislang (Stand 7. Januar, 0 Uhr) 16 686 Coronafälle in Dresden, von denen 7437 Fälle (44,6 Prozent) auf das Konto männlicher und 9246 (55,4 Prozent) auf das Konto weiblicher Personen gehen.

Meisten Infektionen bei 35- bis 59-Jährigen

Die 35- bis 59-Jährigen stecken sich in Dresden numerisch am häufigsten an. Hier zählt das RKI 6262 Infektionen. Das macht einen Anteil von rund 37,5 Prozent. Danach folgen die 15- bis 34-Jährigen mit 4895 positiven Tests. Sie machen etwa 29 Prozent der bisherigen Fälle aus. Es folgen die 60-bis 79-Jährigen. In dieser Altersspanne zählt die Bundesbehörde 2467 Fälle, was einen Anteil von rund 15 Prozent ausmacht. Menschen, die 80 Jahre oder älter sind, steckten sich bislang 2236 mal an. Das sind etwa 13,5 Prozent aller Coronafälle in Dresden. Gleichzeitig kommt es hier am häufigsten zu tödlichen Krankheitsverläufen.

Junge Patienten gab es bislang vergleichsweise wenige in Dresden. In der Altersgruppe der Null- bis Vierjährigen zählt das RKI seit Beginn der Pandemie 162 Infektionen, was einen Anteil von rund einem Prozent ausmacht. Kinder zwischen fünf und 14 Jahren steckten sich 661 mal an, was in relativen Zahlen etwa 4 Prozent der bisherigen Fälle ausmacht.

Deutlich mehr Frauen über 80 infiziert

Was die Geschlechterverteilung der Infizierten angeht, gibt es den größten Unterschied in der Gruppe der Senioren, die 80 Jahre oder älter sind. Hier zählt das RKI 1542 Frauen und 694 Männer. Damit erkrankten mehr als doppelt so viele Frauen wie Männer über 80.

In Relation zur Gesamtbevölkerung ist die Zahl der Infizierten in Dresden nach wie vor gering. Bei 560.693 Einwohnern (Stand 30. September) steckten sich laut Gesundheitsamt bislang 17191 Personen an, was eine Infektionsrate von rund 3 Prozent ausmacht. Hier ist jedoch zu bedenken, dass die Dunkelziffer der Coronafälle, vor allem durch unbemerkte asymptomatische Krankheitsverläufe, vermutlich deutlich höher ist.

Ausbrüche in Dresdner Gemeinschaftseinrichtungen

Nachdem Dresdens Kitas und Schulen nun seit Wochen im Notbetrieb laufen, vermeldet die Stadt kaum noch Ausbrüche in den Einrichtungen. Lediglich für zwei Kindertagesstätten und eine Schule gelten aktuell Quarantänemaßnahmen. Wie viele Personen davon betroffen sind, geht aus den Zahlen der Stadt noch nicht hervor. Bei den Pflegeeinrichtungen zeichnet sich ein anderes Bild ab: In 24 Einrichtungen befinden sich derzeit 66 Personen in Isolation.

Von Laura Catoni