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Coronavirus Gesundheitsministerin Köpping sieht „wenig Spielraum“ für Lockerungen in Sachsen
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Corona-Regeln in Sachsen: Köpping sieht wenig Spielraum für Lockerungen

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11:13 14.11.2020
„Die Lage ist ernst“, sagte SPD-Gesundheitsministerin Petra Köpping. Quelle: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
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Dresden

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping sieht angesichts der aktuellen Zahl der Corona-Neuinfektionen wenig Spielraum für mögliche Lockerungen. „Da brauchen wir nicht drum herum zu reden: Die Lage ist ernst“, sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Rund zwei Wochen nach Beginn des Teil-Lockdowns könnten die Maßnahmen noch nicht volle Wirkung zeigen. „Dafür ist es noch zu früh“, sagte die Ministerin.

Am Freitag wurden in Sachsen knapp 1500 Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Vergleich zum Vortag registriert sowie 18 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Vor allem die Landkreise Bautzen, Görlitz sowie das Erzgebirge sind betroffen. Am Wochenende will sich Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) mit Landräten zur aktuellen Lage beraten. Für Montagnachmittag sind Beratungen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geplant. Bei ihrer Schalte Ende Oktober hatten sie sich auf den Teil-Lockdown verständigt. Unter anderem sind seither Museen, Theater, Opern, Konzerthäuser, Schwimmbäder, Kosmetik- und Tattoostudios geschlossen. Restaurants dürfen Speisen nur außer Haus anbieten.

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Corona-Infektionsquelle in Sachsen oft unbekannt

Im Frühjahr und Sommer war Sachsen bundesweit mit umfangreichen Lockerungen der Corona-Beschränkungen vorangegangen. „Wir haben lange auf Vernunft und Eigenverantwortung gesetzt, weil das unsere Infektionszahlen auch hergegeben haben. Das war auch richtig“, betonte Köpping. Weshalb die Zahlen in Sachsen so steigen, könne man nicht genau sagen. So könnten etwa Treffen mit Familie und Freunden eine Rolle spielen. „Und sicher spielt auch die Nähe zur Grenze eine Rolle – wenn auch nicht die Entscheidende.“ Nur bei einem Viertel der Corona-Fälle könne man überhaupt sagen, wo sich die Menschen angesteckt hätten. Der Landkreis Bautzen zählt mit einem Wert von mehr als 300 Fällen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen zu den am stärksten betroffenen Regionen in Deutschland.

Von dpa