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Autokorso gegen Corona-Maßnahmen in Dresden

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15:12 21.02.2021
Zwei Demonstranten mit Aluhüten bei einem Autokorso von „Dresden Querdenken 351“ und der Bürgerinitiative „Eltern Stehen Auf“.
Zwei Demonstranten mit Aluhüten bei einem Autokorso von „Dresden Querdenken 351“ und der Bürgerinitiative „Eltern Stehen Auf“. Quelle: Tino Plunert/dpa-Zentralbild/dpa
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Dresden

Mit einem Autokorso haben am Samstag in Dresden hunderte Menschen gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Nach Polizeiangaben waren 482 Fahrzeuge am Nachmittag vom Volksfestgelände auf eine 26 Kilometer lange Strecke durch die Innenstadt gestartet. Aufgerufen hatten zu dem Autokorso unter dem Motto „Lautstarke Aufklärung“ die Bürgerinitiativen „Eltern Stehen Auf“ und „Querdenken 351 Dresden“. Nach Angaben des Veranstalters war keine Kundgebung geplant.

Der Korso verlief nach Polizeiangaben friedlich. Einsatzkräfte fertigten sechs Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Schutz-Verordnung und je eine Anzeige wegen Sachbeschädigung – ein Auto wurde in der Neustadt durch einen Steinwurf beschädigt – und Nötigung. In jedem Wagen durften nur Angehörige eines Haushalts mitfahren, zudem galten die Abstandsregeln und eine Maskenpflicht außerhalb der Fahrzeuge. Der Verkehr im Stadtgebiet sei teils erheblich eingeschränkt worden, hieß es am Abend von der Polizei.

Mehrere Straftaten erst später bekanntgeworden

Am Sonntag meldete die Dresdner Polizei noch weitere Straftaten, die im Zusammenhang mit dem Autokorso verübt wurden. So haben gegen 16.15 Uhr zwei Fahrradfahrer den Aufzug auf der Reichenbachstraße blockiert und waren mit Autofahrern aneinandergeraten. Auf der Augsburger Straße verhinderten gegen 17 Uhr vier Radfahrer, dass ein Teil des Korsos weiterfahren konnte. Auch auf der Bautzner Straße blockierten später einzelne Personen die Fahrtstrecke. Die Polizei beendete diese Aktionen.

Beim Ende des Autokorsos an der Marienbrücke flog ein Stein in die Demonstration. Laut Polizei ist nicht bekannt, ob dabei jemand verletzt wurde. Auch Tatverdächtige konnten die Beamten nicht ausmachen. Zudem liegt laut Polizei eine Anzeige wegen Körperverletzung vor, weil Versammlungsteilnehmer mit körperlicher Gewalt gegen Gegner des Autokorsos vorgingen.

Ein Verkehrspolizist wurde bei der Absicherung des Korsos durch einen unbeteiligten Dritten angefahren und leicht verletzt.

Mit einem Autokorso haben in Dresden hunderte Menschen gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert.

Von dpa/ttr