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Coronavirus Coronavirus in Sachsen: Das müssen Sie jetzt wissen
Thema Specials Coronavirus Coronavirus in Sachsen: Das müssen Sie jetzt wissen
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19:29 02.03.2020
Auch wenn es den ersten bestätigten Corona-Fall in Sachsen gibt, ist das Ansteckungsrisiko vergleichsweise gering. Quelle: Jane Barlow/PA Wire/dpa
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Dresden

Angesichts der fortschreitenden Ausbreitung des neuartigen Virus Sars CoV 2 – auch Coronavirus genannt – war es nur eine Frage der Zeit, bis die Krankheit auch in Sachsen diagnostiziert wird. Daraus entstehen nun einige konkrete Fragen. Die wichtigsten soll dieser Text beantworten.

Es gibt einen Corona-Fall in Sachsen. Was bedeutet das jetzt für mich?

Wenn Sie nicht gerade eine Kontaktperson des Infizierten sind, in den vergangenen Tagen mit ihr zusammen gefeiert, geredet oder Bahn gefahren sind, haben Sie zunächst wenig zu befürchten. Momentan ist die Gefahr, sich zu infizieren, nach Ansicht von Virologen sehr klein, da es in Deutschland nur wenige an Corona Erkrankte gibt und derzeit viel unternommen wird, um diese Personen schnellstmöglich zu isolieren.

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Hatten Sie allerdings Kontakt mit einer infizierten Person oder waren in einem als Risiko eingestuften Gebiet, sollten Sie sich telefonisch mit Ihrem Hausarzt oder der Kassenärztlichen Vereinigung (Rufnummer: 116 117) in Verbindung setzen und die weiteren Schritte besprechen. Das Virus verbreitet sich Wissenschaftlern zufolge schnell, weil es sich im Rachen vermehrt und man durch Husten und Sprechen schon andere Menschen anstecken kann, obwohl man selbst noch keine Symptome bemerkt. Ist ein Kontakt mit einer infizierten Person unwahrscheinlich, aber Sie spüren Krankheitssymptome, handelt es sich wahrscheinlich um eine normale Erkältung oder eine saisontypische Grippe.

Was passiert, wenn ich doch erkranke?

Bei Verläufen ohne oder mit schwachen Symptomen kurieren sich die meisten Corona-Infizierten zurzeit zu Hause aus. In der Mehrzahl der Fälle verläuft die Krankheit wie eine Art Erkältung. Das zuständige Gesundheitsamt ordnet eine Quarantäne an. Verschlimmern sich die Symptome, entscheidet ein Arzt, ob der Erkrankte auf einer isolierten Station in einem Krankenhaus behandelt wird.

Wenn ich als Kontaktperson eingestuft werde, was muss ich beachten?

Je nach Infektionsrisiko werden Kontaktpersonen eines am Coronavirus Erkrankten in zwei Kategorien eingeteilt. In die erste Kategorie kommen die Personen, die längeren persönlichen Kontakt mit dem Erkrankten hatten (z.B. während eines Gesprächs). Sie werden vom Gesundheitsamt informiert und in der Regel wird eine 14-tägige Quarantäne angeordnet. Zeigen sich in der Zeit Symptome, muss sofort das Gesundheitsamt informiert werden. In die zweite Kategorie fallen Personen, die keinen direkten Kontakt zum Infizierten hatten, sich aber etwa im gleichen Raum aufgehalten haben. Hier entscheidet das Gesundheitsamt im Einzelfall, ob eine Quarantäne angeordnet werden muss.

Von RND/isc