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Coronavirus Coronavirus: Zwei Todesfälle in Dresden
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14:11 24.03.2020
Symbolfoto Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
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Dresden

In Dresden gibt es offenbar eine erhebliche Zuspitzung der Coronakrise: Sozialministerin Petra Köpping (SPD) berichtete von zwei Todesfällen in der Landeshauptstadt.

In ganz Sachsen gibt es damit fünf Tote inzwischen. 1018 Menschen sind infiziert. Nach Angaben der Stadt sind es in Dresden 167 Infizierte am Dienstagmittag.

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Keine Entwarnung für Sachsen

Nähere persönliche Angaben zu den jüngsten Todesfällen in Dresden konnte Ministerin Köpping noch nicht machen. Wohnort, Alter, Vorerkrankungen oder Infektionswege blieben damit zunächst offen. Laut Köpping könne angesichts der Zahlen keine Entwarnung gegeben werden.

Probleme mit Wochenmärkten

Grundsätzlich halten sich in Sachsen die meisten Menschen an die strengen Ausgangsbeschränkungen. Innenminister Roland Wöller (CDU) sprach lediglich von Einzelfällen, in denen es Verstöße gegeben habe. Einen speziellen Bußgeldkatalog wie beispielsweise in Nordrhein-Westfalen plane er nicht.

Für Aufsehen sorgten am Dienstag unter anderem geöffnete Wochenmärkte in Dresden und der Region. Der Innenminister stellte klar, dass dies nicht zulässig sei. Die Schließung müsse von den Kommunen durchgesetzt werden. Wenn es dabei Probleme gebe, könne die Polizei um Unterstützung gebeten werden.

Sachsen will tschechische Arbeiter unterstützen

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) kündigte ein Hilfsprogramm für tschechische Arbeitnehmer an, die aufgrund der „sehr restriktiven Regelungen“ des Nachbarlandes für den Pendlerverkehr möglicherweise nicht mehr in Sachsen arbeiten können. Gespräche der Freistaaten Sachsen und Bayern sowie der Bundesregierung hätten keine Verbesserung erreicht. Teile in der tschechischen Bevölkerung würden ganz klar die Schließung der Grenzen fordern, weil sie glauben, die Krankheit sei von Österreich oder Deutschland ins Land gebracht worden.

Angebot für Bereich Medizin und Pflege

Vor allem aus dem medizinischen und dem Pflegebereich sollten nun Arbeitskräfte zwischenzeitlich in Sachsen bleiben können. Sachsen will den Aufenthalt im Freistaat mit 40 Euro pro Person und Tag unterstützen. In Pensionen und Herbergen gebe es derzeit Kapazitäten, sagte Kretschmer. Angehörige könnten ebenfalls mit nach Sachsen kommen.

Das Angebot sei zunächst auf drei Montage begrenzt, um es zu testen. Kretschmer rechnet mit etwa 1000 Betroffenen, für die die Offerte in Frage komme. „Wir wollen gute Gastgeber sein“, sagte Kretschmer. Sachsen erhalte auch sein Angebot an Tschechien aufrecht, bei der medizinischen Betreuung von Kranken aus dem Nachbarland hilfreich zu sein.

Italienische Patienten in Dresden und Coswig

Sachsen hatte bereits erklärt, dass schwer kranke Corona-Patienten aus Italien aufgenommen werden. Dabei geht es nach Angaben vom Dienstag um acht Personen. Am Vortag war von sechs Kranken die Rede. Zwei 57-jährige Männer werden am Universitätsklinikum in Leipzig bereits betreut. Zwei Patienten will die Helios-Klinik in Leipzig aufnehmen. Jeweils zwei weitere schwerstkranke Patienten aus Bergamo werden im Uniklinikum Dresden und im Fachkrankenhaus Lungenzentrum Coswig erwartet.

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Von I.P.