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Coronavirus Coronavirus: Hygiene-Kurs für Nachbarschaftshelfer im Internet
Thema Specials Coronavirus Coronavirus: Hygiene-Kurs für Nachbarschaftshelfer im Internet
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11:17 20.03.2020
Wer in Zeiten der Corona-Krise helfen möchte, kann sich online registrieren. Im Vorfeld muss aber ein Hygiene-Kurs abgelegt werden. Quelle: picture alliance/dpa
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Dresden

Auch in Dresden läuft angesichts der Coronakrise eine Welle der Hilfsbereitschaft an. In einer Situation, in der es vor allem darauf ankommt, sich und andere nicht mit dem gefährlichen Virus anzustecken, kann gut gemeinte und dringend notwendige Nachbarschaftshilfe aber auch zur Gefahr werden – für die Helfer und für jene, denen sie helfen.

Desinfektionsschulung für Helfer

Ein Internetportal, das Hilfsorganisationen und das sächsische Gesundheitsministerium am Donnerstag freigeschaltet haben, enthält eine wichtige Komponente, die das Risiko minimieren soll: Alle Helfer, die sich hier registrieren, müssen sich eine halbstündige Online-Hygiene- und Desinfektionsschulung ‎anschauen.

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Der Kurs ist kostenfrei und steht ausdrücklich allen Menschen offen, die Nachbarschaftshilfe leisten wollen, sagte ein Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) den DNN.

Neben dem Roten Kreuz gehören der Arbeiter-‎Samariter-Bund, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, die ‎Johanniter-Unfall-Hilfe und der Malteser Hilfsdienstdienst zum „Team Sachsen“. Hier könnten sich alle registrieren lassen, die in der Coronakrise ihre Hilfe anbieten wollen, erklärte der Vorstandsvorsitzende des DRK-Landesverbands, Rüdiger Un­ger. Neben der Online-Schulung zur Hygiene müssen sie Fragen beantworten, etwa zu Interessen, Mobilität und Qualifikation.

Einkaufen, mit dem Hund spazieren, am Telefon reden

„Team Sachsen“ soll die Hilfe koordinieren. Es gehe darum, für Betroffene in Quarantäne oder Risikopatienten Einkäufe oder Besorgungen zu erledigen, mit dem Hund Gassi zu gehen – oder auch ein Gespräch am Telefon zu führen, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) bei der Vorstellung des Angebotes. Viele Menschen hätten Angst oder seien allein. „Da kann es helfen, indem man mal am Telefon beruhigt wird oder Fragen beantwortet werden.“ Köpping rief dazu auf, auch in ländlichen Regionen Hilfe anzubieten.

‎Nächste Woche können sich auch Betroffene und Hilfsbedürftige aus allen Teilen Sachsens registrieren. „Wir verknüpfen dann die Daten und stellen Kontakte her“, so Unger. Man brauche aber ein paar Tage Vorlauf, um die Angebote zu sichten.

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Von DNN

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