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Coronavirus Corona in Dresden und Sachsen – Die wichtigsten Infos im Überblick
Thema Specials Coronavirus

Corona in Dresden – Die wichtigsten Infos im Überblick 27.10.2020

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08:04 27.10.2020
Auch auf Dresdner Wochenmärkten gilt Maskenpflicht. Quelle: dpa/Robert Michael
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Dresden

Täglich berichten die DNN über die aktuellen Fallzahlen und darüber, wie die Menschen in Dresden mit Quarantäne, abgesagten Veranstaltungen und anderen Folgen der Pandemie leben. Die wichtigsten Informationen kurz zusammengefasst:

Aktuelle Zahlen

• In Dresden sind Stand Montag (27.10.) insgesamt 1707 Personen mit dem Coronavirus infiziert oder infiziert gewesen. In den vergangenen Wochen stieg die Zahl der Neuinfektionen stark an. Am Freitag riss Dresden die kritische Marke von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) und gilt seither als Risikogebiet.

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Lesen Sie auch: Warum die Inzidenzwerte zwischen Gesundheitsamt und RKI variieren

• Im Krankenhaus behandelt werden derzeit 35 Erkrankte.

• Die Zahl der Todesopfer in Dresden liegt seit 26. Oktober bei fünfzehn. Im Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sind zwei Todesfälle bekannt, in Meißen 23.

• Laut Sozialministerium sind bisher in ganz Sachsen 279 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona registriert, 13.839 Menschen in Sachsen haben sich mit dem Virus infiziert.

Zahlen im Überblick: Das ist die aktuelle Zahl der Infizierten

Welche Regeln gelten ab 27. Oktober in Dresden?

• Auch an Haltestellen und belebten Plätzen in der der Innenstadt muss jetzt montags bis samstags 7.30 bis 4 Uhr des Folgetags Maske getragen werden. Jogger und Radfahrer sind ausgenommen. Ebenso gilt die Maskenpflicht im ÖPNV, beim Einkauf und in allen anderen öffentlich zugänglichen Einrichtungen, in Kirchen, auf Messen und bei Kongressen. In gastronomischen Einrichtungen darf die Maske am Tisch abgenommen werden. Die Maskenpflicht wird verstärkt kontrolliert, bei Verstößen werden Bußgelder fällig.

• Sperrstunde: Ausschank und Gastronomie bleiben zwischen 22 und 5 Uhr geschlossen. Tankstellen und Spätshops dürfen in dieser Zeit keinen Alkohol mehr ausschenken.

• Bordelle bleiben geschlossen.

• Obergrenzen für Gästezahlen: private, Betriebs- und Vereinsfeiern in angemieteten Räumen und Gaststätten – zehn Personen; Sport- und Großveranstaltungen: 100 Personen; Es gelten Ausnahmen für Einrichtungen mit Hygienekonzept.

• Versammlungsrecht: Demonstrationen sind verboten, Kundgebungen mit Maskenpflicht und je vier Quadratmetern Platz pro Person erlaubt.

• Bleibt der Inzidenz-Wert trotz dieser Vorschriften weitere zehn Tage über 50, treten noch strengere Beschränkungen in Kraft.

Weitere Details: Dresden ist jetzt Risikogebiet – Maske unter freiem Himmel, Sperrstunde für Gastronomie

• Den Mindestrahmen für die Regeln gibt das Land Sachsen in seiner Allgemeinverfügung vor. Städte und Kreise können je nach Lage noch verschärftere Regelungen erlassen.

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Corona-Test und Corona-Quarantäne in Dresden

• Corona-Tests können beim Hausarzt oder der Corona-Ambulanz gemacht werden. Testen lassen müssen sich derzeit neben allen, die im Rahmen der Kontaktnachverfolgung ermittelt werden auch: Neubewohner von Alten-, Behinderten-, Reha- oder Pflegeeinrichtungen sowie Reiserückkehrer aus ausländischen Risikogebieten (siehe RKI).

• Treten Symptome am Wochenende auf, kontaktieren Dresdner im Notfall den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Nummer 11 61 17.

Mehr Details: Corona-Test in Dresden – Wer darf, wer muss und wo kann ich mich testen lassen?

• Wer sich in Quarantäne befindet, darf sich nur in den eigenen vier Wänden und auf dem eigenen Balkon, der Terrasse oder dem Garten aufhalten. Verboten sind: Gassi und Spazieren gehen, Briefkasten leeren, gemeinsam genutzte Keller und Dachböden aufsuchen.

• Leben in den eigenen Räumlichkeiten nicht quarantänepflichtige Personen, rät das Gesundheitsamt zu strikter Trennung. Das bedeutet: Kein gemeinsamer Aufenthalt in Räumen, und wenn unvermeidbar, dann mit Abstand, Maske und strikter Handhygiene.

Weitere Details: Corona-Quarantäne in Dresden – Was darf ich tun, was nicht?

Welche langfristigen Folgen werden erwartet?

• Das Dresdner Stadtarchiv bemüht sich, das Corona-Erleben der Dresdner zeitnah zu dokumentieren, statt retrospektiv. Archivdirektor Thomas Kübler hofft, dass auch weiter viele Dresdner ihre Aufzeichnungen, Drucksachen, Fotos, Videos und andere „Corona-Materialien“ an das Stadtarchiv übergeben. Wer persönliche Zeitdokumente zur Coronapandemie überreichen möchte, kann diese per E-Mail an mettelt@dresden.de senden oder sich per Telefon unter 0351/4 88 15 15 melden.

• Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) will die Coronakrise nutzen, um alte Denkstrukturen aufzubrechen. So will er beim Schulhausbau, aber auch beim Straßen- und Tiefbau neue Wege beschreiten. „Wir müssen die Projekte zügiger realisieren“, fordert er im DNN-Interview.

Jetzt das ganze Interview lesen: Diese Lehren muss Dresden aus der Corona-Krise ziehen

• Erwartet wird auch ein Digitalisierungsschub in verschiedenen Bereichen, etwa Bildung und Gesundheit. Die TU Dresden etwa wird auch nach dem Ende der Coronakrise mehr Vorlesungen und Konferenzen per Internet abwickeln, prognostiziert Professor Wolfgang Nagel vom Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen. Im Dresdner Uniklinikum hat die Coronakrise die Telemedizin mächtig vorangetrieben.

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• Die Kommunen befürchten angesichts der Corona-Krise dramatische Einnahmeeinbrüche. Dresden hat eine Haushaltssperre für freiwillige Ausgaben und geplante Investitionen verhängt. OB Hilbert prognostiziert derweil, dass die finanziellen Folgen noch drei Jahre zu spüren sein werden.

• Der Sparplan, den OB Hilbert und Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD) ausgearbeitet haben, sieht zwar Schulden vor, aber nicht direkt. Die bereits vorhandenen 140 Millionen Euro, die für den Neubau des Verwaltungszentrums am Ferdinandplatz vorgesehen waren, sollen jetzt den städtischen Haushalt stabilisieren. Stattdessen wird sich die städtische Gesellschaft Stesad, die das neue Rathaus baut, verschulden.

• Forscher wie der Dresdner Soziologe Karl Lenz gehen unterdessen davon aus, dass wir nach überstandener Krise einen anderen Blick auf Selbstverständlichkeiten in unserer Gesellschaft werfen. „Wir dürfen nicht dorthin zurückkehren, wo wir herkamen“, meint auch Wirtschaftsinformatiker Norbert Rost. Denn: In der Vor-Corona-Welt sei ein hemmungsloser Flugverkehr der Viren-Verteiler gewesen.

Der TU-Professor Mark Arenhövel sieht in der Coronakrise Gefahren für die Demokratie. Seit Wochen befinden sich das Land und mithin die Demokratie im Krisenmodus. Das kann unsere freiheitliche Gesellschaft durchaus gefährden, meint der Wissenschaftler

Von DNN